working


handy neben meinem bett klingelt. noch ganz in den träumen gehe ich dran.
“guten morgen, e-heldin, hier ist dein chef. wo bist du denn?”
“ach du scheiße, chef, hab wohl verpennt. ich geb gas.”

liebe autobahnpolizei, danke, dass ihr heute morgen weder auf der a57, noch auf der a46, a59, a1, a3 und a4 blitzer stehen hattet. denn nach diesem anruf um 10h (wo doch für 10h ein verdammt wichtiges meeting anberaumt war!) waren mir alle begrenzungen und verkehrsregeln egal.
liebe mercedes- und bmw-fahrer, es tut mir leid, dass ich euch weggedrängelt habe. aber ich glaube auch, dass das maximal eurem ego geschadet hat.

und so gibt es einen neuen rekord: aufstehen, fertig machen und die über 50 km zur arbeit in nur 35 minuten!
selbst mein chef konnte mir nach dieser leistung nicht mehr böse sein.

Ja ist es denn schon Feierabend? Seitdem die Dunkelheit draussen nichts mehr mit meinem inneren Zeitgefühl zu tun hat, weiss ich immer nicht mehr so genau wann ich eigentlich Feierabend machen soll. Das Maß der bereits erledigten und der noch zu erledigenden Aufgaben ist leider nicht brauchbar, weil ich immer das Gefühl hab zu wenig geschafft zu haben und zuviel in den nächsten Tag mit rüber zu schieben.

Der einzige Indikator, der früher immer funktionierte — mein Hungergefühl — tut im Moment aufgrund meiner aktuellen Apfeldiät (ich esse alles ausser Äpfeln) leider auch nicht.

Ich brauch dringend Hilfe. Woran merkt ihr denn, daß Feierabend ist?

Schleichender Tod
wo soviel Potenzial

Keine Führung
für starkes Engagement

Ich bin die Ratte
und winke vom Land

heute morgen serverausfall.
endlich zeit die kollegen bei einer tasse kaffee über das privatleben auszuquetschen.

ist es eigentlich normal, dass server nach einem stromausfall solche probleme machen?

weihnachtsfeier 2005: die kollegin s. aus der marketingabteilung und der technische projektleiter d. kommen sich näher. acht monate später eine rundmail von s.: “ich gehe in den mutterschutz”. gestern abend bei “unser neues zuhause” auf rtl: das glücklich verliebte arbeitskollegen-paar, das sich über die doku-soap eine hübsche eigentumswohnung in köln gesucht hat!

danke, s. und d., der bürotratsch ist gesichert!

liebe firma,

täglich opfere ich viele stunden meiner lebenszeit für dich und deinen umsatz. täglich fahre ich über hundert kilometer mit deinem auto zu dem arbeitsplatz, den du mir zur verfügung stellst. täglich arbeite ich mit menschen zusammen, von denen du glaubst, dass sie professionell sind und einen guten dienst tun. ich setze mich für dich ein, weil ich glaube, dass es toll ist, was du leisten kannst.

aber bitte, liebe firma, nehm mich ernst und sei fair zu mir.
sonst könnte es sein, dass ich dich und deine mitarbeiter irgendwann so richtig ficke!

danke!
deine mitarbeiterin

aktuelle nachricht der marketingabteilung:

“Endlich ist der Sommer vorbei und wir können uns wieder auf Weihnachten konzentrieren.”

möchte jemand einen eiskratzer zu weihnachten geschenkt haben? ;)

Die Meldung das der Simon und ich hier die Urlaubsvertretung machen dürfen ruft irgendwie zwei Reaktionen hervor:

1. Mist, das hätte ich eher wissen müssen.

2. Ich will auch Urlaub.

Hätte ich das eher gewusst hätte ich mich besser darauf einstellen können und Euch was besseres als den unten stehenden Link bieten können.

Und ja ich will auch Urlaub. Geht aber leider gerade nicht. Das einzige was mir bleibt ist das Werfen von Papierkügelchen. Mal schauen ob ich meine Kollegen ein wenig bewerfen kann. Oder Büro-basketball spielen. Papierkörbe hat es genug.

Das coole ist, dass man das jetzt auch Digital machen kann. Und zwar hier: langeneggers.ch.

Dieser Beitrag ist für alle, die gerade in ihren Büros sitzen, vor ihren nach Ozon stinkenden Monitoren, für alle, denen gerade die dritte Schicht Achselschweiß unter den Armen eintrocknet, für alle, die keine Klimaanlage haben. Überhaupt für alle, die gerade arbeiten müssen.

Anstatt das zu tun:

Eiskanal

Oder das:

Lesen

Oder das:

Lech

Oder das:

Blätterdach

Das Wochende kommt ja bald. Und der Feierabend auch. Ich gehe jetzt baden.

- 23 männer, 2 frauen, eingeflogen aus ganz deutschland
- 2 große segelschiffe mit 25 kabinen
- feinstes catering von einer attraktiven jungen köchin
- sonnenschein auf dem ijsselmeer

und nicht zu vergessen: 90 liter bier kölsch!

koelsch

wie schnell sowas immer leer sein kann…

ich wär so gern kreativ in meinem job.
und ich hätte so gern kreative kunden.

kunden, die sich meine kreativen ideen auch leisten könnten…

momentan arbeite ich in einer sauna.
die fenster sind weit geöffnet.
der ventilator läuft auf hochtouren.

doch alles halb so schlimm!

wenn da nicht dieser garten neben meinem fenster wäre, in dem drei kinder im pool plantschen!

“Hallo, ich brauche für ein Event so ein ultraflaches super strange aussehendes Ding was man an die Wand machen kann. Größe etwa größer wie die größten Fernseher, so wie die halt im Mediamarkt rumstehen.

Wichtig ist der look. So wie Ballak, ich meine in dem TV-Spot, der da immer kommt. Es muss halt wirklich trashig und nicht so 08/15 wirken.
So Röhren hat ja jeder.
Könnten sie mir da ein megaschmales Angebot - preistechnisch - erstellen.”

E-Heldin: “Haben wir vielleicht noch einen lichtstärkeren Projektor auf Lager? Der, den ich für die Kundenpräsentation aufgebaut habe, ist zu dunkel.”
Kollege: “Wieviel ANSI Lumen soll der haben? Kein Projektor dieser Welt könnte deine leuchtende Schönheit übertrumpfen!”

Ich sage euch, ich liebe den Sommer. Nur ein bisschen mehr nackter Arm hier oder kurzer Rock da bringen meine Jungs auf schleimigste Komplimenten-Hochtour!

7:30
Mein Wecker klingelt das erste Mal. Das heißt noch lange nicht, dass ich sofort aus dem Bett hüpfe – Das wird noch eine Weile dauern. Aber egal.
7:45
Ich sprinte in die Dusche, dusche erst zu heiß, dann zu kalt, dann renne ich zum Frühstückstisch. In 30 Minuten muss ich an der Uni sein, und ich habe noch nichts gegessen.
8:15
In allerletzter Minute treffe ich an der Uni ein. Repetitorium Sachenrecht, wir besprechen Herausgabeansprüche und Zurückbehaltungsrechte. Immerhin interessanter als besonderes Verwaltungsrecht. Meinem Professor macht es heute Spaß, eingeschlafene und zu redselige Studenten unverhofft mit komplizierten Fragen aus dem Eigentümer-Besitzer-Verhältnis zu konfrontieren. Das bedeutet höchste Aufmerksamkeit, aber ich halte durch und bleibe dran. Am Ende des Repetitoriums bin ich wieder zwei Kilogramm schlauer.
11:00
Nachdem gestern nicht nur mein Motherboard, sondern auch noch der Router in der WG durchgebrannt ist, drehe ich meine tägliche Blogtour heute vom Uni-Rechner aus. Das Franziskript hat einen neuen Film rezensiert, in Paderborn wurde eine Polizistin angefahren. Wenig neues.
12:00
Urheberrecht. Gleich noch mal drei Stunden der selbe Professor, diesmal zum Thema Statutory-, Single- und Collective Licensing. Wir lernen, wieso die Softwareschutzrichtlinie dämlich ist, und welche Auswirkungen das auf die Karierre der EU-Beamtin hatte, die diese Richtlinie entworfen hat. Wichtigste Erkenntnis aus der Vorlesung: Der zweite Korb der Urheberrechtsreform ist möglicherweise verfassungswidrig.
14:00
Ich sitze im Auto eben jenes Profs, wir fahren zum „Institut für Informationsrecht“, wo es eine Seminarvorbesprechung geben soll. Ich stand hinter einem Mädchen, das den Professor gefragt hat, ob er sie mitnehmen kann, und da hab ich mich dann dran gehängt. Wir reden über ein neues Gesetzgebungsprojekt mit China, das demnächst in Kooperation mit der Jura-Fakultät Münster ablaufen soll.
15:00
Das Seminar war nichts für mich. „Geschichte des Urheberrechts“ ist langweilig, zu viel Philosophie und zu wenig Praxisbezug für mich. Ich will lieber über Creative Commons und Open Source Software schreiben, aber das wiederum ist dem Prof zu wenig Geschichte. Fair enough.
15:30
Abgehetzt komme ich in der Rechtsanwaltskanzlei an, in der ich arbeite. Ein Mandant baut Schulden ab, mein Chef begleitet den Prozess juristisch. Es geht um beinahe eine Million Euro an Aktiva und Passiva, die ausgeglichen werden müssen, eine zehn Zentimeter dicke Akte muss durchgearbeitet werden. Viel Arbeit - wenig Zeit, sie zu erledigen.
17:30
Ich bin zurück im Institut. Nachdem „Geschichte des Urheberrechts“ mir nicht gefallen hat, hoffe ich auf ein nettes Thema im Seminar „Internetökonomie und Markenrecht“. Ich habe einen Termin beim Seminarleiter und versuche ihn zu überzeugen, mich über Creative Commons schreiben zu lassen. Er lässt mit sich reden, aber ich bin weiterhin unentschlossen.
18:15
Die eigentliche Seminarvorbesprechung findet statt. Ich entscheide mich nachher doch für ein anderes Thema: Es geht nun um die kartellrechtlichen Probleme der T-Online/Premiere-Kooperation. Das stellt mich vor zwei Probleme: Bis März nächsten Jahres muss ich Kartellrecht verstanden haben. Außerdem muss ich Skifahren lernen – das Seminar findet auf einer Alpenhütte statt.
19:00
Ich sitze in Adrians Wohnung und trinke Wasser. Wir kennen uns aus der Telekommunikationsrecht-Vorlesung und sind dabei, immer mehr Gemeinsamkeiten zu entdecken. Wir unterhalten uns über Netzpolitik, Rucksackreisen und die Arbeit als studentische Hilfskraft. Ich bemerke erst gegen 21:30, dass ich mich festgequatscht habe.
22:00
Seltsam, dass es um diese Zeit immer noch taghell ist. Ich habe einen Bärenhunger, als ich zu Hause ankomme, aber mich begrüßt nur der Duft einer gerade eben aufgegessenen Gyros-Pfanne. Verdammt. Immerhin hat einer meiner Mitbewohner Zwiebelmettwurst und Brot eingekauft, das ist beinahe genau so gut.
24:00
Gastbloggen verpflichtet. Außerdem war das schon ein Tag, von dem man erzählen kann, oder?

1. vorrunden-tipps abgeben
ich wette das erste mal in der firma mit! meine chancen den ganzen pott zu gewinnen stehen sehr hoch, weil ich ja keine ahnung von fußball habe und entsprechend wilde tipps abgebe. soweit zumindest meine persönliche theorie ;)

2. büro dekorieren
das war nicht meine typisch weibliche idee, sondern die meines völlig fußball-verrückten kollegen. und wir wollten auch nicht bis nach der wm warten, bis es alle wm-artikel mit 50% rabbatt gäbe, sondern eigentlich ab morgen rot-gelb-schwarz geschminkt oder zumindest gekleidet in die firma und in unser persönliches wm-büro kommen.

3. übertragungsorte herausfinden
es gibt ja viele orte, wo die wm übertragen wird. seien es großbild-leinwände outdoor oder typische kneipen-projektionen. das veranstaltungstechnisch verwöhnte auge sollte wissen, wo die beste qualität steht. und ebenfalls wichtig: rahmenprogramm und eintrittspreise prüfen! unter umständen ist es nämlich zuhause doch am schönsten…

4. verkehrssituation klären
grade rund um köln wurde praktisch jede existierende autobahn aufgerissen und sollte eigentlich bis morgen wieder befahrbar sein. dem wird zu 99%iger wahrscheinlichkeit nicht so sein und daher liegt jetzt in meinem auto der spielplan der wm, so dass ich nicht in verlegenheit komme, vor den spielen im kölner stadion im stau mit all den fans zu stehen.

5. alte kontakte pflegen
ja, in diesen tagen rufe ich sie an. all die ehemaligen kollegen oder freien techniker, die irgendwie mit der wm zu tun haben könnten. und während unseres gesprächs frage ich auch ganz dreist: kannst du mir denn einen ausweis für ein spiel (oder auch vip-übertragung) organisieren? und ganz ehrlich: so schlecht stehen die aktien dafür gar nicht! :-)

Vor längerer Zeit hat ein Lehrstuhl an der RWTH Aachen ein Gutachten über Medienkonvergenzen erstellt und daraus einen Vortrag entwickelt.
Vor zwei Wochen hat mein Professor an einer Tagung zum Thema teilgenommen und dabei den Vortrag gehört.
Vor einer Woche hat er das Thema in einer Vorlesung aufgegriffen und mir und meinen Komillitonen die Brisanz der Entwicklung erläutert.
Vor vier Tagen habe ich noch etwas recherchiert, aus dem Ganzen ein Feature gestrickt und das auf meinem Weblog veröffentlicht.
Vor zwei Tagen hat Mario Sixtus den Artikel entdeckt und ihn in seinem del.icio.us-Account gebookmarkt.
Und heute hat irgendjemand von der RWTH Aachen diesen Link entdeckt, ist ihm auf mein Blog gefolgt und hat sich den Artikel durchgelesen.

Wenn der mal nicht gemerkt hat, dass ich ihm da seine eigenen Informationen zurückverkauft habe. Wenn auch schön verpackt.

… habe ich mir vorhin gedacht, als ich in meinem alten Stadtviertel “meinen” ehemaligen Straßenkehrer traf.

Der fliegt bald für vier Wochen in die Türkei, 1500 Euro kostet der Flug für ihn, seine Frau und seinen Sohn. Da dorten werden sie 4000 Euro ausgeben, denn seine Schwägerin feiert Hochzeit. Dabei sei es üblich, daß die Verwandten der Braut jeweils einen Armreif schenken. Für 350 Euro hätte er einen gesehen, im Schmuckladen am Dom, und das sei bei Gott nicht wenig.

Normalerweise würde er nicht so viel Geld ausgeben, obwohl er als Verwandtschaft aus Deutschland schon einen Haufen Geschenk-Verpflichtungen habe. Deshalb sei er letztes Jahr nicht nach Hause zur Familie geflogen. Weil er sich zwar Flug und Unterkunft hätte leisten können, jedoch die Geschenke nicht.

Ansonsten hätte der Sohnemann einen Ausbildungsplatz als Dreher in Königsbrunn bekommen. Juchee! Somit werden das die letzten vier Wochen, die sie als Familie gemeinsam in Urlaub fahren werden. Ab dem nächsten Jahr sei der Sohn dann für sich alleine verantwortlich, finanziell.

Und dann war da noch der Chefredakteur des Magazins, für das ich nebenbei schreibe. Alles haben die studiert, sagte er vorhin über seine Kollegen, Theaterwissenschaft, Romanistik und was weiß ich noch alles. Aber schau sie an: was bringt es ihnen jetzt? Nichts, überhaupt nichts. Jetzt sitzen sie hier und machen denselben Job wie ich, der ich Verlagskaufmann gelernt habe.

Yep yep, habe ich mir schließlich gedacht, aber dafür schreibt keiner so leidenschaftlich wie Du über den jüngsten Aufstieg des lokalen Fußballvereins in die zweite Bundesliga. Und zu ihm gesagt: Studieren? Das würd’ ich auch nicht mehr so schnell. Zumindest nicht so unvorbereitet, so wenig beraten, so einfach reingeschmissen.

Sowohl der Fußballredakteur als auch der Straßenkehrer haben mir einiges voraus. Relaxt sein, seine Leidenschaft 100%ig in nur einen Job reinstecken und auch ohne Studium genügend Geld haben für Urlaub oder Fußballtickets.

(Jammerei, die erste)

6h30: der erste wecker reißt mich aus meinen träumen und wird umgehend abgeschaltet.
6h40: eine sanfte melodie aus meinem handy erinnert mich daran, aufstehen zu müssen.
6h50: bitte, nur noch zehn minuten liegen bleiben!!!

7h55: scheiße! in 35min muss ich bei der veranstaltung mit einem wichtigen kunden sein.
7h56: was war das noch mal für eine veranstaltung? hochkarätig. also schwarze hose, schwarze bluse, schwarzer blazer, flache schuhe.
7h59: mist, meine haare sehen unmöglich aus. schnell hochstecken, ein bisschen gel, fertig.
8h05: ungeschminkt nehm ich dankbar den kaffee meines bäckers in empfang.
8h25: stau!!! zeit, sich zu schminken und zu frühstücken.

8h55: guten morgen, frau f. schön, dass sie jetzt auch schon da sind. ich hatte sie eigentlich erst in einer halben stunde erwartet.

sorry, ich muss jetzt mal dampf ablassen:

ich hab ne kollegin, die mit zwei anderen unsere assistenz-mannschaft für fünf höhergestellte mitarbeiter darstellt. diese kollegin wird in zwei jahren fünfzig und ich habe eigentlich immer recht viel von ihr gehalten, weil sie sehr korrekt arbeitet. so langsam geht sie mir aber wirklich auf den sack! die frau entwickelt sich zur oberzicke und verpackt ihre lästereien und ihre unverständnis-bekundungen in fremdwort-bespickten, lautstarken äußerungen, um danach immer etwas zu hysterisch zu lachen.
gestern machte sie auf diese unverschämte art und weise einen technik-lehrling zur sau, weil er ein spültuch dreckig gemacht hatte. heute zickt sie mich an, weil ich ihr meinen vorgang entzogen und einer anderen kollegin gegeben habe, obwohl ich ihr freundlich erklärte, dass ich mit der anderen kollegin den insgesamt komplexen vorgang seit drei tagen bearbeite…

ätz-kuh, lass dich mal wieder so richtig durchnudeln und entspann’ dich!!!

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