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Diese Art von Stöckchen bei Nessy finde ich immer ganz interessant, weil ich darüber schon ein paar Bücher gelesen habe, auf die ich sonst gar nicht aufmerksam geworden wäre.

Die Anweisung…

1. Man greift sich das Buch, das in diesem Moment am nächsten liegt.
2. Schlägt die Seite 123 auf (wenn das Buch zu dünn ist, nimmt man das nächste, das mindestens 123 Seiten hat)
3. Man sucht den fünften Satz.

… und das Ergebnis, ein bißchen nach hinten erweitert:

“Eli was saying every word that you taught him! Do you suppose he really believes it all?”
Dad answered that only the Holy Spirit could tell. Eli was a lunatic, and a dangerous one, but a kind that you couldn’t put in an asylum, because he used the phrases of religion. He hadn’t wits enough to make up anything for himself, he had jist enough to see what could be done with the phrases Dad had given him; so now there was a new religion turned loose to plague the poor and ignorant, and the Almighty himself couldn’t stop it.

Aus Upton Sinclairs Oil!, dessen unter die Haut gehende Verfilmung mich so gefesselt hatte, daß ich das Buch dahinter zu lesen anfangen mußte.

Jetzt bin ich erst auf Seite 72 von über 500. Aber der Herr Sinclair, von dem ich noch gar nichts gelesen habe, bildet so eindrucksvoll und fast völkerkundlerisch dokumentierend mit viel Liebe zum Detail die Leute und ihr Gehabe, ihre Träume und Sehnsüchte aus den Anfängen der Ölförderung im südlichen Kalifornien ab, daß sich das stückweise Durchrangeln sicherlich lohnen wird.

(Wie zum Beispiel für die von ihm beschriebenen Schilder von und in Hotels: Dew Drop Inn oder Hurry Inn oder In God we Trust, All Others Cash oder We have an arrangement with our bank; the bank does not sell soup, and we do not cash checks oder Don’t complain about our coffee; some day you may be old and weak yourself… ach, ich könnt’ da ewig weitermachen… für so Sachen hab’ ich schon eine Schwäche… :) )

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Sorry für die lange Downzeit der Seite. Die Umstellung unserer Konten haben wir noch nicht ganz abgeschlossen, so daß nicht rechtzeitig genügend Geld für die für 2008 fällige Abbuchung auf dem dt. Konto war.

Das sind so die kleinen Dinge, die man bei einem Auslandsumzug nicht vergessen sollte ;)

Und naturgemäß zeigt unser Counter jetzt an, daß wir im Schnitt null Besucher pro Tag auf der Seite haben. Da schluckt man natürlich schon mal, gell :D

Soweit ich jedoch weiß, hat die E-Heldin fleißig offline weitergeschrieben - und wird demnächst einiges zu erzählen haben!

Diesen Blog aus Finnland verfolge ich momentan angeregt, da hier ein deutscher Reporter zusammen mit der gerade frisch gekündigten Nokia-Mitarbeiterin Diana nach Espoo geflogen ist, um die Konzernchefs mal nach den Gründen der Schließung des Bochumer Werks zu befragen.

Yippie, auch bei mir hat er ins Briefkastenfensterchen reingeschaut, der Wichtelbote! Und das schon vor ein paar Tagen, wie ich entschuldigend erzählen muß, entschuldigend, weil seit Dienstag nämlich verwandtschaftlicher Besuch von über dem großen Teich in unsere Wohnung geschneit ist, der ein bißchen mehr unterhalten werden will als ein Blog. ;)

Ay, liebe Ay!

Vielen Dank für Deinen netten, ausführlichen Brief!

Nach dem Lesen hatte ich das Gefühl, ich wäre eben mit einer Tasse Tee auf ein anregendes, lustiges Pläuschchen mit Dir zusammengesessen. Das mich an vielen Stellen kichernd und rundum sehr beeindruckt zurückgelassen hat.

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Ich kann’s nicht erwarten, mir den Film anzusehen (der schon seit Ewigkeiten auf meiner “Den-muß-ich-mir-auch-endlich-mal-ansehen”-Liste steht).

Und frage mich schon seit ein paar Tagen, ob ich es wagen kann, ihn nun mit oder ohne Schwiegerverwandtschaft in spe anzuschauen… :)

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Soweit ebenfalls bewichtelt wurden:

Flo, Simon, die E-Heldin, der Provinzblogger, Ay und Mimo.

Bin gespannt, was die anderen noch schreiben werden.

Eigentlich dachte ich ja, dass mich mein Päckchen gar nicht mehr vor den Weihnachtstagen erreichen würde, weil ich diese Zeilen ja schon im heimatlichen Augsburg formuliere. Aber tatsächlich schon am Mittwochabend stand da etwas an meiner Wohnungstür und ließ das Herzchen höher springen! Geschenke sind halt einfach was Tolles!!

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Schnell ins Wohnzimmer, dann ein paar weihnachtliche Kerzen angezündet und weiter ging das Auspackritual:

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Und was war es, was mich dann aus dem Päckchen anlachte? Ja, eine LED-Leselampe! Die macht aber auch ein hammer helles Licht, lieber Flo! Dankeschön!!! Und, ja, ich lese gern ;) Du auch, oder warum ist das typisch für dich??

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Simon macht sich auf seinem Blog Gedanken zu Weblogs und der Qualität ihrer jeweiligen Kommentare.

Während auf bestimmten Blogs größtenteils kritische Kommentare hinterlassen werden, gibt es auch Weblogs, auf denen sachlich diskutiert oder einfach nur schwadroniert wird.

Einer meiner liebsten Schwadronier-Salons in diesem Sinne ist das Café der Nessy. Dort werden oft in solch atemberaubender Geschwindigkeit Bemerkungen, Anekdötchen, Weisheiten und Assoziationen ausgetauscht, daß ich manchmal mit dem Lesen geschweige denn Schreiben gar nicht mitkomme. (Und die Cafébetreiberin hat daran ganz großen Anteil. Undermüdlich findet sie zu jedem Kommentar eine Bemerkung - und ich weiß gar nicht, woher sie die Zeit dafür nimmt ;) )

Dann lehne ich mich ganz cafélike gemütlich zurück und gucke dem Treiben amüsiert von ferne zu.

Zur Qualität, Dynamik und Typen von Kommentaren haben sich sicher schon mehrere Leute Gedanken gemacht.

Und wie wäre es denn, wenn sich all die Kommentatoren plötzlich in einem wirklichen Raum miteinander befänden und ihre Bemerkungen austauschten?

Bei YouTube gibt es dazu zwei lustige Filmchen: das Arbeitstreffen der Internet-Kommentatoren.

Jö, jetzt hat’s auch uns erwischt.

Gestern morgen beim Aufrufen unserer Seite wundere ich mich im ersten Moment, warum unser Blogroll plötzlich so lang ist. Ein genauerer Blick ließ mir die Spucke wegbleiben:

blogrollspam1.jpg blogrollspam2.jpg blogrollspam3.jpg

Klasse, hm? Offensichtlich hat unsere Wordpress-Version eine Schwachstelle, bei der das “wp-admin/link.php?-Skript nicht die Rechte eines Benutzers checkt, bevor es einen neuen Blogroll-Link zuläßt.

Soll heißen: Irgendein, in unserem Fall: rumänischer Arsch (Um sowas rauszukriegen, hat man einen Lieblingsmann, der als computer guy sein Leben fristet seine Berufung gefunden hat… ;) ), sitzt da draußen am Rechner und kann auf Sistaweb seine Links in unsere Blogroll einfügen!

Mehr dazu und die Lösung des Problems gibt es bei Blogsecurity.

Da fühlt sich sistaweb aber schon ein bisschen auf den Schlips getreten, lieber Horst Thieme und Jan-Peter Kuntoff, wenn bei Augsburg schreibt die Nachbarblogs mit “Helden” betitelt werden, aber die Heldinnen fehlen…

Oder liegts daran, dass wir Mädels momentan zu ruhig geworden sind?
Oh, Heimat, was bist du nur so weit weg…?!

Weil ich heute irgendwie das Gefühl habe, von mir würde erwartet, daß ich etwas Weises poste… was ja bekanntlich mit dem Alter kommt… also die Weisheit, nicht das Posten… Bitte sehr:

(via YouBitch)

Ein paar Tage waren wir offline, vielleicht habt ihr gemerkt. Der neue Server ist da, bei einem neuen Provider, und Server4You ist bald nichts mehr als eine schlechte Errinerung. Was die in zwei Wochen nicht lösen könnten hat irgendwelcher random Typ aus Server Support Forum, was eigentlich nichts mit S4Y zu tun hat, in 13 minuten gefixt.

Also, als Admin muss ich mich für den Ausfall entschüldigen. Jetzt: Los Sistas! On with the show!

(PS: Komments von gestern wurden beim Umzug überschrieben – nein, Kayfea, du warst leider nicht “First Post”. Sorry.)

Technorati Tags: ,

Danke, liebe Waltraut, und danke, liebe Nici: Hätte ich Eure Pingbacks nicht gesehen, hätte ich glatt vergessen, wieder eine Ich-bin-so-nett-und-kommentier’-hier-mal-Woche auszurufen!

Vor einem Jahr habe ich zum ersten Mal davon gehört, von der International De-Lurking Week, die 011207_delurking.jpgvermutlich von dieser Dame ins Leben gerufen wurde.

Dabei geht es darum, daß man auf Blogs, die man den Tag über so liest, einfach mal einen Kommentar hinterläßt - um zu zeigen, wie sehr man die Arbeit des Bloggers schätzt… was man gerne mag auf dem Weblog… wie man ihn gefunden hat… wie lange man ihn schon liest…

Vielleicht aber auch einfach nur den Titel seines Lieblingsbuches aufschreibt… kommentiert, was einem zum Wort heuer einfällt… jedenfalls jedoch einen de-lurking-Kommentar hinterläßt… weil das schlank macht!!!

Ok, nein, das stimmt natürlich nicht… 011207_delurkalien.png daß hier jemand dick wäre, nein… ist ja keiner von Euch…

Aber ich freu’ mich drauf zu wissen, wer hier von wo aus eigentlich so mitliest, denn was die Referrer mir so erzählen, ist ja nur die eine, virtuelle Hälfte der Geschichte!

Diese einmalige Gelegenheit könnt Ihr nun nutzen, um in der Sistaweb De-Lurking Week vom 15. - 20. Januar 2007 schwupsdiwups einen Kommentar zu hinterlassen, dem ganz besondere Achtung zuteil werden wird! :-D

Schee war’s. Und betrunken samma. Und die A-Heldin macht grad noch Schupfnudeln gegen den Saufhunger ;)
Frohe Weihnachten ihr Lieben!

Lieber Volker,

danke für das schöne Wichtelgeschenk. Leider konnte ich es nicht persönlich öffnen, da ich schon seit gestern in Augsburg bin. Das hat dann mein Herzmännelein für mich übernommen, weil ich natürlich vor Aufregung und Vorfreude schier geplatzt bin. Und er hat mir geschildert, was alles drin war in dem Päckchen. Danke, danke, danke! Ich freu mich riesig, wenn ich die Bilder in sechs Tagen selbst sehen kann!

Frohe Weihnachten!
E-Heldin

Mannomann… vor zehn Jahren wäre mir nicht im Traum eingefallen, daß ich einmal an einem für die Jahreszeit viel zu warmen Novembermorgen wach liegen würde… den Laptop im Bett… und zusammen mit einem pensionierten Anwalt aus New Jersey einen Ex-Marine aus Tennessee auf den Arm nehmen würde - live, mit Ton und in Farbe, eine Stunde lang!

Zwar eine virtuelle Art der Begegnung… doch dahinter stehen immer noch weltoffene, abenteuerlustige Menschen mit ähnlichen Interesse an Austausch, Spaß und Neuem… Sehr cool, sehr cool…

Great meeting you again, Jimbo & Eric! Let’s do this again some time soon, guys, so I can improve my English ;)

1122_birthdaycake.jpg

(The Birthday Cake von Beryl Cook)

Mit Kuchen for da Ladies, Kuchen for da Gents. Und hier geht’s zur Kuchenauswahl für die Technik-Freak-Leser!

Eben wieder einmal die Sistaweb-Referrer gecheckt - und ein ganz besonderes Schmankerl entdeckt. So viel sei gleich vorweg verraten: Die Suchanfrage gewinnt ihren ungewöhnlichen Charakter aufgrund der Domain des Suchers. Wie immer eigentlich. Aber das ganze gleich zweimal innerhalb von 60 Minuten! (more…)

Vorhin zum ersten Mal eine Stellenanzeige gesehen, die explizit nach einem Blogger verlangt. Wieviel Erfolg die haben werden beim Aufbau von World’s Largest Online Futbol Community? Haha.. :)

Ansonsten anbei der ganze Text. Weil’s einiges zum Schmunzeln und Stirnrunzeln gibt:

Writer / Blogger / Editor – Interactive Journalist

$45,000 – $75,000

(Depending on performance)

We are a new ecommerce company, building the World’s Largest Online Futbol Community. The principle focus of our website is blogging and we need an individual to manage the entire division. This should be someone who is tech savvy, regularly posts futboll blogs, and is looking to turn their passion into a lucrative career.

Duties:

* Recruit and oversee 10 – 20 staff bloggers worldwide and dozens of freelance bloggers
* Edit blogs for content and quality
* Initiate contests and specific marketing promotions on our website aimed at attracting bloggers and traffic
* Potentially create similar teams for video, podcasts, and photos as we expand

Qualifications:

· MUST be fanatically passionate about futball

· Journalism experience

· Able to build and managing an army of bloggers

· Fluent in multiple languages

· Flexible to travel and work long hours

· Never worked for the New York Times

· Accept Zinedine Zidane as a Golden God

· COMMUNITY FIRST

Please email your Resume, sample blog, and detailed plan of action for this division: how to maximize international exposure, gain fifty million registered bloggers, and what to do after this goal is achieved: employmentopportunities@oleole.com . Be creative and have fun!

Bis zum 28. September ist die 40jährige Geschäftsfrau noch im All. Nach den US-Bürgern Dennis Tito und Gregory Olson sowie dem Südafrikaner Mark Shuttleworth ist Ansari der vierte Mensch, der selbst für einen Weltraumflug bezahlt - und die erste Frau (Quelle).

Das besondere an ihrem Aufenthalt: sie bloggt regelmäßig und stellt auch Photos online!

Über die Hygiene an Bord (aus einem Eintrag vom 25. September):

Well my friends, I must admit keeping good hygiene in space is not easy! There is no shower or faucet with running water. Water does not “flow? here, it “floats? ;-) — which makes it a challenging act to clean yourself. So what do people do up here, specially the ones staying for six months at a time…? They improvise!

There are wet towels, wet wipes and dry towels that are used for cleaning yourself. Usually each person gets a wet towel a day and couple of dry ones. Each person has a personal hygiene kit where they keep their stuff like toothbrush, shaving kit, creams , etc. I got Dice-K’s kit so it had a razor and lots of shaving cream, but no makeup ;-)

Now brushing your teeth in space is another joy. You cannot rinse your mouth and spit after brushing, so you end up rinsing and swallowing. Astronauts call it the fresh mint effect :)

The most interesting experience — or I should call it experiment — is washing your hair. Now I know why people keep their hair short in space. You basically take a water bag and slowly make a huge water bubble over your head and then Very Very Gently, using a dry shampoo, you wash your hair. At the slightest sudden movement, little water bubbles start floating everywhere. (…)

Vor ca. drei Stunden versuchte ein Autofahrer stadtauswärts auf der vierspurigen Kulturvorstadts-Hauptstraße zu wenden. Wie schon so viele vor ihm ignorierte er kurz vor dem Jakobertor gekonnt die durchgezogene weiße Linie, die den Straßenbahn- und Busfahrbereich markiert. Offensichtlich hatte er auf der vielbefahrenen Straße nur darauf geachtet, daß die gegenüberliegende, durch den Straßenbahn- und Busverkehr getrennte Fahrbahn, frei ist und übersah deshalb eine von hinten kommende Straßenbahn, die ihn massiv an der linken Autoseite erwischte.

Jemanden massiv an der linken Autoseite erwischen ist ein Ausdruck, der für einen journalistisch aufbereiteten Unfallbericht sicherlich selten in Betracht gezogen wird. Ebenso wie die Zeitangabe vor ca. drei Stunden zeichnen die fehlenden Angaben zu Marke und Farbe des Autos, genauere Informationen zum Fahrer und der überflüssige Hinweis wie schon so viele vor ihm einen typischen Blog-Eintrag aus, wie er im Sinne des Bürgerjournalismus heutzutage zigmal zu lesen ist.

Auf der anderen Seite ist ein Bürgerjournalist aber auch dazu fähig, zwei handtellergroße Dellen auf der Motorhaube des weißen VW Passats oder Jettas zu reportieren, kleinere Plastikteile auf der Straße, die von der ansonsten wenig in Mitleidenschaft gezogenen Straßenbahn stammen könnten, und schließlich den weiteren Verlauf des Unfalls: daß nämlich neben den Dutzenden von Rubberneckern ein zufällig vorbeifahrender ADAC-Wagen der erste Professionelle am Unfallort war, daß desweiteren ein Feuerwehraufgebot mit unglaublichen drei Löschwägen und zwei bis vier kleineren Wägen vorfuhr, daß außerdem endlich ein Krankenwagen eintraf, dem nur noch ein Polizist auf einem Motorrad, zwei Notarztwägen, zwei Autos der städtischen Verkehrsbetriebe und ein weiterer Krankenwagen-Nachzügler folgten.

Mit dem nächsten Abschnitt kommen wir dann jedoch zu dem Punkt, der bisher und meines Erachtens auch weiterhin den professionellen vom Bürger-Journalisten unterscheiden wird:

Während in diesem Falle yours truly - so einfältig es auch klingen mag - vom Fenster aus eine unerwartet abwechslungsreiche Nachmittagsunterhaltung hatte, kam die lokale Photoredakteurin fünfzehn Minuten zu spät: und hatte Kraft ihres Berufes die Möglichkeit, zum mittlerweile gut abgeriegelten Unfallort vorzudringen, um den beteiligten Rettungsmanschaften Fragen nach dem Namen des Verunglückten, körperlichen Auswirkungen und Einschätzungen zum Krankheitsverlauf zu stellen. Als einfacher Bürgerjournalist, der einen privaten Weblog führt, hat man kaum einen Chance, so weit vorzudringen, um scheinbar relevante Informationen zu erfassen.

Auf der anderen Seite sieht es aber doch so aus: Will der Leser unbedingt wissen, daß der türkisch aussehende Fahrer so Ende dreißig gewesen sein mochte, daß er auf dem Heimweg zu seiner fünfköpfigen Familie vergessen hatte, die drei Pfund Couscous mitzubringen und deshalb nochmal umgedreht war? Daß der einsatzleitende Feuerwehrkommandant, 52, mit Namen sowieso ebendrum den enormen Löschzug damit begründete, daß für Straßenbahn, Auto und umliegende Läden Feuergefahr bestanden hätte? Und daß das keine Seltenheit ist, hier an dieser Stelle, daß sie schon x-mal zu Einsätzen dieser Art ausgerückt wären?

Als jemand, der zufällig am Fenster saß und die ganze Sache auf Photo und Film festgehalten hat, weiß ich von all dem nichts. Aber ich weiß, daß der Mann nicht lebensgefährlich verletzt zu sein schien, obwohl er bis zum Eintreffen des Krankenwagens im Auto geblieben war. Nachdem er eine Infusion, einen Kopfverband und eine Halskrause bekommen hatte, nachdem er schließlich von der Öffentlichkeit mit einem Tuch abgeschirmt auf die mit einer körperstabilisierenden Unterlage belegten Bahre gehoben und zum Notarztwagen gefahren wurde. Nach all dem hatte der Wagen gar keine Eile, mit dem Mann ins Krankenhaus zu kommen, sondern stand so lange vor Ort, bis offensichtlich alle Formalitäten geklärt waren und sich auch ein Mann fand, der ihn zum Krankenhaus begleitete.

Was ich jedoch weiß, ist daß Photos Bände sprechen können. Und daß Bilder oftmals genau deshalb viel mehr aussagen können, als detailliert recherchierte Umstände. Vor allem dann, wenn sie zeitnah erscheinen - und nicht erst am nächsten Tag.

Deshalb bin ich sehr gespannt, wie der entsprechende Artikel in der morgigen Tageszeitung aussehen wird: mit einer fünfzehn Minuten zu spät erschienen Photographin und schätzungsweise im Nachhinein recherchierten Detail-Informationen.

Noch eine Bemerkung, um die Qualität dieses Blog-Eintrages zu unterstreichen: Der Notarztmann mit der Brille. Mit dem würde ich schon mal ein Tässchen Tee trinken gehen.

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Noch zwei Tage.

Schöhön! Der Provinzblogger Sepp 1 scheint’s am Sonntag zur WCA zu schaffen!! Dann werden wir voraussichtlich 12 Leute sein… oder? Oder gebt Ihr Euren Bodyguards da frei?

(Dich ins Logo einzubauen,bekomm’ ich leider nicht mehr hin… sorry… Ich steh’ im Moment ja auch so auf’s Drinnensitzen und Lernen respektive Schreiben… ;) Update 22.07. : Photoshoppen kann so entspannend sein… )

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