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Knapp ein Jahr nach der Wiedereröffnung des renovierten Südbads in Neuss stellte sich das Bad erstmals dem sonnigen Pfingsansturm. Wo nun alle Hand in Hand arbeiten und die offenen Mängel behoben wurde, gibt’s jetzt eine aktualisiertes Testergebnis.

Preis: (hat sich leider nicht geändert) Tagesticket 7,00 €, 2 Stundenticket 4,00 €

Schwimmmöglichkeiten: Das auffahrbare Glasdach über dem Freizeitbecken (25m) und einem Kinderplantschbereich ist ein echter Knaller! Somit verteilen sich die vielen Sommer-Besucher auf das Außen-Sportbecken und den innergelegenen Freizeitbereich. Dass das Südbad in Neuss momentan das einzig Outdoortaugliche ist, merkt man an dem übermäßigen Andrang, der sich natürlich auch auf den Liegewiesen tummelt.

Wellness- und Spaßfaktor: Noch immer für Spaßig befunden ist die Wasserrutsche mit Zeitmessung und Tagesrekord-Anzeige, die kleine Wettkämpfe unter Freunden zum Event machen! Außerdem gibt es im Freizeitbereich besagtes Klettergerüst, wo man ein bisschen Superheld spielen kann und später ermüdet ins Wasser plumst. Im Außenbereich kann man sich in wohltemparierten Becken von allen Seiten mit Massegedüsen berieseln und bespritzen lassen. Die Kleinsten kommen in zwei hübschen bunten Kinderbecken auf ihre Kosten. Außerdem einmalig in Neuss: Der 10m hohe Sprungturm im Außenbereich zum Arschbomben-Training.

Verpflegung: Hier hat sich am meisten getan! Es gibt zwei Gastrobereiche, wo von A wie Apfelsaftschorle bis Z wie ziemlich leckere Pommes alles für den kleinen Hunger zwischendurch käuflich zu erwerben ist.

Mängel: Leider hat sich am Preis nichts geändert. Daher: Das gefühlte Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt für einige Stunden Aufenthalt keinesfalls. Die Freundlichkeit der Mitarbeiter hat sich stark gebessert, wobei das Südbad sicher noch immer keinen Service-Oskar verdient hätte.
Schade ist auch, dass es noch immer keine Handtuch-Halter in den Duschen gibt.

Fazit: Ohne Alternativen hat man’s in Neuss nicht leicht. Doch nach den Anlaufschwierigkeiten hat sich das Südbad als hübsches Erlebnisbad entwickelt, dessen Besuch sich lohnt. (Die Hoffnung auf Preiskorrekturen haben wir jetzt mal aufgegeben…)

Preis: 3,50 €

Schwimmmöglichkeiten: Das Sportbecken mit 50 mal 21 Meter ist groß genug, um seine Bahnen zu ziehen. Da das Stadtbad aber nicht nur Sport- sondern auch Wellenbad ist, muss man sich halbstündig auf den 5minütigen Wellengang einstellen (mit zelebriertem Wasser raus- und wieder reinpumpen). Für die Kleinen gibt’s ein Plantschbecken mit kleiner Rutsche.

Wellness- und Spaßfaktor: Wer auf Wellen steht, kommt in dem großen Becken voll auf seine Kosten. Außerdem gibt es zur Entspannung ein Suhlbecken (34 Grad Wassertemparatur) und einen weiterne Pool mit kleinem “Wasserfall” und Sprudelspaß. Für die Sportler steht ein Fitnessraum zur Verfügung, den man für 3,00 € Aufschlag mitnutzen kann. Der Sitz-/Liegebereich geht entlang des Panormafensters und manchmal kommt man sich dabei vor, wie im Schaufenster, vor dem die Spanner lungern…
Positiv aufgefallen: Das Personal ist freundlich, hilfsbereit und aufgeschlossen!

Verpflegung: Vom Badebereich aus geht’s zu einer räumlich abgetrennten Bar mit üblichen Snacks, Getränken und Eis zu normalen Preisen.

Mängel: Vor ein paar Jahren gab es noch Anti-Fußpilz-Duschen. Die waren heute nicht mehr auffindbar. Die Duschen und Umkleiden sind zweckmäßig ausgestattet, aber veraltet und leider schlecht gepflegt (Hygiene?).

Fazit: Das Neusser Stadtbad ist keinstenfalls modern, aber funktional. Wer regelmäßig früh morgens oder abends einfach nur seine Bahnen in zentraler Neusser Lage ziehen möchte (bevor die Wellenzeiten losgehen), kann das hier ganz gut. Dass der günstige Preis nicht das angenehmste Publikum anzieht, sollte hier vielleicht am Rande erwähnt werden, doch auch das trifft man weder früh morgens noch spät abends…

Preis: Tagesticket 5,70 €, mit Mehrfachkarte 4,30 €

Schwimmmöglichkeiten: Im Innenbereich wartet das Mediterana mit einem Sportbecken (25m, 1m- und 3m-Sprungturm) und einem Lehrschwimmbecken (7×7m) auf, in denen man immer eine freie Bahn für sich findet. Das beheizte Außenbecken hat eine Länge von 12m, ist allerdings mit 1,50m Tiefe recht flach zum Schwimmen.

Wellness- und Spaßfaktor: Das Schwimmbad ist einfach zum Wohlfühlen. Schon die Aromen im Eingangsbereich und die hochwertigen und sauberen Umkleiden stimmen auf einen angenehmen Besuch ein. Für die Kleinen gibt es ein Babybecken mit Rutsche; für die Großen zwei Whirlpools mit 34 Grad Wassertemparatur. Der schöne Ausblick aus dem Panoramafenster ist hierbei hervorzuheben. Unterhalb des Außenschwimmerbeckens befindet sich ein großes Wellenbad mit 30m Länge. Dort ist im Halbstundentakt Wellenspaß angesagt!
Eigentlich ist das Mediterana für seine Saunalandschaft bekannt, für das man natürlich auch ein separates oder auch Kombiticket kaufen kann (aber wir sind ja hier im Schwimmbad-Test).

Verpflegung: Die üblichen Snacks gibts in einem kleinen Bistrobereich. Außerdem gehört ein Gourmet-Restaurant mit zum Haus.

Mängel: keine.

Fazit: Dieses Schwimmbad ist nicht nur sauber und großzügig sondern auch noch richtig schön und hat freundliches Personal. Da zahlt man den etwas teureren Eintritt doch gern und entspannt nach dem Training im Whirlpool!

Preis: Tagesticket 7,00 €, 2 Stundenticket 4,00 €

Schwimmmöglichkeiten: Um das Indoor-Schwimmbecken mit 25m Länge und auffahrbarem Glasdach (!) auch einmal vernünftig nutzen zu können, darf man erst ab 20h auftauchen und selbst dann sollte man sich vorher informiert haben, ob die Wasseraerobik-Gruppe trainiert und mit Wellenschlag und Hüpfmusik den Badegast nervt. Der Freizeitbereich mit kleinem Außenbecken lädt zum Entspannen und Plantschen ein.
Für Sportler steht im Außenbereich ein 50m Becken zur Verfügung, das auch genug Platz zum Trainieren bietet.

Wellness- und Spaßfaktor: Toll ist die Wasserrutsche mit Zeitmessung und Tagesrekord-Anzeige, die kleine Wettkämpfe unter Freunden zum Event machen! Außerdem gibt es ein Klettergerüst, wo man ein bisschen Superheld spielen kann und später ermüdet ins Wasser plumst. Im Außenbereich kann man sich in wohltemparierten Becken von allen Seiten mit Massegedüsen berieseln und bespritzen lassen. Die Kleinsten kommen in zwei hübschen bunten Kinderbecken auf ihre Kosten (bei meinem Besuch waren diese allerdings abgesperrt). Außerdem einmalig in Neuss: Der 10m hohe Sprungturm im Außenbereich.

Verpflegung: Laut Internetseite gibt es wohl zwei Gastrobereiche, wobei zu meinem Besuch ebenfalls weder Kaffee noch Pommes zu bekommen waren.

Mängel: Das gefühlte Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt in dem neuen Südbad nicht. Als Tagesausflug ist es sicherlich in Ordnung, allerdings nur dann, wenn auch alle Becken zur Verfügung stehen! Richtig negativ aufgestoßen sind mir die nicht vorhandenen Handtuch-Halter in den Duschen. Soll man nackig durch die gemischte Umkleide oder alternativ im Badebereich zu seiner nächsten Handtuchablage laufen??
Und beinahe hätte ich die unfreundliche Kassenfrau vergessen, die ganz schön unverschämt auf meine Nachfragen zum Tarif reagierte!

Fazit: Das Südbad ist ein hübsches Erlebnisbad, das aber durch den hohen Preis für die Stundennutzung abschreckt. Wären die Mängel beseitigt und ein Abendtarif eingeführt, wäre ich - schon wegen der räumlichen Nähe zu meiner Wohnung - gern öfter dort.

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Inspiriert von Franzi. Bei ihr gibt’s die Freibäder im Test: Allwetterbad (Düsseldorf) und Strandbad Lörick (Düsseldorf)

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