so, I'm a dumbass


Da will ich also heute nen Kunden besuchen. Ganz klassisch mit Weihnachtskleinigkeiten im Kofferraum. Die Adresse ist schnell ins Navi getippt und ich lasse mich gedankenverloren von meiner sympathischen Engländerin, mit der ich mich mittlerweile angefreundet habe, quer durch die Kölner City lotsen.

15 Minuten später: “Your destination is on the left.”

Ich muss laut loslachen. Denn links von mir ist nicht der erwartete Agenturbürokomplex sondern das berühmt-berüchtigte Pascha!

Seht Ihr das? So sieht das aus.

Wenn man sich köstlich darüber amüsiert, daß der Postmann eben in kurzen Hosen seine morgendliche Runde gedreht hat - OBWOHL ES NUR FÜNF GRAD HAT… und Frost über Nacht… aber eben die Sonne vom blauen Himmel strahlt…

Und man kichernd die Kamera aus dem Fenster gehalten hat, um dieses Wagnis im Dezember festzuhalten…

… weil hier, hier ist das ganz gleich, wie kalt es ist: Sobald die Sonne scheint, ist kniefrei angesagt…

Ja, aber jetzt nochmal zurück… weil nämlich: Habt Ihr das gesehen?

So sieht das aus… hier!

Wenn man vor lauter albernem Gekichere vergißt, daß die Speicherkarte nach dem letzten Bilderrunterladen noch gar nicht wieder in der Kamera sitzt…

… aber dieses kniefrei hier… so wahnsinnig komisch aussah…

Genau so.

Örks.

Wie oft seid Ihr in Eurem Leben eigentlich beim Photographen gewesen? Bei mir kann ich das an einer Hand abzählen - die jährlichen Photosessions in Schule und Kindergarten mal ausgenommen - und dann komme ich vor allem auf die vier Male, die scheinbar wirklich bedeutsam waren: Einmal das Photo für den Kinderausweis, dasjenige für den Schulübertritt, dann das für den ersten Personalausweis und schließlich das für den Führerschein.

Waren die ersten drei Aufnahmen einigermaßen passabel, so geschah es mit der vierten, daß ich mein vollstes Vertrauen in das Marketing-Handwerk zu setzen lernte, das in das Photographen-Handwerk jedoch vollkommen verlor. Grund dafür war die Tatsache, daß es der Knipser verstand, mir ein derart verkorkstes Photo meiner selbst zu verkaufen, auf dem alles, allem voran aber meine Nase, total frontal rüberkam. Wenn ich das hier mal so beschreiben darf. Als Bewerbungsphoto für einen Boxerfilm 150-prozentig geeignet, allem anderen wichtigen in meinem Leben aber bei weitem nicht gerecht werdend, hole ich dieses Stück Marketingglück nur unter verschärften Wettbewerbsbedingungen hervor; wie wahrscheinlich die meisten von Euch auch. (Nämlich nach vier Bier und einer kneipentypischen Aussage wie Wetten, daß mein Führerscheinbild beschissener als Deins aussieht?)

All dies ging mir durch den Kopf, als ich vor ein paar Tagen für ein weiteres wichtiges Photo beim besten Photographen meiner gesamten Photokarriere saß (der während der Session so loungige Musik aufgelegt hatte, daß es mir ganz schummrig in den Knien wurde), vor allem aber eines: Würde man auf dem Photo merken, daß mir ein Drittel der unteren Wimpern an meinem rechten Auge fehlen?

(more…)

Weil die Lasagne und der Nusszopf so gut geworden sind… und man sich deshalb den Bauch voll wie lange nicht mehr geschlagen hat (Oh, und die Kindheitserinnerungen dabei! In der Speis jedes Wochenende auf der Suche nach dem heiligen Gral, der riesigen türkisen Tupper-Schüssel, die ab Samstag immer voll mit einem Hefezopf oder Rohrnudeln war!)… Freitag Abend also, schreiben wir einfach Klartext, zwischen 23h und 2.52h fast vier Stunden auf dem Sofa pennen… nee nee… man ist auch nicht mehr so jung, wie man’s mal war… autsch, wie peinlich…
Rube hat übrigens Photos… nee, von dem Nusszopf, nicht von mir… wär’ im Moment kein schöner Anblick…

eXTReMe Tracker