non smoking area


Es tut mir leid. Und ich habe ein schlechtes Gewissen.

Am 21. Juni 2008, einen Tag nach meinem ersten 10km Wettkampflauf, habe ich so gegen 18h eine Zigarette geraucht. Im weiteren Verlauf des Abends wurden es sicher zwanzig Stück, die ich mir bei meinen erstaunten Raucherfreunden als “schöner Anlass Kippen” zusammengeschnorrt und genüsslich gequarzt habe.

Rund zwei Wochen später, am 04. Juli 2008 (pünktlich zur Einführung des Nichtrauchergesetzes in NRW und nach über 1,5 Jahren Abstinenz), habe ich mir wieder eine Schachtel Zigaretten gekauft und seit diesem Tag in unregelmäßiger Regelmäßigkeit, mit und ohne Alkohol, drinnen und draußen, im Stress und in entspannten Situationen, geraucht.

Ich habe diesen Ausflug in die alten Verhaltensweisen geliebt, gehasst, genossen und verdrängt. Und mit jedem Tag (more…)

Ich war vor einiger Zeit mit nem Kerl essen. Richtig schick beim Sushi-Mann in Düsseldorf. Soweit so nett. Doch kaum waren die letzten Nigiris und Makis vom Teller im Mund verschwunden, stand mein Gegenüber auf, packte sich seine Jacke und ging breit grinsend und mit einer völligen Selbstverständlichkeit Rauchen! Er ließ mich original ohne Vorwarnung an meinem Nichtrauchertischchen allein sitzen!

Als Ex-Süchtige empfinde ich dieses Verhalten als unverschämt und war völlig entsetzt! Darüber hinaus hatte ich noch nichtmal eine Zeitschrift zur Hand, die mir die Wartezeit über den Konsum von zwei Kippen (weil: wenn man schonmal bibbernd vor der Tür steht…!) versüßt hätte, noch war ich in Stimmung, mein ausgeschaltetes Telefon aus der Tasche zu kramen, um eventuell eingehende Nachrichten zu beantworten.

Ab sofort Note an mich selbst:
Vor Restaurantbesuchen mit Süchtigen Shopping-Stopp am Zeitschriftenladen meines Vertrauens!

Rauchfrei-Tage: 464
Ersparnis: ca. 1.856€

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Ehrenrettung: Beim zweiten Restaurantbesuch hat er ganze vier Stunden ohne Zigaretten ausgehalten! “Ich wäre auch gern so stark wie du!” Geht doch ;)

(…)Ich ticke immer noch im Kumpelsstil, zwei Sixpack von der Tankstelle und wir erzählen uns einen Abend lang von Frauen, Affären und sexuellen Abenteuern. Ich denke einfach nicht dran, dass sie ja alle nicht mehr alleine unterwegs sind (und sein können oder wollen). Obwohl alle ihre Frauen wirklich tolle Frauen sind und ich sie wirklich gerne mag. (…) -> ganzer Text bei Bandini

Ich kenne auch fast keine Singles mehr. Bei vielen Männlichen denke ich auch im Traum nicht dran, etwas an dieser Situation ändern zu wollen. Die Singles im Freundeskreis sterben genauso schnell aus wie die Raucher. Die einen hinterlassen in ihrem Alltag grauen Qualm und dreckige Kippen, die anderen vielleicht süße Erinnerungen oder gar gebrochene Herzen.

Und irgendwann räumen sie die sauber gewischten Aschenbecher neben die Ex-Erinnerungskiste in die Abstellkammer, um dann zufrieden das Bild der eigenen Familie zu bewundern.

Mein einjähriges Rauchfrei-Jubiläum vergangenen November hab ich doch tatsächlich verpennt! Unglaublich, dass Zigaretten in meinem Alltag so strikt verbannt worden sind, dass ich einfach nicht mehr drüber nachdenke, wie lange und warum und auf welchem Weg ich zum Neu-Nichtraucher geworden bin.

Ich genieße jedes rauchfreie Café und Restaurant, das ich entdecke, so wie es auch jeder andere Nichtraucher tun würde. Und ich fühle mich unwohl, wenn ich genötigt werde kalten Zigarettenrauch einzuatmen - sei es in einer Bar oder bei Freunden zu Hause.

Und ich freue mich, weil sich plötzlich eine Freundin an mich wendet mit der Bitte um Tipps und Tricks auf dem Rauchfrei-Weg. Denn ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie der Kaffee plötzlich nicht mehr geschmeckt hat, weil die Kippe gefehlt hat, man sich nach dem Sex befriedigt und doch unbefriedigt im Bettchen wälzt, der Tratsch der Kollegen gänzlich an einem vorbei geht, weil man nicht mehr zusammen bibbernd in der Kälte steht… Bin ich froh, dass das alles vorbei ist!

Rauchfrei-Tage: 393
Ersparnis: ca. 1.572€
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Auf dem besten Wege zum einjährigen Rauchfrei-Jubiläum im November hab ich mal gekuckt, in welchem Bundesland welche Einschränkungen gelten und bin auf diese tolle Tabelle gestoßen. Dann ist mir erstmal bewusst geworden, dass ich in meiner Raucherkarriere kein einziges Mal in einer Kirche oder in einem Lebensmittelladen geraucht habe und auch niemals auf diese Idee gekommen wäre.
Dass in Gefängnissen geraucht werden darf, ist ja klischeehaft bekannt und irgendwie passt es ganze besonders zum Spot der Smokersfriends…

Und hier noch ganz nebenbei die aktuellen Kennzahlen:
Rauchfreie Tage: 286
Erspartes: 1.144€

Mir ist grad aufgefallen, dass ich jetzt schon über ein halbes Jahr nicht mehr rauche.

Hier die aktuelle Bilanz:
Rauchfreie Tage: 186
Erspartes: 744€

Tja, und jetzt frag ich mich mittlerweile, was passieren müsste, damit ich wieder rückfällig werden würde… Und ganz ehrlich: Mir fällt nix ein!

Als ich vor rund vier Monaten das erste Mal erwähnte, Zigaretten Zigaretten sein zu lassen, habe ich ehrlich gesagt nicht geglaubt, dass ich das Rauchen ernsthaft aufgeben würde. Eigentlich dachte ich gar nichts - außer vielleicht, dass ich die täglichen 4€ Kippengeld lieber für Lebensmittel ausgeben sollte…

Argumente wie “Rauchen wird bald eh verboten!”, “Rauchen kann tödlich sein!”, “Pille und Zigaretten sind in der Kombi verdammt schädlich!” haben mich nicht die Bohne interessiert. Ich fand Rauchen immer cool. Oder zumindest lässig. Aber auf jeden Fall nicht schlimm!

Heute ist mein erstes großes Nichtraucher-Jubiläum: 100 Tage Qualmfrei! Und weil ich selbst so glücklich darüber bin, möchte ich mich bedanken bei euch allen, die ihr mir mit all euren tollen Kommentaren die Stange gehalten habt und mich motiviert habt, auch in den Krisen hart zu bleiben.

(more…)

Jetzt sind doch tatsächlich schon 88 Tage meiner Nichtraucherkarriere vergangen, was wiederum einer Ersparnis von rund 350€ entspricht und ca. 1.700 verqualmten Glimmstengeln. Cocktails trinken, private SitInns, Arbeiten, Autofahren, … all das funktioniert ganz prima ohne Zigarette.

Mit ein bisschen mehr auf’s Essen achten, sportlicher und anderweitiger Bewegung habe ich es sogar geschafft, zum Jahresbeginn die Weihnachts- und Nichtrauch-Kilos wieder abzunehmen. Die Jammerei als Raucherin “Ich hab Angst zuzunehmen!” war sowas von hinfällig! Andererseits hätte es keine bessere Motivation gegeben, um wieder Pünktchen zu zählen, beim Aerobic und Walken mitzumachen und die Treppen zuhause mit mehr Leidenschaft zu erklimmen.

Jippie, ich bin Nichtraucher :-)

Und hier findet man dann auch Nichtraucherfreundliche Etablissements - nicht nur für Deutschland!

Nichtraucher seit: 60 Tagen

Ersparnis: 240€

Investitionen: Auto abschleppen, Laufschuhe und Hosenanzug.

Rückfall-Situationen: In letzter Zeit kein akutes Verlangen mehr. Gestern mal kurz vor einem wichtigen Kundentermin dran gedacht, weil ich so nervös war, aber mehr auch nicht.

Veränderungen: Die Verdauung reagiert sensibler darauf, was man so isst oder nicht isst. Außerdem hab ich mich schnell an den besseren Geschmacks- und Geruchssinn gewöhnt. Und das Faszinierendste: Ich bekomme besser Luft und habe kein Stechen mehr in der Brust, was mir so extrem als Raucherin nicht aufgefallen ist!

Herausforderungen: Ich habe keine Angst mehr vor Extremsituationen, in denen ich früher geraucht hätte. Auch das abendliche Weggehen ist keine Rückfall-Situation mehr für mich. Und jetzt freue ich mich auf die Einführung des Rauchverbots in Kneipen, Bars und Clubs, damit auch ich noch mehr Spaß am Feiern habe und nicht mit verqualmten Klamotten nach Hause kommen muss.

Spießig zu sein ist uncool. Ein bisschen erwachsen ist ok. Vernunft auch. Aber die ganze Korrektheit eines Spießers? Nein, danke!
Nichtrauchen ist spießig. Aber vernünftig. Uncool. Aber erwachsen.

Solche Gedanken rasten in meinem Kopf von links nach rechts und dann wieder von oben nach unten. Ein so großes Verlangen hatte ich plötzlich, nüchtern und mitten am Tag nach einer doofen Kippe. Hätte ein Raucher neben mir im Auto oder in meinem Wohnzimmer gesessen, ich hätte ihn wahrscheinlich angeschnorrt und meinen bisherigen Erfolg (44 Tage = 176,00€) weggeworfen! Was mir dann aber doch geholfen hat, war die Vorstellung daran, dass Zigaretten Kalorien haben könnten!

Was hilft denn all den anderen Neu-Nichtrauchern?

Was mir wirklich hilft, ist drüber zu sprechen, dass ich jetzt Nichtraucherin bin oder auch Folgendes:

    -Den Gästen zwar die Zigarette nach dem Essen zu erlauben, sie aber eigentlich innerlich ablehnen und sich dessen das erste Mal so richtig bewusst werden. Dabei drüber nachdenken, ob man tatsächlich alle Aschenbecher wegwerfen soll…
    - Vor dem Fahrtantritt einer langen Strecke, kleine Helfer wie TicTac kaufen. (Gummibärchen sind auch super ;) )
    - In absoluter Verlangenssituation mit einem unterstützenden Nichtraucher telefonieren. (Früher hab ich beim Wohnungsputz zwischendrin auf dem Sofa gesessen und genüsslich gepafft. Wie belohnen sich andere Leute in der kurzen Putz-Pause?)
    - Die finanzielle Ersparnis zusammenrechnen (4 Wochen = 116€)

Heißer Glühwein, knackige Bratwurst, Pasta mit Lachs, Spinat und Aioli, Herren-Parfum, schwarzer Tee, Erdbeertee, Roibuschtee, Knutschen, gebrandte Mandeln, frische Maronen, Miesmuscheln, … Da läuft einem das Wasser im Mund zusammen, nicht wahr? Ich erlebe meinen Geschmackssinn ganz neu! Und es ist großartig, dass sich auch Thekenmeister der guten Sache angeschlossen hat!

Was ich nie gedacht hätte, ist, wie schnell man diese Abneigung gegen andere Raucher entwickelt. Ganz schnell verschieße ich böse Blicke, wenn mein Tischnachbar bei der Weihnachtsfeier den Qualm kurz nach dem letzten Gang in meine Richtung bläst oder süchtige Eltern auf Kindernasenhöhe Raucherpausen einlegen. “Wie kann man nur!”, denke ich dann und muss mich schnell wieder selbst zügeln. Denn es ist erst etwas mehr als drei Wochen her, als ich noch über angeekelte Nichtraucher gelacht habe und selbst Rücksichtslosigkeit in Person war. “‘Tschuldigung”, sag ich heute kleinlaut und freu darüber, dass die kölschen Abschleppkosten, mit dem morgigen Tag (Rauch-Ersparnis 92,00€) abbezahlt sind!

Wie geht’s eigentlich den anderen Mitgliedern der BNSA?

Meine Nichtraucherkarriere läuft ganz wunderbar. Die finanziellen Einsparungen liegen jetzt bei 56,00€ und mein Näschen und die Geschmacksnerven werden immer sensibler. Ich wusste gar nicht, wie schlimm die Klamotten nach Rauch stinken, wenn man mal den ganzen Abend in einer Kneipe verbracht hat… Was mir natürlich gar nicht gefällt, ist das Kilo mehr auf der Hüfte, das mir die Waage anzeigt. Was ich dagegen tue? Die Schoko-Deko ganz schnell vernichten und hoffen, dass Weihnachten bald vorbei ist ;)

Erfolgreich gemeisterte Rückfall-Situationen: Billardspielen im OkieDokie, Weintrinken im Meilenstein, Geburtstagsparty mit Freunden.
Die nächsten Herausforderungen: Firmen-Weihnachtsfeier und - wie gesagt - die Silvesterparty.

Tschacka, es läuft! Ich habe zwei Langstrecken-Fahrten hinter mir (die ich mit vielen Gummibärchen, Erfrischungs-Drops und Ablenkung durch’s Schwesterherz überlebte), eine Suffnacht mit Filmriss durchzecht (bei der ich mich wirklich nicht mehr erinnern kann, wie ich das ohne Zigaretten hinbekommen habe; mehr dazu wird’s aber noch zu Lesen geben) und die üblichen Szenen in Cafés und während faulen Stunden beim DVD-Kucken. Außerdem habe ich einen Typen in den Wind geschossen, der dabei war, mir das Herz zu brechen und einen ellenlangen und unheimlich langweiligen Tag auf der Messe verbracht.

All das sind Premium-Rückfall-Situationen für Neu-Nichtraucher und umso stolzer bin ich drauf, dass ich sie alle gemeistert habe!

Die nächsten Herausforderungen? Das Treffen auf rauchende Freunde und natürlich Silvester…

Wer sich jetzt dazu entscheidet mit dem Rauchen aufzuhören, hat quasi den richtigen Moment erwischt. Es sieht nämlich so aus, als ob das Rauchverbot oder genauer gesagt der Nichtraucherschutz auch in Deutschland kommt. Das hat die A-Heldin doch hervorragend abgepasst und liegt quasi voll im Trend.

Mehr Infos gibts beim Spiegel: Koalition einigt sich auf Rauchverbot in der Öffentlichkeit

Als ich gestern Abend so allein auf der Couch saß, heiter ins Telefon quatschte und den Erzählungen der anderen Seite lauschte, da vermisste ich ihn, den Glimmstengel in der Hand. Und heute morgen im Auto, zum erste Kaffee des Tages, da hat die Zigarette auch gefehlt.
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Ich bin süchtig. Seit ich 15 bin rauche ich und in den letzten Jahren hat sich mein Konsum bei 15-20 Zigaretten täglich eingependelt. Alle Gesundheitsrisiken sind mir bekannt und ich weiß, dass die Qualmerei eine Zumutung für Nichtraucher und schlicht und einfach unhöflich ist.

Wieso ich plötzlich überlege, das Ganze sein zu lassen?
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