memory lane


New year’s eve day 2011 is when we last talked about it. Dusting the shelves, rearranging the furniture and bringing in a few fresh flowers. I sneaked into the abode when she went to bed earlier, to see how it looked like, how it felt. And I gotta say maybe… maybe I can picture myself hanging around this spot again… time will tell.

Happy New Year 2012!

Düsseldorf. Sushi. 2 Gläser Wein.
Rückfahrt mit der S11. Richtung Bergisch Gladbach.

Und das erste Mal in meinem Leben - den Rhein überquerend - höre ich dieses Lied:

… prostete er in die Runde und zwinkerte mir, der einzigen Frau am Tisch, neckisch zu.
Die Jungs, gut gelaunt, erzählten offen, humorig und geradlinig von ihren täglichen Erfolgen und Rückschlägen. Es wurde lustig diskutiert, spitz kommentiert und herzhaft gelacht. Dazu noch eine Runde Kölsch und das Gefühl, eine eingeschworene Truppe zu sein, deren gemeinsame Leidenschaft für tolle Projekte ein unsichtbares Band zusammen hält.

Heute, ein Jahr nach meinem letzten Treffen, zehre ich von den vergangenen Tagen und Abenden meiner Erinnerung. Von den Gesprächen, die kurz vor den Toiletten persönlich wurden und mein tatsächliches Befinden interessiert hat.

Heute saßen sie wieder alle zusammen. Doch es war alles anders.
Einer fehlte.

“Auf die Liebe!” und nochmals bye bye!

Erschlagen. Matt. Hilflos.
Momente treffen eiskalt.

Eingestehen. Ruhe. Durchatmen.
Nebliger Dunst schwindet.

Ertasten. Öffnen. Aufblicken.
Licht strahlt wärmend.

Halbmast

Jag ska göra en resa av låväga slag
Men jag har ingen aning om avresedag
Och jag vet inte ens vilket år,
kanske flera kann tänka detsamma som jag:
Den där resan, vart är det den går..?

Både släkten och vännerna lämnar jag då
Och kanhända nån fäller en tår eller två
För sine gen bedrövelses skull.
Stackars alla som tror deras resa ska gå
Bara rakt ner i sand eller mull!

Alla kära små ting som jag äger och har
Ska den dan som jag reser bli lämnade kvar,
kanske sprids dom som höstlöv omkring.
Ja det slår mej ibland att man samlar och spar
Men kann inte ta med sej nånting…

Jag ska göra en resa av långväga slag
Men av gullvivesläkt är åtminstone jag
Som kann le fast min sommar är kort,
och kusin med en fjäril det är jag den dag
som jag lycklig och fri flyger bort…

“Simon,” sagt mein Mitbewohner, “hast du eigentlich die Balkontür offengelassen? Denn durch diese Balkontür ist ein kleiner Vogel in mein Zimmer geflogen, und der hat dann alles vollgekackt, sogar meine Unterlagen, und dann ist er auch noch unter meinem Bett gestorben.”

Öh…

Nirgendswo treffen Vergangenheit und das Hier und Jetzt so schlicht und unaufdringlich aufgelistet aufeinander wie in den Kontakten des Mobiltelefons.

Da steht der Name des Chefs kurz vor dem Namen des (vielleicht) zukünftigen Arbeitgebers. Da trifft man auf private Handynummern von Radio Fantasy Moderatoren (und ich kann mich wirklich nicht mehr erinnern, warum ich die hatte. Geschweige denn, ob ich sie jemals wählte!) dicht gefolgt von Namen, die man keiner Person mehr zuordnen kann und wo selbst Xing und Google nicht die notwendigen Hinweise zur Gedächtnisauffrischung liefern können.
Und hier und da sind Namen, die verdrängte Emotionen auslösen und deren Kontaktdaten man einfach nicht zu löschen über’s Herz bringt. Nicht, dass man jemals wieder genau diese Person sprechen wollen würde, aber das Verbannen aus dem Telefon hat so etwas Endgültiges.

Der Eintrag “Luca Barcelona” lässt mich das Fotoalbum herauskramen, in das ich die vielen bunten Schnappschüsse geklebt habe, und den Erinnerungen hinterher träumen an meinen wunderschönen Geburtstag vor zwei Jahren in Spanien.
Kurze Zeit später entdecke ich einen alten Klassenkamerad “Marcello” im Netz. Damals noch mit wilden Punksträhnen lächelt er heute im Business-Look passend zu seinem Vertriebsjob. Genauso verschmitzt wie vor einigen Jahren, als wir auf den Tischen der Münchner Clubs tanzten.

Für die Einen sind es nur Namen und Nummern. Für die Anderen bewegende Geschichten und prägende Momente.

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Merry Christmas to our wonderful readers and all those dear to them.

And best wishes to all of you for a great 2008.

Heute im Bus hat eine Spinne versucht, ein Netz in meiner Hand zu bauen. Es war eine kleine Spinne, überhaupt nicht eklig. Sie krabbelte auf meinen Fingern herum, ließ sich ab und zu ein paar Zentimeter herunterbaumeln und krabbelte dann wieder hoch. Ich hielt meine Hand ganz still, damit ich sie nicht beim Netzbauen störe.
Ab und zu ließ sie kleine, fast unsichtbare Fäden in die Luft wehen. Die schwebten dann langsam und majestätisch von meiner Hand weg, bis die Spinne sie wieder einholte. Sie wickelte sie mit ihren winzigen Beinchen wieder auf, rasend schnell, dann krabbelte sie wieder ein bisschen durch die Gegend. Erkundete meine Handfläche.

Irgendwann verfing sich einer der Fäden im Haar des Mannes, der vor mir saß. Bevor ich reagieren konnte, war die Spinne schon daran entlanggeklettert, landete auf seiner Jacke. Fasziniert beobachtete ich, wie die Spinne langsam an meinem Vordermann emporkletterte, dann auf den Kragen. Sollte ich versuchen, sie heimlich zurückzuholen? Ich konnte mich nicht entscheiden. Sie erreichte den Hals, krabbelte gen Haaransatz. Der Mann kratzte sich kurz, dann fiel die Spinne als zerquetschter Klumpen herab, in den Kragen hinein. Tja.

Als Nachtrag zu dem Artikel “Gerade habe ich ein Mädchen gesehen” (und weil die Originalheldinnen gerade sowieso nichts schreiben), eine Frage an die Leser:

Ist euch das schon mal passiert, dass euch ein Mensch spontan fasziniert hat? Irgendjemand, der eigentlich mit euch und eurem Leben gar nichts zu tun hat? So eine besondere Verbindung, die sich auf Minuten oder manchmal nur Sekunden beschränkt hat?

Mir passiert so etwas öfter, mit Menschen aus allen Altersstufen und Geschlechtern. Ich saß zum Beispiel mal in einem Wartesaal am Bahnhof, und dann setzte sich eine ältere Frau neben mich. Ich merkte, dass sie gerne mit jemandem reden würde, also legte ich meine Zeitung zur Seite, und wir erzählten. Sie sprach von ihrer Familie, von ihrem Sohn, der Marathons läuft und von der Bandscheibenoperation ihrer Tochter, die sie gerade besuchen fährt. Ich erzählte von meinem Studium und von meiner eigenen Großmutter. In den fünfzehn Minuten, die wir redeten, war eine Sympathie spürbar, die sonst sehr selten ist. Dann kam ihr Zug, und wir sahen uns nie wieder.

(more…)

Vögel im Herbst

War schön mit dir. Aber jetzt kommt der Advent, Glühweinzeit, Kalenderzeit, Kerzenzeit, Wichtelzeit. Wird sicher auch spitze!

Damals, als meine und die Zähne meiner Geschwister schief standen, gab es alle sechs Wochen den Familienausflug zur Zahnexpertin. Ausgestasttet mit bunten Zahnspangenaufbewahrungsplastikbecherchen um den Hals und natürlich einem richtig schlechten Gewissen wegen der Ignoranz gegenüber der Kiefernorthopädischen Anweisungen nach dem vorherigen Termin (die sich immer lohnte und wo man immer das meiste Lob kassierte!!) machten wir uns auf den Weg.

Es wurden regelmäßig Abdrücke gemacht. Und das leider mit Zuhilfenahme dieses ekligen Gummizeug in verschiedenen Geschmacksrichtungen, das einem das Gefühl gab, gleich würde die Luftröhre verstopfen, und sich nie vom Gaumen ablösen ließ, weshalb die Ärztin mit aller Kraft und ihrem Körpergewicht gegen den festsitzenden Kiefer ankämpfte. Zum blaue Bröckelchen ausspucken reichte leider nie der kleine Plastikbecher, denn er enthielt niemals (und ich meine wirklich niemals nie!) genügend Wasser zum Prozedurbeendenden Ausspülen. Als kleines Mädchen habe ich mich nie getraut, einen der einschüchternd leuchtenden Knöpfe im Sessel zu drücken, um dem Hahn eventuell noch mehr des erfrischenden Nasses hervorzuzaubern. Heute ist das anders. Heute lächelt man einfach nochmal die sympathische Zahnarzthelferin flehend an, die dann schon weiß, was man will oder geht selbstbewusster und mutiger an die Sache ran.

Das Highlight meiner Zahnspangenkarriere war mit Abstand “Die feste Spange mit “Überrollbügel”" (Danke für diese tolle Umschreibung, Olgy). Beide Zahnreihen brachte die Ärztin zum blinken, denn auf die Zähne wurden silberne Halter aufgeklebt, miteinander verdrahtet und mit einem bunten Gummi für jeden Zahn aufgepeppt. Außerdem hatte ich dieses komische Außenteil, das natürlich auch eine Befestigungsmöglichkeit oder auch Einfuhrösen im Mund brauchte. Nachts konnte man damit nicht schlafen! Nicht auf der Seite, weil man dann halb auf dem Bügel, halb auf den Ösen lag, und auch nicht auf dem Rücken, weil das Band so in den Nacken zerrte und man Kopfschmerzen davon bekam.
Diese Einfuhrösen an den hinteren Backenzähnen waren eigentlich die schlimmsten Stellen. Denn bekam man mal eine von seinen Geschwistern gescheuert oder landete ein Ball mitten im Gesicht waren aufgeschlitzte und blutende Wangeninnenseiten vorprogrammiert!

Ich war sehr stolz, als ich als allererste in der Klasse eine Zahnspange hatte. Und noch viel stolzer war ich, als ich als allererste in der Klasse keine Zahnspange mehr hatte und der ganzen Welt meine - sich von den frisch von den Haltern und Drähten befreiten noch glitschig, weich, rutschig anfühlenden - herrlich geraden Zähne zeigen konnte.

… oder so. Guckst Du hier den Augsburger Rathausplatz an und wünscht Dir mit mir, daß wir nicht wieder so eine ätzende blaue Rakete als Weihnachtsbaum einen kühlen, blauen Weihnachtsbaum wie letztes Jahr bekommen…

Aus einer Meldung vom Bayerischen Rundfunk (2005)

(…) Die Augsburger, sonst eher für ihre schwäbische Sparsamkeit bekannt, haben weder Kosten noch Mühen gescheut und für 5000 Euro modernsten LED-Christbaumschmuck eingekauft. Jetzt erstrahlt die Tanne im himmlischen Blau.
Der blaue Baum erstrahlt zwar eigentlich nicht wirklich blau, erscheint aber so, zumindest bei Dunkelheit und vielleicht nach dem einen oder anderen Glühwein. Eigentlich sind die LED-Lämpchen, die da von der Tanne hängen, weiß. Das menschliche Auge nimmt sie aber in der Dunkelheit blau war - Phänomen Halogen-Scheinwerfer. Und so kann man in Augsburg unter dem blauen Baum bummeln und ratschen, Weihnachtsmusik hören und Gschenkerl kaufen.

Ob das nächstes Jahr auch wieder der Fall sein wird? Sicher nicht - zumindest wenn es nach der Meinung der anderen geht - derer nämlich, die die neue Attraktion schlichtweg scheußlich finden. (weiterlesen)

Pfeift’s mich heut’ von hinten an, mittags auf dem Campus, ich hatte wieder einmal hunderte von Seiten zum Lernen kopiert. Sowas, mein erster Gedanke im Kopf, daß es hier so pfeift… normalerweise tut’s das nur am Bahnhof oder vielbevölkerten Umsteigeplatz Kö’… Aber gut, so denk’ ich weiter, der Uni-Park wird ja auch von den Anwohnern gern genutzt, um ihre Hund’ Gassi zu führen…

Aber dann pfeift’s nochmal, und wie ich richtig hinhöre, erkenne ich eine Tonabfolge, die mir irgendwoher bekannt vorkommt… irgendwoher? Heiliger Bimbam, klingelt’s schließlich im Hirn, das ist ja mal zur Abwechslung kein Anmachgepfeife, sondern ja, genau! Wer, bitte, kann dieses Pfeifen draufhaben?

Und endlich beim dritten Mal dreh’ ich mich um - und seh’ meinen Bruder mittagspauslich ambitioniert aus einem Gebäude rausschlendern!

Was es mit dem Pfeifen auf sich hat? Ja, das ist echt lustig. Als Landei von Welt auf einem Gutshof aufgewachsen, hatte ich seinerzeit zwei Brutkästen am Fenster. Um Kohl- und Blaumeisen anzulocken, versuchte ich ihren morgendlichen Lockruf zu imitieren - und nahm in meiner kindlichen Naivität an, daß sie schließlich auf ihn gehört haben mußten: sonst hätten sie ja nie in den Kästen genistet geschweige denn das liebevoll auf die Fensterbank drapierte Futter gefressen.

Dieses Gepfeife hat sich seitdem irgendwie unter uns Geschwistern erhalten. Und funktioniert bis heute als Erkennungsgepfoffe, was cool ist, wenn man bedenkt, daß ich mich wegen dem anderen Gepfeife (oder Geschmatze und Geklackere, wie ich vor ein paar Wochen in der Kulturvorstadt wieder einmal erfahren durfte) wie wohl die meisten meiner Geschlechtsgenossinnen überhaupt nicht mehr umdrehe…

Siehe auch: Der Kunstpfeifer (Loriot)

… aber irgendwie lassen sich einige Gewohnheiten aus der Zeit in der Online-Redaktion nicht mehr abschütteln. Wie beispielsweise zeitökonomisches Arbeiten.

(Hier handelt es sich zwar tatsächlich um ein “Halbe”-Glas, aber nein, werte Leser, der in unseren Landen munter konsumierte Gerstensaft - und das niemals nicht aus den im mittleren Deutschland gebräuchlichen Sempftgläsern! - steht nicht immer auf Platz eins unserer Prioritätenliste.)

(…) Unglaublich auf der Weltenbühne derweil:

Dienstags wurde das World Trade Center und Pentagon in den USA angegriffen, zerstört. Ausnahmezustand all over USA + Europe, verschärfte Sicherheitsmaßnahmen. Und Bayern will das Oktoberfest absagen.

Ansonsten alles auf Halbmast: Gedenkminuten in Politik, Wirtschaft, Schulen, Radio- und Fernsehangebot um 80% auf Moll runtergefahren… ach, ich kann jetzt nicht mehr schreiben. Crazy genug, das alles. Mit gekaperten Flugzeugen + Selbstmordattentätern den Nerv der westlichen (?) Zivilisation (und ihrer Defizite, eigentlich) treffen.

Warum dies Schlagwortgetöse? Weil noch zu viel zu sagen wäre.

Aber Fantasy scheint ein einziges Amerika-Tribute-Radio geworden zu sein. Im musikalisch-trauernden Sinne. So viel langweilige Musik, nur weil Betroffenheit gezeigt werden muß, hätt’ ich auf so einem Sender nie erwartet. Uni-alternativ-Mist. Der Texte wegen? Welcher Auswahlkriterien wegen? Jedes Lied, das trouble enthält, geeignet für die Playlist? Muhaaar…

Ob T*** heute abend auch entsprechend dj-en muß?

vor fünf jahren hab ich in der schule blau gemacht. es war ein dienstag. normalerweise haben wir - die drei azubis aus augsburg - immer montags blau gemacht, weil da immer sport war. aber vor genau fünf jahren war’s ein dienstag.

ich lag faul in meinem wg-zimmer rum, als mich am frühen nachmittag mein schwuler sitznachbar aus der klasse anrief: “mach’ den fernseher an! es ist was schreckliches passiert!”

Wie es halt immer so geht

Saxndi!! Flattert mir heute ein Brief ins Haus, nach dem ich die gem. § 3 Magisterprüfungsordnung geforderten Zulassungsvoraussetzungen für die Magisterabschlußprüfung nicht erfüllt hätte! Kreidebleich mit stockendem Atem ein Anruf beim Prüfungsamt, was dies denn bedeute. Fünf Papierkruschtler später: Ja, also zunächst fehlt da ja mal ein Hauptseminarschein… und dann… ja also… da fehlt dann noch die Bestätigung, daß Sie die Magisterarbeit bestanden haben… Bejus on a bicycle… hab ich mir gedacht… das kann doch wohl nicht wahr sein! Und überhöre dann fast, was es weiter aus der Telefonmuschel mauscht: Also warten’s mal… eine Bestätigung ist schon da, daß Sie die Arbeit bestanden haben… von der Zweitkorrektorin… aber die andere? Wer ist denn da Ihr Betreuer gewesen? Wie? Achjaaa… der Herr E***… meine Güte… der ist heute ja eigentlich hier und hätte auch vorbeischauen sollen…

Puuh… Und eigentlich: Aaargh! Wie typisch! Hatte ich schon erwähnt, welche Probleme ich von Anfang an mit diesem Betreuer of mine hatte, der daselbst im nahen Europäischen Ausland doziert und kein einziges Mal betreuend tätig geworden ist? Die Fahrten für Prüfungen an seine alte Uni haßt - und es trotzdem noch macht?

Ich muß jetzt jedenfalls nur noch den schon abgegeben geglaubten Schein nachliefern. Und der E*** seinen Arsch hochkriegen und endlich ein erstes Statement zur Arbeit abgeben.

Wißt’s was: Wenn des ganze Gschieß rum ist, lade ich jeden auf ein Bierchen ein, der mir jetzt mein aufgeregt-nervöses Gemüt streichelt… So wie damals der Schnobi-Bruder bei Marble Madness, eines meiner bis heute favorisierten Lieblingsspiele am Amiga 500. Wo er mir den flattrigen Bauch massiert hat, damit ich die Endrunde schaffe.

Was funktioniert hat - und ich heute dem Pathos und der Erinnerung an alte Zeiten halber als den Geheimtip an Euch und Eure Lieben herausgeben möchte: Massiert’s Euch halt ein bisserl öfter die Schultern, den Nacken, den Bauch. Dann klappt’s mit dem Entspanntsein und den Endrunden auch.

Ahem.

Es ist 11 Uhr vormittags und ich sitze in einem alten VW Käfer, der über eine Landstraße bei Kaufbeuren klappert. Das Schöne an diesen alten Autos ist, dass man die Geschwindigkeit noch richtig spürt. Unmittelbares Fahren.

Wir sind auf dem Weg in die Alpen, wir wollen Bergsteigen gehen. Mit einem Regionalzug fahren wir über die schwäbische Alb, dösen, unterhalten uns, packen die Rucksäcke noch einmal nach. Vor uns wachsen die ersten Zweitausender zum Himmel.

Der Anstieg zum Nebelhorn ist hart. Jeder Schritt ist eine neue Kraftprobe, die dünne Luft macht den Atem kurz. Trotzdem ist der Weg zum Gipfel keine wirkliche Herausforderung, wir laufen nur 8 Kilometer.

Nach 60 Minuten sind wir oben. Ich und Leo stehen auf dem Grat und genießen den Ausblick. Es herrscht Windstille, Sonnenschein.


Den Weg zurück fahren wir mit der Seilbahn. Von Oberstdorf bis Augsburg sitzen wir wieder in den Zügen, erschöpft und mit dem leichten Brennen auf der Haut, das langer, kalter Wind hinterlässt.

Große Tage. Und lange Nächte.

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