gb bound


Und ich dachte noch, ich könnte das hier gar nicht erzählen, daß ich auch auf diese Art meine Adventsvorbereitungen angefangen habe… :)

Nach einem Spaziergang vor ein paar Wochen entlang des Basingstoke-Kanals hatte ich schon befürchtet, daß es heuer nichts wird mit Adventskranz und -strauß. Die Auen links und rechts der im 18. Jahrhundert geschaffenen Wasserstraße (damals dachte man, daß ein Kanal eine billigere und effizientere Alternative zum Straßenbau und damit Transport von Waren war) sahen zwar saftig und grün aus. Doch an immergrünen Bäumen oder Sträuchern hatte ich nichts finden können.

Als ich dann gestern schon ein bißchen verzweifelt erneut am Kanal entlangwanderte - weder die lokalen Super- noch Baumärkte verkaufen hier nämlich Adventskränze, weil diese Tradition in England gar nicht so verbreitet ist (außer in den Kirchen) - erspähten meine Äuglein nach einer Stunde Suche im trüben Morgenlicht dann doch etwas Rotgrünes, das sich bei genauerem Hinblick als Stechpalmen-Busch erwies!

Die Nadelbäume (Und zum ersten Mal kann ich nicht sagen, was ich da abgeschnitten habe. Ein richtiger Tannenbaum war’s nämlich nicht, dafür waren die Stämme viel zu schalig. Vielleicht eine Mischung aus Eibe und einem gemeinen Nadler? Die weichen Nadeln lasse mich das fast glauben.), die ich schließlich noch viel weiter ab vom Schuß gefunden habe, ließen in mir vor lauter die Tochter meiner Mutter erwachen, und zwar die, die im Advent nicht genug an Grünzeug für Balkon und Kränze zusammensammeln kann. ;)

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Zum ersten Mal hängt bei uns nun also schon vor dem ersten Advent was Weihnachtliches rum. Was ja gaaarnich geeeht.

An sich.

Aber in den Geschäften wird seit den Wochen rund um das Oktoberende schon so viel kitschiges Weihnachtszeug parallel zum damals verkauften Halloween-Schnickschnack angeboten, daß ich schon ein bißchen einfachen Augenweidenausgleich brauchen kann :)

(Wenn ich’s dann endlich mal schaffe, den Truthahnkollegen zu verbannen…
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Sachen dieser Art setzt man sich hier bei jeder gut organisierten Weihnachtsparty auf den Kopf.)

— — —

Heute gelernt:

* Der Adventskranz wurde 1839 vom evangelischen Theologen Johann Wichern erfunden.

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Der Begründer der Inneren Mission hatte 1833 in Hamburg-Horn das “Rauhe Haus” gegründet, in dem Kinder aus ärmlichen Verhältnissen Aufnahme fanden. Weil die Kinder in der Adventszeit beständig fragten, wann endlich Weihnachten sei, gestaltete er einen Adventskranz aus einem Wagenrad, auf dem vier große, weiße Kerzen und 24 kleine, rote standen. (Bild aus Wikipedia)

Von Norddeutschland aus verbreitete sich diese Tradition, die auch von der evanglischen Kirche übernommen wurde. Nach dem ersten Weltkrieg hing 1925 zum ersten Mal ein Kranz in einer katholischen Kirche in Köln, seit 1930 auch in München. (mehr)

* Nach der katholischen Liturgie wird ein Adventskranz mit vier Kerzen geschmückt, drei davon lila und eine davon rosa (Manchmal gibt es noch eine fünfte, weiße, die am Heiligen Abend angezündet wird.). Die Farben der Kerzen entsprechen meistens den im Kirchenjahr verwendeten; abhängig von der jeweiligen Kirche haben die einzelnen Kerzen noch verschiedene Namen und Bedeutungen.

Steh ich gestern in einer der etwas teureren Supermarktketten, die durch kontinentale Produktauswahl bestechen - hier gibt’s ungesalzene Butter, Pudding und Speisestärke -, am Kühlregal, als mich eine Omi fragt, ob ich ihr das heutige Datum nennen könne.

Hmm… tut mir leid, verneine ich… ernsthaft Schwierigkeiten habend, ob nun der achte, neunte oder gar schon zehnte des Monats August ist…

Da fängt die alte Dame das Kichern an - und will gar nicht mehr aufhören!

Wie bitte? Frage ich unsicher… und füge erklärend an, daß so etwas ja mal passieren könne, nich wahr!

Doch das Grinsegesicht der Lady hat ganz andere Gedanken in ihrem adrett pink gefärbtem Lockenkopf: Woher ich denn komme, will sie wissen.

Achso, sage ich, ja, also Deutschland.

Echt?, sagt sie ungläubig? Bei meinem Akzent hätte sie mich schwer auf Amerikanerin eingeschätzt.

Nun ja, erkläre ich, das kommt vielleicht daher, daß mein Partner Amerikaner ist…

Hihihi, prustet dat Ömmeken weiter, sie wisse so etwas durchaus zu unterscheiden… da sie - und das war der Oberhammer, den KEIN Amerikaner hören möchte - da sie nämlich kanadische Verwandtschaft hätte…

– — –

Ansonsten sieht es so aus, als würden wir Mitte nächster Woche endgültig Fuß in England fassen. Nachdem wir vergangenes Wochenende ein zweites Mal in einen lebendigeren Stadtteil umgezogen sind, sollten uns die Herren Kabel und Internet in ein paar Tagen ihre Dienste erweisen.

Yippie! Nach zweieinhalb Monaten fast vollkommener Abstinenz wieder Nachrichten lesen, kommunizieren und schwadronieren!

Nicht zu vergessen: Rezeptdetails nachlesen!

Bis dahin versuche ich mir klar darüber zu werden, wie es mit mir und dem Sistaweb weitergehen soll. Nach dem Umzug und den damit verbundenen Änderungen beziehen sich die Dinge, die mich am meisten beschäftigen und von denen ich naturgemäß viel zu berichten hätte, vor allem auf Alltägliches hier in England, sprachliche Herausforderungen und ähnlich eigentlich Nebensächliches, worüber ich auf Sistaweb an sich nie hätte schreiben wollen.

Weil mir das früher viel zu langweilig vorgekommen wäre.

Deshalb spiele ich mit dem Gedanken, einen eigenen England-Weblog aufzumachen… wogegen aber die E-Heldin schon vehement protestiert hat…

Andererseits würde das Sistaweb dann eben einen komplett neuen Schwerpunkt bekommen… und vermutlich dutzende neuer Kategorien… was sicherlich auch seinen Reiz hat.

Gibt’s denn irgendwas, was für nicht in England lebende Leute besonders interessant zu wissen wäre?

Daß zum Beispiel im benachbarten Landkreis mittlerweile die Tiere von zwei Bauernhöfen mit Maul-und-Klauenseuche befallen sind?

Daß der ultimative Sommer-Moden-Kick hier Jeans-Mini-Röcke mit 3/4-Leggings drunter sowie Fellwinterstiefeln bis zum Knie ist? (Und generell sind ja die Sechziger wieder da… und Tunikas…)

Daß hier in allen Waschmitteln Bleichmittel drin sind, es fast nur Pulver und sehr selten Colourwaschmittel gibt und man generell mit 40°C wäscht - weshalb die Ariel-Werbung, mit einem besonderen, neuen Konzentrat-Waschmittel nur bei 30°C waschen zu müssen (Schont die Umwelt!) richtig gut anzieht?

Daß man sich hier in den Pubs nicht an einen Tisch setzen kann und dann etwas zu trinken bestellt, sondern man alles am Tresen bestellen, bezahlen und mitnehmen muß?

Das wäre so die Auswahl an Neuigkeiten, die den Weblog in Zukunft befüllen würden…

Ganz so aufregend find’ ich das nicht, aber bevor das Schwesternnetz brach liegt, nichnagellnaja…

Schönes Wochenende Euch allen!

– — –

Und Happy Birthday an dasolgy und Dea! Laßt’s ordentlich krachen heute, an Eurem 65. Geburtstag :)

In den Müll damit, statt …

… zu spülen: Teller, Töpfe, Gläser, Besteck
… zu waschen: Putztücher, Geschirrtücher, Lappen und Schwamm
… zu verschenken: Pflanzen, Pfennige, Essigreiniger, Speck

Ich freu mich so drauf, endlich wieder mal… (Wen das nicht interessiert, den interessiert vielleicht eine Google-Bilder-Suche nach Kätzchen)

… einen gescheiten Herd zu haben und zu kochen und backen
… eine eigene Waschmaschine, wo ich nicht damit rechnen muß, daß jemand meine weiße 30°-Feinwäsche nach dem Waschvorgang aus der Maschine holt und sie auf den verstaubten Deckel selbiger legt; selbst wenn von den anderen Waschmaschinen keine einzige benutzt wird
… auf einem Sofa zu sitzen… zu liegen… zu kuscheln… DVDs zu gucken… ein Nickerchen zu halten

… meine Pflanzen zu hegen und pflegen
… ein gepflegtes Festnetztelefonat ohne Unterbrechungen und Störgeräusche zu führen
… ein Zimmer einzurichten und zu dekorieren ohne aufpassen zu müssen, daß was abgenutzt werden könnte

… Gäste da zu haben, bewirten und unterhalten zu können
… ein richtiges amerikanisches Frühstück und eine Superduperkickass-Pizza serviert zu bekommen
… Fenster zu putzen

… Rad zu fahren
… schwimmen zu gehen
… wandern zu gehen

… mit dem Lieblingsmann durch die Zimmer zu tollen
… ein Kätzchen zu foppen
… ein langes Bad nehmen zu können

… nachts Ruhe zu haben und nicht von anderen Balkonen oder Wohneinheiten lautstarke Computerspiel-Geräusche zu hören
… fernzuzappen
… leicht bekleidet durch die Wohnung zu hüpfen

… einen gescheiten Stauraum zu bestücken
… einen Bummelnachmittag einzulegen
… mich an Starcraft II zu versuchen

… natürlich alles das zu machen, unternehmen, planen, phantasieren, bereden und belächeln, was zu zweit viel schöner ist.

Eigener Herd ist Goldes wert. Wie wahr so eine Redensart ist, weiß man wirklich erst, wenn man eine Zeit lang drauf verzichten muß. In meinem Fall sind es jetzt sechs Wochen, und nachdem es hier jetzt noch ein paar Verzögerungen gegeben hat, werden es voraussichtlich nochmal zwei bis vier Wochen sein, bevor ich so ein gutes Stück wieder mein eigen nennen kann.

Aber tolle Aussicht: In fast jedem englischen Haus, das wir bisher begutachtet haben, wird mit Gas gekocht! Wenn das mal nicht zum einen eine neue Herausforderung für’s Backen, zum anderen aber eine coole Voraussetzung für effektiveres Kochen ist!

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tired of learning
tired of eating
tired of waiting

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“Nee, warum denn? Warum mußt Du nach England gehen?” fragt das Kind mit großen, feuchten Augen. “Da regnet’s doch immer!?”
“Hast Du nicht gehört, Depp, ihr Freund ist da!” das andere, wie aus der Pistole geschossen.
“Und was machst DU dann da?” das erstere.
“Du bist so doof, ihr Freund ist doch da!” das zweite.

Später höre ich, wie das zweite, zu meinem Kinderzeitungs-Kollegen gewandt, mit großen, lachenden Augen fragt: “Sag mal, kann ich dann der Schreib-Chef werden, wenn die A-Heldin weg ist?”

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Kopien der Abmeldung. Alles, was zählt, sind Kopien der Abmeldung aus Deutschland. Erst dann bist du raus. Bis dahin zahlst Du doppelt und dreifach. Und dann bist Du nichts.

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Augsburg/Haunstetten - Feldweg - Bobingen/Kieswerk - Bobingen/Radweg - Radweg - Inningen - Augsburg/Haunstetten: ca. 20 Kilometer in 45 Minuten.
Dein erstes kühles Blondes, für Disch allein.
Zieht rein wie nischt, zischt klein wie Gischt.
Kalt. Unruhig.
Allein.

Sackgesicht.

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iTunes/Radio/Ambient/Groove Salad on SomaFM/128kBit/s

iTunes/Radio/Country/Boot Liquor on SomaFM/128kBit/s

im Wechsel

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“Ein Umzug allein”, sagt sie ernst, “zählt aber nicht, das wissen Sie? Sie hätten ihn ja verlegen können, anpassen.”

Hmmm, nein, leider nicht, aber danke für den Hinweis.

Und danke, daß Sie das jetzt verlegt haben, die ganze Chose, eine gemeinsame Wohnung allein auflösen, renovieren, übergeben… den ganzen Papierkram erledigen, Steuern, Telefon, Stadtwerke, Versicherungen… Kleinscheiß verchecken… das zerrt an allen Ecken und Rundungen… bis Du nachts nicht mehr schlafen kannst und keine Appetit mehr hast… auch, weil Du plötzlich allein bist… obwohl Abend ist… und Wochenende.

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Viel zu wenig weißt und mitbekommst.

Traurig.

Enttäuscht.

Verzweifelt.

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Wohnungen bzw. Häuser über das Netz suchen, ist aber lustig und spannend. Die Aktualisierung der einzelnen Seiten geschieht erstaunlich oft, ebenso wie die der für mich relevanten Jobseiten.

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Ich brauch Urlaub.

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Mei, was gibt’s sonst noch groß zu sagen? So kann’s halt auch mal gehen.

Und morgen ist ein neuer Tag.

Mannometer, unsere Möbel sind auf Tour in Irland!

Nachdem ich vergangenen Mittwoch das letzte Mal mit der Umzugsfirma in Frankfurt telefoniert hatte, bevor dann am Freitag die Packer kamen, war es mir bis zum Anfang der Woche doch zu ruhig gewesen: aus Frankfurt hätte ich eigtl. bis montags Meldung bekommen haben sollen, wann denn nun das Gepäck in Farnborough ankommt; mittwochs oder freitags hieß es, aber ich würde vorher nochmal angerufen.

Nachdem den ganzen Montag über kein Anruf mein Handy ereilt hatte, faßte ich mir ein Herz und schrieb eine Email nach Frankfurt. Auf die ich keine Antwort bekam.

Dienstags dann doch: Wenn ich bis zum Mittag noch nichts von der Firma, die jetzt tatsächlich den Umzug durchführt, gehört hätte, solle ich mich nochmal melden.

Und nichts - weshalb ich mich nachmittags also meldete - und aus Frankfurt wiederum nichts hörte.

Heute Mittag schließlich ein Anruf von der ausführenden Firma: Sie wären gestern Abend vor dem Storage gestanden, das allerdings schon zu gehabt hätte.

Gestern Abend? Dienstags? Ja und jetzt? Wo sind unsere Möbel jetzt? (more…)

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Auf uns, Ruby! Auf den ersten Mai!

… der, wie ich eben las, für unterschiedlichste Bevölkerungsgruppen die unterschiedlichsten Bedeutungen hat. Für mich am meisten zutreffend ist, die Streikgeschichten außer acht gelassen, wohl folgendes:

Mitte der achtziger Jahre des 19. Jh. beschlossen amerikanische Gewerkschaften erstmals für die Durchsetzung eines Acht-Stunden-Tages am 1. Mai 1886 einen mehrtägigen Generalstreik zu führen. Der 1. Mai galt in den USA traditionell als “Moving day”. Das heißt, er war Stichtag für den Abschluss oder die Aufhebung von Verträgen, häufig verbunden mit Arbeitsplatz- und Wohnungswechsel.

Und wie sieht’s heute in England aus? Freuen werden sich wohl nur die, die heute mit Kunden aus Deutschland zu tun gehabt hätten.

Aber was sehe ich da für den 28. August diesen Jahres? Ein Feiertag, weil Queen Elizabeth ihre Diamantene Hochzeit feiert?

Mal sehen, was sich Elton John, die restlichen Beatles und Co dazu einfallen lassen.

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Letztes Handanlegen seit einer Stunde: Fliesen und Steckdosen saubermachen, Fenster, Heizungen und den Balkon wischen. Bad und Treppenhaus putzen. Löcher in Bad und Küche zuspachteln. Und schließlich noch den Parkettboden mit dem Extraparkettpflegemittel des Parkettherstellers verwöhnen. Bevor die letzten Möbel für die Ebaykunden in der Garage verstaut und die letzten Kisten in meine Zwischenbleibe gefahren werden.

In 24 Stunden heißt’s adé, Jakober Kulturvorstadt, Du bunt gemischtes Viertel. Mir werden Deine Läden und Kneipen fehlen, von orientalischer Bekleidung, dem Türken mit dem riesigen Obst- und Gemüsesortiment bis hin zum klassischen Norma, die verruchte Walfischbar, das junge Barium56, das schon mal gern für eine Schlägerei gute La Piazza - alles in fünf Minuten zu Fuß erreichbar. Die verträumten, parkähnlichen Anlagen mit alten Kanälen und Bächen rund um die alte Stadtmauer. Die Kahnfahrt in der Nähe von Bertolt Brechts Geburtsstätte. Und das In-10-Minuten-zu-Fuß-in-der-Innenstadt-sein.

Vor allem aber so Erlebnisse wie eben (von denen es wöchentlich einige gab, nicht nur zur Kirchweihzeit; dieses Viertel - jeden Tag überraschend neu), als um kurz nach halb acht ein munterer Radler in voller Samstagabendausgehmontur einen der bekanntesten Songs von Tenacious D in den ruhigen Altstadtmorgen trällerte. So richtig inbrünstig:

Harch. Harchja. In welchem Club er die Lady wohl abgeschleppt hatte?

Hehe :D

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So, hier das aktuelleste aus der aktuellen Umbruchsituation, werte inquiring minds. Schaut Euch die Typen an! Zwei. Bücherkartons. Auf. Einmal! Sagglzement!

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Außerdem habe ich von einem lieben Freund und Arbeitskollegen gestern eine sorgfältig zusammengestelle CD bekommen, die mir das Umziehen in die Ferne und den bevorstehenden Abschied zum ersten Mal so richtig bewußt gemacht hat. Wanna know why? Hört Euch das Lied an, mit dem der Reigen der 17 ähnlich getexteten Songs beginnt.

Harch. Harch ja. Wie groß der Stein ist, unter dem man leben kann und dann von außen rum kaum mehr was mitbekommt - wenn man so viele Dinge gleichzeitig zu erledigen hat.

Hans Albers - La Paloma

Ein Wind weht von Süd
und zieht mich hinaus auf See!
Mein Kind, sei nicht traurig,
tut auch der Abschied weh.
Mein Herz geht an Bord
und fort muß die Reise gehn.
Dein Schmerz wird vergehn
und schön wird das Wiedersehn!
Mich trägt die Sehnsucht
fort in die blaue Ferne.
Unter mir Meer
und über mir Nacht und Sterne.
Vor mir die Welt,
so treibt mich der Wind des Lebens,
wein’ nicht, mein Kind,
die Tränen, sie sind vergebens.

La Paloma ohe -
einmal muß es vorbei sein!
Nur Erinn’rung an Stunden der Liebe
bleibt noch an Land zurück.
Seemannsbraut ist die See,
und nur ihr kann ich treu sein.
Wenn der Sturmwind sein Lied singt,
dann winkt mir der Großen Freiheit
Glück!

Wie blau ist das Meer,
wie groß kann der Himmel sein!
Ich schau’ hoch vom Mastkorb
weit in die Welt hinein.
Nach vorn geht mein Blick,
zurück darf kein Seemann schau’n.
Cap Horn liegt auf Lee,
jetzt heißt es auf Gott vertrau’n.
Seemann, gib acht!
Denn strahlt auch als Gruß des Friedens,
hell in der Nacht
das leuchtende Kreuz des Südens,
schroff ist das Riff
und schnell geht ein Schiff zugrunde.
Früh oder spät
schlägt jedem von uns die Stunde.

La Paloma ohe -
einmal wird es vorbei sein!
Einmal holt uns die See,
und das Meer gibt keinen von uns
zurück.
Seemannsbraut ist die See,
und nur ihr kann ich treu sein.
Wenn der Sturmwind sein Lied singt,
dann winkt mir der Großen Freiheit
Glück!

La Paloma ohe! La Paloma ohe!

Die knapp zwei Stunden, die die Jungs heute Morgen da waren, verflogen wie im Nu. Hatte ich eben noch die Druckerkiste zugeklebt, waren sie schon wieder mit jeweils zwei 40-Liter-Kisten die Treppe runter und zurück.

Und ihr Verstautalent - verreckte Hund’, wia die des neigschlicht ham! Ich hätte nie gedacht, daß der kleine Transporter (wahrscheints mit 11 Kubikmetern) alles fassen würde, aber was will ich naives Umzugsdingens gegen zwei robuste Kerle, die wie Schlote rauchen und entsprechend rochen, als sie heute früh anklingelten, zwei ganze Männer also, die ihren Job schon seit 27 Jahren machen - und dann natürlich in weiteres Erstaunen zu setzen vermochten, als sie mir die Umzugsgutliste in allerliebster Zweitklässlerinnen-Handschrift verfaßt zum Gegenzeichnen reichten.

Nu isset also alles weg. Bis auf Gruscht. Ohn. End. Oder zumindest noch vier Kisten zum Aussortieren. Der Moment rückt unweigerlich näher, in dem ich alles einfach nehmen und wegschmeißen werde. Fuck sweet memories or something like that.

Nachdem der Schreibtisch ja auch wegging, steht der Monitor jetzt auf einem alten Nachtkasterl, ruht die Maus auf einer Einlagerkiste, liegt die Tastatur auf meinen Schneidersitzknien. Fotos? Sorry. Die Kamera hat vorhin ihren Geist aufgegeben. Aber ja, die Anfrage verstehe ich: Umbruchsituationen können bisweilen schon improvisiert lustig sein.

Und nochmal Hut ab vor diesen Herrschaften Möbelpackern, zwei Scharnierl ohne gleichen. Der Transporter war wirklich 1a ausgenutzt!

Hut ab auch vor Ruby! Nicht nur habe ich von ihm das Verkabeln und sonstiges computerbezogenens Troubleshooting gelernt, nein, der schlägt sich im Moment wacker durch die erste Zeit auf der Insel:

Man, I’m unprepared. There’s a checklist of things you should do before moving to England. (…)

But I’m not the only one. The office I’m working in is full of non-British people. It’s a rag-tag group of Germans, Italians, Brazilians, Spaniards, one (1) American, and who knows what else that all found themselves in the same boat when they first came over. (…)

But at some point a kindly soul in the department, now departed, made a list of the reality of the situation. It’s a short list of what one really needs to do when moving to England. Unfortunately, I only found out about it after I’d already been here a week. Here’s your to-do list once you’ve arrived in England: (mehr)

Oft sind es die kleinen Dinge im Leben, die einen Moment, einen ganzen Tag oder manchmal einen längeren Zeitraum erinnernswert und zu etwas Besonderem machen. Die kleinen, manchmal unscheinbaren Dinge, aufgrund derer man träumerisch und halb abwesend durch die Gegend läuft. Die Dich noch Wochen später an eine Geste, einen bestimmten Umstand oder eine Person denken lassen.

Oder daran, wie gut Du’s eigentlich hast.

Noch achteinhalb Stunden, dann steht der Umzugs-LKW vor der Tür.

Im Moment sind es - wer hätte es gedacht - die kleinen Dinge, aufgrund derer ich träumerisch und halb abwesend durch die Zimmer laufe.

Und ich will Euch meine Träume nicht vorenthalten, die sich hoffentlich in ein paar Wochen, spätestens im Sommer erfüllen: Im Geiste sehe ich mich an einem warmen, sandigen Ort, in der Nähe flirrendes, blaues Wasser, das regelmäßig an die Ufer schwappt, dann und wann mit schäumenden Wogen gekrönt, ein paar Vögel, die übermütig in den sich sachte wiegenden Binsen flattern… Und in mir verschwimmt die Erinnerung an Dinge, die vor ein paar Monaten so prägend waren…

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… wie 100 Mal am Tag die zerrissenen, angeschwollenen Umzugs-Hände waschen… nicht mehr enden wollenden Muskelkater vom Bücherkisten in den dritten Stock Schleppen und Umsortieren (die Obi-Kisten sind übrigens denkbar ungeeignet für mehr als 10kg; aber das wissen erfahrene Umzügler sicher schon)… einen abwesenden Geist, der den ganzen Erinnerungskrams nicht mehr sehen kann - und gleichzeitig weiß, wie toll es ist, ein paar Jahre später durch so eine Kiste zu gehen… bis nachts um eins rumräumen, aussortieren, Müll wegbringen, Sachen verschenken… und dann um 6.30h wieder aufwachen und nicht mehr einschlafen können, weil tausend kleine Dinge durch den Kopf schwirren, die erledigt werden wollen…

Wenn ich heute fertig mit allem bin, werde ich ein langes, heißes Bad nehmen und mich so von der großzügigsten Badewanne, die ich je hatte, verabschieden; man weiß ja nie so genau, was die Zukunft bringt.

I’m just sayin’.

—–
UPDATE 23.08h

Dringend: Wie bekommt man 8 cm lange Dübel aus der Wand??? Für Küchenschränke verwendete Dübel? Seit einer halben Stunde versuche ich diese garstigen Platikteile mittels Schraube und Zange aus der Wand zu ziehen. Aber heiliger Strohsack, sitzen die fest! Diese kleinen Dinge.

Dem Freund vorhin erzählt, daß die Malerin es mir für einen Hammerpreis macht. Und nächste Woche mit ihrer Freundin zusammenzieht.

Zu spät gecheckt, daß seine Antwort “habt ihr was ausgemacht, oder? ;)” eigentlich lustig ist.

Langer Tag, sehr sehr langer Tag gewesen. Aber jetzt sind Speicher und Keller leer, selbst die letzten Müllkisten gepackt und für den Abtransport bereit.

Und daß das mit dem Sperrmüll heute geklappt hat, dafür sag’ ich nochmal tausend Dank, Mr. Cha! Deine Vermieterin, wie eine Matrone aus dem nächtlichen Fenster lehnend, war ja zu ulkig. Hast Du mitbekommen, daß sie sich Sorgen um ihren wie Unkraut über die Mauer wuchernden Efeu macht, weil Du da Deine Sperrmüll-Schrankbretter angelehnt hast?

Für diejenigen von Euch, die so eine Ausrüstung noch nie in Ruhe betrachten konnten (wie nämlich auch ich), hier der exklusive Blick auf eine stinky welche solche, die jetzt schon ein bißchen länger in unseren heiligen Kellergewölben residiert hat.

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Die Schätze, geborgen aus einer riesigen Tasche, in die ich zweimal hineinpassen würde, genießen jetzt die morgendliche Balkonkühle - und verinnerlichen hoffentlich ein bißchen was von der frischen Sommerbriese…

Meine Güte, kann man stinky männlich eigentlich steigern? :-D

Vier Wochen voller Action, so daß ich gar nicht in dem Ausmaß zum virtuell Dokumentieren der Vorbereitungen komme, wie ich’s eigentlich angedacht hatte. Denn bei unserem großen Schritt über den gar nicht so großen Kanals bin ich für jede Information dankbar, die GB-bezogen im Netz zu finden ist wie beispielsweise hier oder hier.

Wir ziehen zwar nicht in “eines der wichtigsten Kultur-, Finanz- und Handelszentren der Welt” - was wohl auch besser so ist, wenn man nicht mit Silberlöffelchen aufgewachsen bzw. ein gewiefter Finanzbänker ist - doch Hinweise und Hintergründe machen die Sache viel leichter, weil man dann schon vorbereitet ankommen kann und evtl. die richtigen Papiere und Dokumente gleich bei sich trägt.

Während der Lieblingsmann nach ewigem Hin und Her mit der dt. und brit. Ausländerbehörde schließlich offiziell einreisen durfte, die Firma ihn mit derart offenen Armen empfing, so daß er an seinem zweiten Arbeitstag gleich als weltweit einziger deutschsprechender Support-Telefoneur eingesetzt wurde - ohne Training -, hatte ich heute das Vergnüngen, meinem Vermietergespann, bestehend aus Vater und Sohn, die Ursachen von Türstockschrammen und Kratzern im Parkett zu erklären.

Abgesehen davon, daß ich noch nie in meinem Leben solch pingelige Vermieter hatte - und es dem Sohn, der das Haus frisch geerbt und jetzt schön unter der Obhut des Herrn Papa in die Rolle des Vermieters reinwachsen darf, sichtlich unangenehm wurde, je länger er den Begründungen seines Vaters uns gegenüber zuhörte, warum wir eine nur ein Jahr lang bewohnte, kaum abgenutzte Wohnung k o m p l e t t streichen müßten - also abgesehen davon kömmt gegen Ende der Woche nun der große Umzug zustande, für den ich noch schwer am Kalkulieren und Aus- und Einpacken bin, damit es ja nur die vereinbarten 40 Mini-Kisten werden.

40 Mini-Kisten. Wer hätte gedacht, daß fast 2/3 davon Bücher sein würden?

Und schließlich profitiere ich zum wiederholten Mal in meinem first life von einer virtuellen Bekanntschaft, die sich über ein paar Treffen hinweg zu einer zaghaften Freundschaft entwickelt hat, wie ich meine. Dem werten Herrn Cha ist es zu verdanken, daß morgen eine patente Malerin bei mir vorbeischaut - und hoffentlich einen genau so guten Anstreicherpreis verlangt, wie sie’s auch beim ebenfalls tüchtig umziehenden Multisportler gemacht hat.

So. Dann pack’ ich meine freischwebende Aufmerksamkeit zusammen und bring’ das Zusammenhanglose hier zuende… Nur das eine, das beschäftigt mich schon den ganzen Abend: Wie, bitte sehr, funktioniert das jetzt genau mit diesen council tax bands, nach denen Deine Wohnung eingestuft wird und Du dann ensprechend des bands Gebühren an die Kommune, Polizei und Feuerwehr bezahlst - zusätzlich zum Mietpreis?

Ja mei, wenn’s so leicht wär’, gell… :D

Mal sehen, wieviel dieser Art Humor dann auch im britischen Alltag zum Vorschein kommt.

(Via Jimbo)

Im Rahmen eines umfassenden Texter-Auftrages hatte ich in den letzten drei Wochen mit ca. 40 Kunden aus einem recht heterogenen Bereich zu tun. Allen gemein ist zwar die Sorge um das körperliche und geistige Wohlbefinden ihrer Klienten, doch dieses läßt sich bekanntlich auf vielen Wegen erreichen.

Während mir am abschreckendsten die Edel-Kosmetik-Salongse (auch gerne als “Galerie” oder “Institut” bezeichnet, mit bisweilen kuriosen Neologismen aus englischen und deutschen Wortteilen) und Haare-Weg-Etablisments in Erinnerung bleiben werden, schlägt mein Herz kichernd und warm für meist im Speckgürtel der Stadt residierende Muttis, die sich nach dem dritten Kind ihren Selbständigkeitstraum mit Edelstein-Massagen, Narben-Blockaden- oder Farb-Energie-Behandlungen erfüllen.

Ihre Arbeitsräume nennen sie liebevoll “Insel” und liegen damit nicht weit weg von den unzähligen Erleuchteten, den Sitas, Atulyas, Shantis oder Devals, die in ihren “Oasen” - nicht selten “in exklusivem Ambiente” - mittels Chakra-Behandlungen, Aura-Soma, Aroma-Öl-Massagen und Tao-Essenzen für den Einklang von Körper, Geist und Seele ihrer Kunden sorgen. Oder mit Ayurveda-Kochkursen!

Als Unwissende ersten Grades staune ich ob der fantasievollen Namen, Rituale und Anwendungen! Nie im Traum wäre ich darauf gekommen, daß miese Laune, eine schlechte Aura und wenig Selbstbewußtsein von z.B. zwei centstück-großen Narben kommen kann, die ich mir seinerzeit beim Fahrradfahren-Lernen zugezogen habe!

Neben diesen ersten drei Gruppen und abgehoben, pseudo-sophisticated Emails und Aufträge formulierenden Kunden aus der Kategorie “Ästhetische und Plastische Chirurgie” sowie dem Golfsport (”Die Suche nach einem im Rough verlorenen Ball stellt immer wieder einen interessanten Ausflug in die ‘Tiefen’ der Natur dar”), finden sich dann noch diejenigen, die ich eher als bodenständig bezeichnen würde: Fitness-Studio-Betreiber, Friseure und Sonnen-Studio-Leiter.

Während erstere vor allem Wert darauf legten, daß in ihrem Text Specials wie beispielsweise kostenlose Tageszeitungen, Kinderbetreuung, Kursgebühr-Erstattung durch die Krankenkassen, Internet und MP3-Player hervorgehoben wurden, setzte ein Vertreter der letzteren auf S.E.X.. “Da muß viel mehr Sex rein”, meinte er zu meiner ihn betreuenden Kollegin, “Sex sells, das wissen Sie doch!” Zwei Drittel seiner PR dreht sich in der endgültigen Version nun um die wissenschaftlich korrekte Darstellung des Zusammenhangs von euphorisierenden Botenstoffen und künstlichem Licht - und Sex: “Wer Lust hat, sich und seinem Körper wieder den Kick Erotik zu geben, den schöne gebräunte Haut beim anderen Geschlecht auslöst, sollte…”

So. Und jetzt kommen wir endlich zu dem, worüber ich eigtl. die ganz Zeit schreiben wollte.

Ich bin am Samstag von einem Kunden gefragt worden, ob ich für ihn Haarmodel werden möchte.

Haar-Model.

Ich.

Hahaha.

Wie’s mir die Sprache verschlagen hat.

Am Mittwoch habe ich jetzt meinen Termin bei einem der coolsten, umtriebigsten Friseure in der Stadt, der nicht nur mit einem außergewöhnlichen Salong plus integrierter Kunst-Galerie aufwarten kann, sondern sich auch als Visagist bei diversen Bällen und Modeschauen einen Namen gemacht hat.

Alter Schwede.

Er weiß, daß ich nicht mit einem Kakadukopf nachhause gehen darf. Er weiß, daß ich auf keine Haarstyle-Events gehen werde; auch deshalb, weil ich bald ins Ausland ziehe. Ihm ist klar, daß ich mich nicht für seine Webseite ablichten lasse.

Drum also umso größer mein Erstaunen. Und um so diffuser meine momentane Erwartungshaltung.

Eine klassische “Landei von Welt”-Geschichte, hm, Sissy? Hahaha.

Von des Freundes Exfreundin’s Mutter bei einem mit allen beiden sowie dem aktuellen Freund genossenen deftigen Schweinsbraten, yummy Semmelknödeln und hervorragendem Blaukraut einen Schlüsselanhänger mit dem Wahrzeichen der Stadt aber nichts zu trinken bekommen, “damit Ihr mich hier nicht vergeßt, ja?”

Der erste Tag, an dem wir ernsthaft das Aussortieren begonnen haben.

Nachdem bei uns erst am kommenden Dienstag die erste braune Tonne des Jahres geleert wird, haben wir uns bis heute Zeit gelassen mit dem Wegräumen des Weihnachtsbaumes. Die Weihnachtsdeko-Kiste war denn auch die erste, die ich heute umzugtauglich gemacht habe: alte, verzierte Weihnachtskerzen, die wegen einem schlechten Docht nie wirklich gebrannt haben, weg, alte Deko-Kieferzapfen weg, altes Lametta und alte, wachsbetropfte Kugeln weg.

Das Sortieren in…

    - kommt mit
    - wird verkauft
    - wird verschenkt
    - wird weggeworfen
    - wird eingelagert

… wird uns die nächsten Wochen begleiten, und ich weiß jetzt schon, wie schwer mir das bei bestimmten Gegenständen fallen wird.

Was sind das denn für Dinge, die ich unbedingt mitnehmen sollte, auch wenn mir dazu geraten wird, sie hierzulassen/ wegzuwerfen? Meistens Dinge, mit denen ich bestimmte Ereignisse in meinem Leben verbinde. Dazu gehören beispielsweise ein paar Pflanzen, die ich aus Fexern von Pflanzen lieber Menschen oder aus einem Baumarkt gemopst großgezogen habe. Dazu gehören Bücher, wie unter anderem alte Schul- und Lehrbücher, an denen mich immer die jeweilige, für mich als Kind des 20. Jahrhunderts ganz unmögliche, spießige Herangehensweise fasziniert hat. Und schließlich gehören dazu eine Hand voll Möbelstücke, in deren Kontext ich die Liebe meines Lebens kennengelernt habe. Welche Überlegungen sollte ich also machen, damit ich mich davon leichteren Herzens trennen kann?

So wie es aussieht, müssen wir aus Kostengründen fast alle Möbel hier lassen. Klar: Bevor ich 2.500 Euro dafür zahle, das unser klasse Ecksofa mit den beiden dazugehörigen Kult-Stühlen aus den 50ern mit auf die Insel kommt, kaufe ich mir für das Geld lieber was neues.

Aber trotzdem: Wie viele Erinnerungen daran hängen, ist mir erst heute bewußt geworden. Als nämlich klar wurde, daß wir wahrscheinlich auch unseren zwei Meter langen Kolonial-Eßtisch mit den sechs wunderschönen Stühlen da lassen werden.

An dem 011407_tradbreaktfast.jpg ich zum ersten Mal cheese grits, biscuits, hash browns und ein traditionell zubereitetes peanut butter sandwich gegessen habe.

Sooo… und in diesem Sinne, liebe Leserschaft… hat von Euch zufällig jemand Interesse an folgenden, teilweise zock-erprobtem Möbiliär? Von dem es sich zu trennen sicherlich leichter sein wird, wenn ich weiß, daß es in guten Händen ist… :)

011407_tisch.jpg 011407_sofa_tisch.jpg 011407_sesselgruen.jpg

011407_sessel.jpg 011407_regal_mahagoni.jpg 011407_regal_big.jpg

* Fähren nach England

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Multinationale Veränderungen erfordern multimediale Notizmöglichkeiten :)

In Zeiten von Weblogs, Skype und Co wird der (Groß-)Teil meiner weiteren Sistaweb-Einträge deshalb als Notebook herhalten; wer sich mit dem Thema auskennt, mir Tips und Hinweise zukommen lassen oder mir sagen will, wie ungeschickt es im Moment ist, Deutschland zu verlassen diesem Trend zu folgen - ich freu’ mich über Eure Kommentare! Vielleicht ist jemand von Euch auch schon ins Ausland gezogen und mag mir sagen, schreiben, was ich auf keinen Fall, getrost oder lieber mal ganz schnell vergessen darf?

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