facts & fiction


… und was ist, wenn er zwar ein guter Kuesser ist, aber scheisse im Bett?

:D

Neulich am verregneten Flughafen zu Växjö (Flugsimulator-Bilder ;) ), vereinzelte Strahlen der orange-rötlichen Abendsonne hatten eben verschüchtert die gigantischen Unwetterwolken durchbrochen.

Die E-Heldin und ich schämen uns fremd für dutzende deutsche Touristen, die durch ihr lautes, aufgeregtes Geplapper über kostenloses Kaffeenachholen in schwedischen Restaurants dem einmaligen Naturschauspiel am wilden Wetterhimmel jegliche Einzigartigkeit und Magie abzusprechen scheinen…

… als das kleine Mädchen neben mir, bisher stumm mit leuchtenden Augen die nasse Landebahn und die sich auf ihr spiegelnden Himmelsgewalten bestaunend, ihren blonden Lockenkopf zu ihrer schwatzhaften Mutter dreht.

“Du, Mama, ist es hier eigentlich dunkel?”
“Ja klar”, entgegnet die Mutter genervt, “guck Dir doch nur mal die Wolken an!”

Die Kleine richtet ihren Blick wieder auf das glitzernde Rollfeld, hinter dem in frischem grün der Wald hervorleuchtet, und schweigt. Nach ein paar Sekunden dreht sie ihren Kopf wieder zur Mutter.

“Nein”, sagt sie energisch, “ich meine hier drin”, und deutet mit pappigen Händchen auf ihren Mund, den sie weit aufgerissen hat.

Die Mutter läßt sich endlich dazu herab, ihre Tochter beim Reden anzuschauen und guckt ein paar Sekunden verdutzt, bevor sie antwortet “achso” und schließlich “ja, schon”.

Das Mädchen scheint keinen Gefallen an der Antwort zu finden und rutscht auf ihrem Sitzplatz aufgeregt hin und her.

“Aber Mama!”
“Waaas denn!?”
“Aber Mama, Mama! Was ist, wenn ich den Mund aufmache? Sooo weit? Da muß es doch hell sein in mir drin!”

Die Mutter rollt ihre Augen und mustert nervös die anderen Passagieren um sie herum.

“Kann schon sein”, sagt sie in flüsterndem Ton, “kann schon sein, daß es da dann ein winziges, helles Licht gibt in Dir.”

Nur mein sich ständig wieder aufhängender Rechner verhindert, dass ich hier meine mich überkommende Emotionalität ausführlichst ausbreite, die mich angesichts von Abschieden, Hochzeiten, Erinnerungen usw. überkommt. Während also meine alkoholisierten Nachbarn bei Andrea Bergs “Du hast mich tausend mal belogen, du hast mich tausend mal verletzt…” im Garten gut gelaunt grillen, komme ich von meinen philosophischen Wirrwarrgedanken gar nicht mehr weg. Alles dreht sich um die liebe Vernunft, verlorene Leidenschaft und blanke Brüste von stolzen Stillmuttis auf dem Sofa…

Tja, aber was will frau schon mehr…?!

Schwupsdiwups vom Fleck weg begeistert war ich im Juni von ihr, der Stimme von Amy Winehouse (Hier ein ausführlicher Wikipedia-Artikel.). Ihre neueste CD lief tagelang auf und ab, während ich mich in eine neue Umgebung, derzeit noch von einem Haus von professional sharers dominiert, auf einem neuem Längen- und Breitengrad-Fleck einzuleben versuchte.

Als ich dann die Rockröhrenstimme dann zum ersten Mal 24jähriges Fleisch werden sah, haute es mich fast vom gemieteten Küchentresenhocker: Wie konnte so ein zierliches Persönchen solch ausdrucksstarke Töne von sich geben? RESONANZKÖRPER - WO?

Meine Ankunft und die ersten Gehversuche in England verbinde ich seitdem mit Amy Winehouse. Ihre scheinbare Unabhängigkeit und Stärke, ihre Liedertexte, ihr Erscheinungsbild: Die unzickige Geradlinigkeit, die den ganze Erfolgsschlamassel, das Auf und Ab in den Medien durchzieht, steht Pate für die vielfältigen Geschmäcker und Zwischentöne meines neuen Lebensabschnittes, in dem meine liebste Bienenkorbstimme allzeit einen besonderen Platz einnehmen wird.

Ich mein: DIE STIMME!

Hier eine akustische Version ihres letzten Hits (Hier die Version mit Orchester, sozusagen.):

(Anfang Test Deutsch)

Der Tag, an dem ich aus Gruenden des zum ersten Mal wieder gescheites Internet Habens realisierte, dass die Mutti nur ein Jahr juenger als der Gouverneur respektive der Terminator ist… ein Jahr juenger als der Action-Held meiner Kindheit… was die Mutti ja auch zu einem muskelbepackten Action-Held werden liese…

Huiii! Ja was fuer ein komischer Gedanke :)

Unbaendiger Tatendrang… der Konkurrenz kraftvoll davonpreschen… mal als Retter der Umwelt, mal als Helfer der Armen und Kranken… dann als Versoehner inmitten des Parteienstreits (lies: Geschwisterstreits)…

Wenn die Mutti naechstes Jahr 60 wird, dann sicher nicht mit der gleichen Gewissheit wie heute Arnie, zumindest laut Gmx-AFP… naemlich dass ihr der Rollenwechsel vom belaechelten Muskelprotz zur anerkannten Politikerin gelungen ist… und, getrieben von einem staehlernen Ego, weit ueber Bayern hinausreichenden Ambitionen…

Was gut ist, so.

(Ende Test Deutsch)

… ein Gschichterl von gestern Abend, sehr später Abend sogar:

Will ich die Unibibliothek verlassen, deren verlängerte Öffnungszeit bis Mitternacht eine der neuen “Stilblüten” des Studiengebührensegens ist, wie der Provinzblogger schreibt, und entdecke am Ausgang der Bibliothek einen älteren Herren in schwarzer Uniform.

Ein Wachmann! Der mir freundlich zuzwinkert! Und von dem ich einen Begleitservice zur Straßenbahn einfordern kann, wenn’s mir zu dunkel und gruselig ist, den weitläufigen, parkähnlichen Campus entlang!

Weil ich Dussel beim Einpacken meiner Sachen das wichtigste Lernskript des Tages in einem Spind vergessen habe, was ich nach 15minütiger Straßenbahnfahrt in Richtung Stadtmitte merke, steige ich also wieder um und fahre zurück zur Bibliothek. Das Skript Gott sei Dank wiedergefunden, finde ich mich im Vorsaal bzw. der Einganghalle der Zentralbibliothek wieder, wo ich noch schnell Emails an den dort für Recherchezwecke etc. aufgestellten Rechnern checken möchte.

In der Eingangshalle ist das Stichpunkt.

Denn wenig später tippt mir ein anderer, älterer Wachmann unfreundlich auf die Schulter und weist mich zurecht, daß ich doch bitte das nächste Mal den Rucksack in einem Spind verstauen soll.

In der Eingangshalle!

Oh no no no no no no, sag ich ihm, Mäntel und Taschen, das gilt nur für die Bibliothek selber. Doch er bleibt streng und bei seiner Behauptung - und übersieht später in der Begeisterung ob einer Tafel voll von diversen Licht- und Lautsprecherknöpfen, wie ein noch älterer Herr in die Bibliothek marschiert - mit Jacke!

Klaro, daß ich mich fluchs abgemeldet habe, zu ihm lief und rief “So, ich soll also in der Eingangshalle meinen Rucksack ablegen beim Emailchecken, aber den Herrn hier eben lassen sie in voller Montur in die Bibliothek!”

Ihr hättet sehen soll, wie er, scheinbar an einem wunden Punkt erwischt, ruckizucki in die Bib gesprintet ist! Ohne Rücksicht darauf, daß jetzt niemand mehr Wache am Eingang schieben würde.

Tjaja. Mal sehen, was passiert, wenn diese Blüten zu Früchten heranreifen und geerntet werden können…

Für diejenigen von Euch, die so eine Ausrüstung noch nie in Ruhe betrachten konnten (wie nämlich auch ich), hier der exklusive Blick auf eine stinky welche solche, die jetzt schon ein bißchen länger in unseren heiligen Kellergewölben residiert hat.

070423_icehockey.jpg

Die Schätze, geborgen aus einer riesigen Tasche, in die ich zweimal hineinpassen würde, genießen jetzt die morgendliche Balkonkühle - und verinnerlichen hoffentlich ein bißchen was von der frischen Sommerbriese…

Meine Güte, kann man stinky männlich eigentlich steigern? :-D

… sondern die Ursachen bekämpfen! So ein schwachsinniges Ansinnen:

Während andere noch beraten, soll es in New York City möglichst schnell Schnipp-Schnapp heißen. (…) Sogar bloß 1000 Beschneidungen in der richtigen Bevölkerungsgruppe könnten die Verbreitung von Aids schon verlangsamen.

Die wahre Alternative ist doch schon seit langem bekannt! Nämlich nicht

etwa beim Gebrauch von Kondomen zu schludern

oder eben bitt’schön

das jeweilige Sexualverhalten [nicht] fort[führen], dass [sic] (…) auch vor Beginn der Studie an den Tag gelegt (…) [worden ist].

Sprachen - und wie sie jeweils im Ohr verschiedener Landsleute klingen. Was für ein hochinteressantes Thema! Heute früh habe ich gelernt, daß wenn jemand seine Kumpels mit Fake-Deutsch beeindrucken will, er sich an folgenden Dingen orientiert:

Fake German sound involves:
- Switching “W?s to “V?s
- Overemphasizing hard consonant combinations (like “SCH?)
- Lots of SHOUTING

Schreien, liebe Leute, SCHREIEN! War Euch das bewußt, daß das Deutsche im Ausland teilweise als Schreisprache wahrgenommen wird?

Seit ein paar Tagen verfolge ich ein lustiges Hin und Her bei Jim, über den ich auch zu dem Fake-Übersetzer-Posting eins weiter unten gekommen bin.

Wie klingt Fake-Englisch in Euren Ohren? Wie habt Ihr als Kind diese oder andere Sprachen wahrgenommen und worauf würdet Ihr achten, wenn Ihr Pseudo-Englisch oder andere Pseudo-Sprachen (bis zum Pseudo-Klingon muß es ja nicht gleich gehen…) sprechen müßtet?

Ich bin echt gespannt. Und erinnere mich daran, daß wir als Drittkläßler großen Spaß daran hatten, die Abkürzungen der Wochentage auf unserer Meinung nach französische Art zu “singen”, wobei sich die Stimme konstant hob und senkte, so daß “MoooDiMiDo - FrrrSaSooo!” eben französisch klang :)

Oh, noch was. Ein Fake-Genie, und was für eines.

Sie fiel mir auf, weil ich mich zuerst völlig verschätzte, was ihr Alter anging. Auf den ersten Blick sah ich eine sehr kleine, etwas seltsam gekleidete junge Frau; erst, als sie direkt vor mir stehen blieb, bemerkte ich, dass dieses Mädchen höchstens vierzehn Jahre alt war.

Sie hatte rot gefärbte, lange Haare, die sie ungekämmt in den Nacken fallen ließ, trug eine weiße, viel zu große Winterjacke. Ihre Jeans hatte sie in schwarze, spitze Lederstiefel gesteckt, die mit kleinen Glitzersternchen beklebt waren. Sie schlenkerte immer leicht mit einer Stofftasche. Sie hatte auch so eine Art, den Menschen ins Gesicht zu schauen. Sehr direkt, mit einem Schein von Lächeln um die Mundwinkel. Ohne einen Anflug von Aggression, Neugier oder Anteilnahme. Einfach nur: Hallo, hier bin ich, und du bist auch da. Guckuck.

An der Bushaltestelle stand sie vor mir, dann stiegen wir in den selben Bus. Ich saß im hinteren Teil, sie blieb weiter vorne. Sie schien müde zu sein. Stand die ganze Zeit direkt an der Tür, schaute hinaus. Achtete nicht darauf, dass die Leute sich an ihr vorbeidrängeln mussten. Einer von den Jungs, die von der Schule kamen, schubste sie etwas rüde zur Seite, als er sich durchschob. Sie schaute nur kurz rüber, warf ihm einen von diesen rätselhaften Blicken zu.
Später wurde sie müde, setzte sich auf den Platz vor mir. Sie ließ ihren Kopf zur Seite fallen, an die Lehne ihres Sitzes. Ließ sich von den langsamen Bewegungen des Busses schaukeln. Schaute weiter nach draußen, auf die Straßen, die an uns vorbeizogen. Irgendwann stiegen wir aus, an der selben Haltestelle. Dort war ich dann schneller als sie. Wir hatten noch eine Weile den selben Weg, aber ich habe mich nicht umgedreht und zurückgeschaut.

Pfeift’s mich heut’ von hinten an, mittags auf dem Campus, ich hatte wieder einmal hunderte von Seiten zum Lernen kopiert. Sowas, mein erster Gedanke im Kopf, daß es hier so pfeift… normalerweise tut’s das nur am Bahnhof oder vielbevölkerten Umsteigeplatz Kö’… Aber gut, so denk’ ich weiter, der Uni-Park wird ja auch von den Anwohnern gern genutzt, um ihre Hund’ Gassi zu führen…

Aber dann pfeift’s nochmal, und wie ich richtig hinhöre, erkenne ich eine Tonabfolge, die mir irgendwoher bekannt vorkommt… irgendwoher? Heiliger Bimbam, klingelt’s schließlich im Hirn, das ist ja mal zur Abwechslung kein Anmachgepfeife, sondern ja, genau! Wer, bitte, kann dieses Pfeifen draufhaben?

Und endlich beim dritten Mal dreh’ ich mich um - und seh’ meinen Bruder mittagspauslich ambitioniert aus einem Gebäude rausschlendern!

Was es mit dem Pfeifen auf sich hat? Ja, das ist echt lustig. Als Landei von Welt auf einem Gutshof aufgewachsen, hatte ich seinerzeit zwei Brutkästen am Fenster. Um Kohl- und Blaumeisen anzulocken, versuchte ich ihren morgendlichen Lockruf zu imitieren - und nahm in meiner kindlichen Naivität an, daß sie schließlich auf ihn gehört haben mußten: sonst hätten sie ja nie in den Kästen genistet geschweige denn das liebevoll auf die Fensterbank drapierte Futter gefressen.

Dieses Gepfeife hat sich seitdem irgendwie unter uns Geschwistern erhalten. Und funktioniert bis heute als Erkennungsgepfoffe, was cool ist, wenn man bedenkt, daß ich mich wegen dem anderen Gepfeife (oder Geschmatze und Geklackere, wie ich vor ein paar Wochen in der Kulturvorstadt wieder einmal erfahren durfte) wie wohl die meisten meiner Geschlechtsgenossinnen überhaupt nicht mehr umdrehe…

Siehe auch: Der Kunstpfeifer (Loriot)

Bei der Unterstützung auf dem Campus dauert es noch lange, bis Studiengebühren auch von den Studenten akzeptiert werden. (Hatte ich erwähnt, daß die Woche genauso blöd weitergeht, wie die letzte Nacht geendet hat?)

Austausch mit einer Dozentin, bei der ich am kommenden Freitag die schriftliche Prüfung ablege; ganz unten geht’s los mit meiner Anfrage:

Am 25.09.06 schrieb XY :

Wir sind davon ausgegangen, dass sich die Studierenden während des Semesters die Daten herunter laden. Definitiv prüfungsrelevant ist die Literatur.

At 13:54 25.09.2006, you wrote:
> Vielen Dank, daß Sie auch am Wochenende Emails beantworten! Wie Sie sicherlich verstehen, bin ich jetzt allerdings ob Ihrer Antwort etwas vor den Kopf gestoßen: Sind besagte Downloads doch nicht prüfungsrelevant (sonst könnte man sie ja herunterladen)?
>
> Viele Grüße,
> A-Heldin
>
>
> Am 23.09.06 schrieb XX < XY>:
>
> Bitte wenden Sie sich an ABC
> Sie kommt in zwei Wochen aus dem Urlaub zurück.
>
>
> At 13:44 23.09.2006, you wrote:
>> Liebe XY,
>>
>> danke für Ihre rasche Antwort - bitte schicken Sie mir noch die URL der Seite, auf der ich die Präsentationen downloaden kann; auf den Download-Seiten finde ich leider nur Seminarpläne im PDF-Format.
>>
>> Viele Grüße,
>> A-Heldin
>>
>>
>> Am 22.09.06 schrieb XY < XY>:
>>
>> Liebe A-Heldin,
>> die Literaturordner stehen im Büro von Frau DEF (nur vormittags).
>> Das Kennwort fuer den Download ist, glaube ich: ***
>> Falls nicht, wenden Sie sich bitte an ABC@abc.abc
>> Mit freundlichen Grüßen
>> XY
>> At 16:02 22.09.2006, you wrote:
>> >Liebe XY,
>> >
>> >beim Stöbern auf den Psychologie-Seiten habe ich
>> >vorhin gelesen, daß die Veranstaltung
>> >”Ausgewählte Themen der Sozialpsychologie”
>> >relevant für die Magister-Abschlußprüfung in
>> >diesem Herbst ist. Nachdem ich im
>> >vorangegangenen Semester nicht an der Uni war
>> >und ergo das Seminar nicht besuchen konnte,
>> >würde ich mich freuen, wenn Sie mir die
>> >Zugangsdaten zu den Seminar-Präsentationen zusenden würden.
>> >
>> >Vielen Dank und ein schöner Gruß,
>> >A-Heldin
>> ********************************************************
>> Prof. Dr. XY

Einem armen Hascherl gleich lag es da im Staub, auf dem Spazierweg an der üppig begrünten Stadtmauer, ein paar Meter rechts vom träge dahinfließenden Herbstkanal. Beliebter Treffpunkt gleichgeschlechtlichen und so Verkehrs, hatte dieser gerüchteumwitterte Ort in der vergangenen, lauen Nacht anscheinend überhaupt nicht zur Erfüllung der eigentlichen Bestimmung des armen Dingens beigetragen: Zwar war es ausgerollt und, wie es schien, arg gedehnt worden, mußte es schon von dutzenden Paar Schuhen achtlos getreten worden sein. Doch das geschlossene Ende des hauchdünnen Schlauches sah aus, als wäre es eben frisch aus der Verpackung genommen worden, vielleicht aus der “mit Geschmack” oder der mit “extra klein”. Nix Ausstoß von 2 bis 6 ml Sperma (Ejakulat) mit von Mann zu Mann oder Ejakulation zu Ejakulation sehr unterschiedlicher Geschwindigkeit über koordinierte Kontraktionen des Nebenhodengangs (ductus epidedymidis), des Samenleiters (ductus deferens), der Bläschendrüse (vesicula seminalis), Prostata und Harnröhre (urethra) sowie über die Kontraktionen der Beckenbodenmuskulatur über die äußere Harnröhrenöffnung meist in mehreren Fraktionen - entsprechend der reflexgesteuerten Muskeltätigkeit oder so. Das arme Verhüterli.

Ich bin mir ziemlich sicher, daß Sistaweb schon ein paar Leser hat, die sich für das Baby von Tom Cruise und Katie Holmes interessieren. Im Vanity Fair Magazine sind jetzt zum ersten Mal Photos des im April geborenen Aliens veröffentlicht worden. Und hier geht’s zur Bildergalerie einer fleißigen Klatschreporterin, die die Seiten des Magazins eingescannt zu haben scheint.

Aber wem sieht die kleine Suri ähnlich? Agent Bedhead und Perez machen sich da so ihre Gedanken… und hier… und hier … und vor allem hier.

Fällt Euch zu Folgendem ein Beispiel ein?

Die Regierung tut etwas - und jeder haßt es. Etwas, das überhaupt nichts dazu beiträgt, daß der Staat oder die Wirtschaft funktionsfähig bleibt. Das aber dennoch eine beträchtliche Belastung für die Allgemeinheit darstellt.

Hier in Deutschland gibt es so etwas - und nennt sich GEZ oder Gebühreneinzugszentrale. Ich würde hier eigentlich einen Link auf selbige setzen, aber dieses Biest ist so etwas wie der IRS, das CAIR und die RIAA in einem. Als ein Konglomerat dieser drei checken die wahrscheinlich ihren Sitemeter nach Referrals von Leuten, die über sie meckern. Jeder, dessen Leben nicht von diesem Verein abhängt, hat nichts als Verachtung für die GEZ übrig.

Was ist die GEZ?

Die GEZ ist ein spezieller Teil der deutschen Regierung, die monatlich Gelder für Fernsehen, Computer und eigentlich alles, was Dir einfällt, einkassiert. Wenn man einen Fernseher, ein Radio oder im Endeffekt irgendetwas besitzt, das Informationen senden oder empfangen kann, muß man eine monatliche Gebühr bezahlen. Für den ersten Fernseher oder eine Kombination aus Radio und Fernseher sind das 17,03 Euro im Monat. Ein Radio kostet 5,52 Euro. Für einen internetfähigen PC sind es ab Januar 2007 nochmal 17,03 Euro, womit ein Privathaushalt mit Radio, Fernseher und internetfähigem Computer locker mal 39,58 Euro hinblättern darf.

Wohin geht das Geld?

Im Jahr 2005 hat die GEZ 7,12 Milliarden Euro eingezogen. Wenn man daran denkt, daß in Deutschland 80 Millionen Menschen leben, sind das beinahe 100 Euro für jeden Mann, jede Frau und jedes Kind. Wie man der GEZ-Homepage entnehmen kann, wurde die Beute folgendermaßen verteilt:

Wie man erkennen kann, hat allein die ARD 5,247 Milliarden Euro bekommen. 5,247 Euro, die von Deutschlands Einwohnern mit Gewalt, unter Androhung von Geldbußen und Gefängnisstrafen, eingezogen worden sind. Jede Organisation auf dieser Liste steht unter aller Kritik. Das sind Piraten im Auftrag, die vom Plündern der hart arbeitenden Bevölkerung Deutschlands profitieren.

What the fuck?!

Gute Frage. Die offiziell-rationale Erklärung dafür lautet, daß mit den Gebühren ein unabhängiges Programm möglich gemacht wird. Bei dieser Erklärung handelt es sich ein bißchen um so etwas wie doublespeak, auf die Orwell stolz gewesen wäre. Denn die GEZ handelt im Gegenteil nicht unabhängig, da das Geld ja von einer zentralen, regierungsüberwachten Organisation eingezogen wird; den Volksangehörigen abgenötigt wird, die keine andere Wahl haben.

Alles, was damit erreicht wird, ist der Untergang des deutschen Fernsehmarktes mit Mitteln, die der Sklavenarbeit gleichkommen, und das Erdrosseln von unabhängigen Nachrichtenquellen, die weder Berlin noch der GEZ verpflichtet sind. So würden beispielsweise GEZ-unterstützte Nachrichtenquellen niemals Artikel bringen, die die Regierung oder ihre Politik in Verlegenheit bringen. Und es sollte schon erst mal einen kalten Tag in der Hölle geben, bevor die GEZ unverblümt kritisiert werden würde.

Die GEZ ist in Deutschland so verhaßt, daß eine Partei, die an die Macht kommen möchte, nur das Wahlversprechen geben müßte, die GEZ abzuschaffen. Die sogenannten libertarians der FDP haben bei der letzten Wahl leider vergessen, dieses Thema ein bißchen mehr aufzubauschen.

(Artikel ursprünglich bei Youbitch)

Einer meiner Träume ist es, irgendwann mal ein Café zu besitzen.

Kein spezielles, sondern ein völlig normales. Eins von diesen Cafés, die es in jeder größeren Stadt gibt, besonders viele davon in Berlin. Eins von denen, die ein bisschen alt wirken, aber trotzdem nicht schäbig sind, und in denen die Kellner die Gäste beim Namen kennen. Wir würden guten Rotwein verkaufen und vegetarische Snacks anbieten, sonst kein Essen, und die Leute würden zu uns kommen, weil man sich da gut unterhalten kann und es irgendwie Stil hat. Kein Stil, der sich aufdrängt. Gepflegtes Understatement.

Ich würde auf jeden Fall Sofas in mein Café stellen. Wahrscheinlich graue, unglaublich bequeme, aber ein wenig hässliche Ledersessel, in die man sich setzen kann und die Zeitungen und Bücher lesen, die ich daneben gelegt habe. Dann sollte mein Café natürlich noch eine lange Bar haben, an der man sitzen und mit dem Barkeeper reden kann. Keine Spirituosen hinter der Bar, das wäre zu übertrieben, mein Café sollte ein entspanntes Café sein, keine Bar, kein In-Treff. Der Barkeeper sollte keinen stressigen Job haben. Er muss ein relaxter Typ sein, der nicht viel redet, aber gerne zuhört, und der erkennen muss, wann ein Gast einen starken Schnaps nötig hat - und wann nicht mehr.

Ich würde Kellner einstellen, die ihren Job verstehen. Echte Profi-Kellner, die damit ihren Lebensunterhalt verdienen. Nicht solche hübschen, aber technisch schlechten Studenten, sondern Leute, die ihren Job verstehen. Ich würde meine Kellner gut bezahlen und sie nicht zu viele Überstunden machen lassen, weil ich will, dass sie von ihrem Job leben können. Ich würde alle meine Angestellten ihre Lieblings-CDs mit zur Arbeit bringen lassen, und deswegen würden wir die ganze Zeit irgendwelche abgefahren Musik laufen haben, Edith Piaf oder Magnetic Fields oder irgendwelchen Ambient-Elektro. Ich würde wollen, dass ab und zu Menschen an die Bar kommen und fragen, hey, was ist denn das, und dann würde ich sagen, na klar, das ist BeigeGT, soll ich dir das mal ausleihen.

Ich würde kleine, seltsame Bands in meinem Café spielen lassen. Gute Bands natürlich, aber keine von den bekannten Gruppen. Dann würden 15 Leute auf ihren Stühlen sitzen und zuhören, zur Musik mit dem Kopf nicken und Spaß haben. Nachher würden wir uns alle mit der Band betrinken und die Soundanlage erst am nächsten Morgen abbauen.

Ich würde gar nicht selbst arbeiten wollen in meinem Café. Ich würde woanders mein Geld verdienen, nur abends vorbeikommen, meine Arbeitskleidung über den Garderobenständer hängen und mit den Stammgästen reden. Das Tagesgeschäft würde ich einem Freund von mir überlassen, der auch von den Einnahmen des Cafés leben kann, ich selbst würde nichts wollen von dem Geld, würde mich auch nicht zu sehr nach dem Publikumsgeschmack richten wollen, die Preise nicht zu sehr nach oben treiben. Ich hätte dieses Café gerne nur als so eine Art erweitertes Wohnzimmer, mit Menschen darin, die sich wohl fühlen, mit denen ich Schach spielen kann und Schwarz-Weiß-Filmsessions abhalten, wo Mini-Poetry-Slams stattfinden und sich Pärchen zum dritten Date verabreden.

Warscheinlich würde ich das Café „The Owl“ nennen, nach dem Café, das in Robert Chalmers´ „Who is Who in Hell“ vorkommt.


Diesen Text ist vor fast einem Jahr schon einmal in meinem alten Blog erschienen. Weil ich dieses Blog allerdings in der Zwischenzeit gelöscht habe, weil das einer meiner Lieblingstexte war, und weil ich denke, dass auch die Leser von Sistaweb ihn mögen werden, veröffentliche ich ihn hier noch mal.

So, das wird dann jetzt mein erstes Sommergewitter.

Ich mag Gewitter. Meine Eltern haben mir mal erzählt, dass ich während eines Gewitters geboren wurde. Ich mag diese Spannung die in der Luft hängt, bevor die ersten Tropfen fallen, und ich mag erst Recht, wenn es dann endlich losgeht. Ein reinigender Sturm Chaos, der den Staub und den Schweiß des Alltags wegbläst, der über die Trägheit wegfegt, die uns in den Sommermonaten oft umfängt und sie mitnimmt.

Mir fiel gerade ein, was ich letztes Jahr, beinahe um die selbe Zeit, mal vor einem Sommergewitter geschrieben habe:


Eine seltsamme Spannung liegt in der Luft diesen Abend. Ein unruhiger Wind geht über das Land, biegt die Ähren des Korns mal in die eine, mal in die andere Richtung. Die Schwalben fliegen tief, weit unter den Wolken. Donnergrollen zieht von weit her, nur leise, aber unheilverheißend. Die Menschen lenken ihre Schritte schnell die Wege entlang, suchen Schutz. Schaffen ihre Habseligkeiten ins Innere. Stehen hinter den erleuchteten Fenstern und schauen ahnungsvoll zum Himmel. Alles liegt in einem seltsam grauen Licht, wie bei Dämmerung, nur viel zu früh. Es ist, als ob alles und jedes die Luft anhalten würde, oder besser, Luft holen, ein letztes Mal vor dem Sturm. Wetterleuchten zuckt am Horizont. Die Straßenlaternen flackern. Es sind große Zeiten, in denen wir leben.
Es werden lange Tage und lange Nächte sein. Lieder werden gesungen werden. Helden werden geboren werden.

Gerade eben war es hier noch hell und ruhig. Jetzt stürmt es, es ist stockdunkel geworden, die Tropfen klatschen die Fensterscheiben. Mein Mitbewohner meckert, weil das Fernsehen ausgefallen ist.

Angeblich ist das ja ein alter Hut, aber ich wusste das trotzdem noch nicht: Wenn man Mentos in Diet Cola schmeißt, dann schäumt die Flasche sofort so stark über, dass eine Fontäne entsteht. Das hat mit etwas Chemischem zu tun, das auf Englisch nucleation sites heißt. Was mir auch nicht wirklich weiterhilft: Ich kann Englisch, aber Chemie habe ich nach der elften Klasse abgewählt. Vielleicht hätte ich´s ja nicht gemacht, wenn unsere Experimente so ausgesehen hätten:

Testosteron-Bonus: Unglaublich komplizierte technische Apparaturen!

Übrigens, weil ich als Gastblogger da auch nicht so richtig Bescheid weiß: Schreiben wir hier auch über Fußball, oder ist das Sistaweb WM-freie Zone?

UPDATE 07.06.:

Weil mir gerade wieder das den Text unten wunderbar ackompagnierende Posting der Kaltmamsell in den Kopf kam, hier der Link dazu: Von den Ekligkeiten des Dickseins.

Klar hat man sich als Durchschnittsfeministin spätestens ab der Pubertät gegen die Zwänge der gesellschaftlichen Schönheitsideale gewehrt. Hat Models „Hungerhaken“ genannt und die Bigotterie von Frauenzeitschriften angeprangert, die einerseits behaupten, die weibliche Selbstbestimmung zu unterstützen, andererseits jede Saison mit neuer Sinneskasteiung per Diät eröffnen.

Aber lassen Sie sich sagen: Einen Frauenkörper der Konfektionsgröße 48 zu haben, steckt ganz abseits jeglicher Ideologie rundum voll ekliger, widerlicher physischer Details. –>

Die Frau hat Kaliber - Hut ab! Oder um im heute nicht unüblichen Rezensionssprech zu schreiben: Mutig, packend und präzise erzählt die Kaltmamsell von einem geradezu existenziellen Konflikt zwischen Ideal und Wirklichkeit. Ihr gelingen dabei bewegende und nicht selten von absurder Komik geprägte Bilder, die einen tief berühren und noch lange nachwirken.

Als wir damals mit dem Opel Caravan nach Freiburg gestartet waren, hätte ich nie gedacht, daß ich mir die nächsten sieben Tage so viel über Farbe, Form und Geschmack von Kondomen würde anhören müssen. Damals, das war im November 1995, und die Eltern meiner besten Freundin hatten uns Führerscheinfrischlingen für eine Woche ihr Auto geliehen.

Wir wollten noch einmal in die Stadt fahren, in der wir ein Jahr zuvor auf Klassenfahrt waren. Die meisten von uns lernten auf diesem Trip zum ersten Mal die Tradition des in Deutschland neu auf dem Konsummarkt befindlichen Halloween-Feierns kennen, lotste unser damaliger Klassenlehrer die seit der Ankunft im beschaulichen Freiburg zur Hälfte verschnupfte Klasse doch ohne zu zögern in einen irischen Pub, um unsere beginnenden Erkältungen mit Tee mit Rum im Zaum zu halten.

Weil die Tage damals mit nervtötenden Sightseeing-Touren ohn’ End ausgebucht waren, mieteten die Freundin und ich uns ein Jahr später im Gästezimmer eines älteren Ehepaares ein. Wir wollten die Stadt im Breisgau noch einmal auf eigene Faust und ohne Kultur-Streß erkunden. Einen Abstecher nach Colmar machen. Und in den Genuß kommen, nicht schon um halbacht Uhr morgens schlaftrunken, mit einem königlichen Tequilla-Schädel und der Erinnerung an ein grausiges, großes, ungelenkes Stück Fremdfleisch im Mund zum Jugendherbergsfrühstück torkeln zu müssen (Mein erster Zungenkuß, wie ich im nachhinein konstatieren darf. Und bei weitem das unübertroffenste Trauerspiel in diesem Feld, das ich je erlebt habe. Man stelle sich vor: das war, auch ganz generell, mein erster Kuß!).

Langer Rede kurzer Sinn: meine Reisebegleiterin hatte kurz vor unserer Herbstferien-Reise einen Typen kennengelernt. Mit 18! Weil: So kurz vor’m Abi, den Führerschein in der Tasche und als Leistungskurs die Biologie anvisierend - da fehlte noch ein Mann zum vollkommenen Glück! Dieser Glücksmann hieß Benni, rauchte (!), war fünf Zentimeter kleiner als seine Lady und arbeitete als Automechaniker. In seiner Freizeit traf er sich mit Freunden am Kö, ging Billiard spielen oder fuhr mit seinem Motorrad Geländeralleys.

Abgesehen davon, daß sich die Eltern meiner Freundin über die Torschlußpanik und folglich ungeschickte Partnerwahl ihrer Tochter entsetzten und zudem besorgt um unsere Freundschaft zeigten, hielt sich auch der Jubel des restlichen Freundeskreises in Grenzen. Doch das Töchterlein nahm’s gelassen - und sorgte sich in Freiburg um nichts anderes, als 24 verschiedene Kondome aufzutreiben, die sie dem Liebsten in den selbstgebastelten Adventskalender würde packen können.

Nach zwei durchquatschten Tagen und Nächten ging mir ihr Geschwärme ob Bennis Einstellung zum Leben, zur Politik und was weiß ich gehörig auf den nicht vorhandenen Sack. Erschwerend kam hinzu, daß die Liebestolle nicht umhin kam, nach jedem dritten Satz eine Bemerkung über Bennis Liebhaberqualitäten fallen zu lassen. Oh, wenn nur ihre Mutter davon gewußt hätte! Sie hätte ihr den Kopf abgerissen!

Noch längerer Rede kurzer Sinn: Auf dem Weg zum Saturn lief mir heute wer über den Weg? Genau, die einst beste Freundin! Zu der sich der Kontakt kurz nach dem Abi wegen zu verschiedener Interessen verloren hatte.

Hey, Du bist’s, ja wie schön, Dich zu sehen!
Wie schön, Dich zu sehen! Wie geht’s Dir?
Gut, danke!
Hast Du Dein Studium abgeschlossen?
Ja, bin grad dabei. Hatte eine Zeit lang mehr gearbeitet als studiert… und dann ja das Fach gewechselt…
Ah, jetzt machst Du’s doch noch…
Ja, schon. Und Du, wie sieht’s bei Dir aus?
Oh, ich bin schon seit zwei Jahren fertig.
Ja super! Und, was machst Du jetzt?
Hmm… also… ich hab mir ja dann echt schwer getan, was zu finden… Ich bin zuhause.
Oh, das tut mir Leid… was hast Du nochmal studiert?
Literaturwissenschaft, Mittelalter-Deutsch und Kunstgeschichte.
Aha… hmmm… so… ok… und jetzt, so zuhause… bist Du als Mama zuhause?
Äh, also eigentlich nicht, nein. Wir haben keine Kinder. Aber der Michael verdient ja genug… der ist ja noch bei der Bank…
Ah… ja… aha… Und wohin bist Du jetzt unterwegs?
Zu ‘nem Stammtisch.
Einem Stammtisch? Cool! Was für ein Stammtisch denn?
Ähm… das ist… also… das ist ein Adipositas-Stammtisch…
Ah, ok. Na… dann mach’s mal gut! War nett, Dich wieder zu sehen… und… ähm… ich glaub’, ich meld’ mich mal bei Dir!

Studium durchgezogen, vor zwei Jahren abgeschlossen und seither keinen Job?? Nicht arbeiten gehen, weil der Mann genügend verdient? Deshalb zuhause sitzen und - darf ich das hier bitte genau so schreiben - fett werden, weil sie nichts zu tun hat? Alter Schwede, so ein Lebens-Konzept war mir ja schon ganz lange nicht mehr untergekommen! Wenn sie ihr Hausfrauentum bitte sehr so ausfüllt, daß es selbst gemachte Marmeladen gibt… Eingemachtes… täglich gekocht wird… dann ja, dann ist Hausfrau-Sein schon ok… Aber hey, sie hat null Kinder! Null, nada, nix, zilch, niente, mafeesh, muffat, nothing, rien! Wie kann sie da Hausfrau sein?

Immerhin scheint sie kein verlorener Fall zu sein, da sie außerpartnerschaftlichen Kontakt bei einem Stammtisch sucht. Aber wie gut ist es, sich als Adipostias-Stammtisch in einer Kneipe zu treffen, die berühmt für die besten Kässpatzen der Stadt ist?

Oh hätte sie doch nur ihre Kondom-Expertise ausgebaut… wäre sie der heute unumgänglichen Verpflichtung eines jeden Magister-Studenten nachgegangen, ein Praktikum abzuleisten… und sei’s bei Bravo, mit Verlaub… Denn das Mädel hat was zu erzählen gehabt, bevor sie ihren Chipstüten huldigenden Star-Wars-Freak kennengelernt hat… sie sich regelmäßig jedes Wochenende mit einem Einkaufswagen voll Süß- und Salzkrams eindeckten… und nach dem Zusammenziehen damit begannen, an den Wänden ihres mit Kinosesseln ausgestatteten Film-Zimmers (mit unter der Sitzfläche montierten Baßlautsprechern) Regale für ihre Ü-Ei- und Star-Wars-Figuren-Sammlung aufzuhängen.

Bis heute würde ich Farbe, Form und Geschmack ihrer Einrichtung in Frage stellen. Das Hausfrauentrauerspiel miteingeschlossen. Jedoch dies alles: ganz ohne Torschlußpanik.

Noch mehr lustige, kuriose und manchmal traurige Todesanzeigen gibt es in der Todesanzeigensammlung von Christian Sprang.

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