britain visualized


Strolling around the pedestrian zone in a nearby town last weekend, we finally learned how Santa Claus is called in England: Mr Windscreen.

Note how the audience is rooted to the ground :D

Bilder aus meinem Viertel, entlang des Weges, den ich in Variationen morgens zu meinem Büro gehe.

Vor zwei Wochen mit der neuen Kamera aufgenommen.

Mit dem frühen Herbstanfang und einigen anderen Kuriositäten als stetem Kompanion.

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(more…)

Die E-Heldin hatte letztes Jahr von nichts anderem gesprochen. A-Heldin, schrieb sie mir kurz nachdem wir auf die Insel gezogen waren, A-Heldin, im August komm’ ich vorbei und dann schau’ ich mir den Karneval in Notting Hill an!

Der August-Besuch hatte sich damals leider in den September hinein verschoben und somit war dann statt Karneval ein bißchen Portsmouth, Stonehenge, Weiße Pferde und eine schnelle London-Sightseeing-Tour angesagt.

Doch heuer habe ich mich wieder ihrer Schwärmereien erinnert - und bin letzten Montag, am Summer Bank Holiday, mit einer Arbeitskollegin mitten rein in den Trubel:

Started as a local festival set up by the West Indian immigrants of the area it has now become a full-blooded Caribbean carnival, attracting millions of visitors from around the world.

With scores of massive sound systems, many spectacular floats and, of course, the traditional steel drum bands, plus hundreds of stalls lining the streets this is probably London’s most exciting annual event and we’re here to give you the lowdown on every minute of it.

Massive Sound Systems, ja, aber echt jetzt… Schaut mal, was die für Teile durch die Straßen gefahren haben :)

Wir hatten uns vor ein paar Tagen zwar kurzfristig dann doch dazu entschieden, Tickets für die Airshow zu kaufen… deren Besuch morgen ich wie ein Kind vor’m Weihnachtstag gar nicht abwarten kann…

… aber ich war echt ungeduldig gewesen… nach vierzehn Tagen, an denen wir täglich von Flugzeugen umflogen worden sind… und so sind wir dann doch heute schon Richtung Flugplatz getingelt… um bei strahlendem Sonnenschein den ganzen Tag lang displays zu gucken ;)

Ein erster Teaser:


The Red Arrows

They were ace, die Red Arrows, wie einer meiner neuen Arbeitskollegen zu sagen pflegt… und daß wir kurz zuvor einen Radiosender gefunden hatten, der die Flugschau kommentierte, war das Sahnehäubchen auf allem!

Symbolischer hätte es gar nicht werden können: Nachdem ich vor fast zwei Wochen meinen ersten, festen Job in England gekündigt hatte, war am 04. Juli mein letzter Arbeitstag bei der Firma, von deren wahnsinnigen Arbeitnehmer-Kontroll-Mechanismen (in den letzten vier Wochen richtig häßlich zu Tage getreten) ich meinen armen Enkeln in Zukunft wohl stundenlang erzählen werde können.

Daß ich vergangenen Montag dann bei meinem neuen Arbeitgeber allerdings auf diese Art empfangen werden würde, hatte ich nicht erwartet :)

Blick aus meinem Bürofenster

Und das ist erst der Anfang, liebe Leute. Hier handelt es sich nämlich nur um Übungsflüge für die berühmte Farnborough Airshow, die nächste Woche, diverse Jubiläen feiernd, bei uns stattfinden wird (Tägliches Flugprogramm).

(Für die Kurzentschlossenen unter Euch: Ja, wir haben noch ein Bett und ein Sofa frei! ;) )

Interesting times, people, interesting times…

Rube hat das ganze übrigens auch mitbekommen: hier seine Perspektive ;)

Mein zweiter Beitrag.

Hierzu ;)

Update 23.19h:

Britische Fußball-Experten zum Spiel Ditschland vs. Kroatien :D

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Der (fast) bekannte Blick aus dem Küchenfenster, heute morgen kurz nach acht.

Wie die Wettervorhersage war? Slightly different, würde ich mit dem Versuch, höflich nach britischer Art zu klingen, sagen :) : (more…)

Nicht, daß das was Besonderes für Euch gewesen wäre, Weihnachts- statt Ostergefühle. Aber hier, bei uns! Die Vorhersage hat diesmal tatsächlich gestimmt, für zwei Tage! (It’s Bad Friday: Britain braced for worst Easter weather in 25 years as country is battered by gales and slee bzw. wenn schon, dann gescheit, dann so: White Easter for millions as Britain suffers worst seasonal weather in 25 years.)

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Liegengeblieben ist zwar nichts. Aber der ein oder andere kann sicherlich nachvollziehen, wie plötzlich das Fräulein Heimweh anzuklopfen fing. Und wenig zaghaft Worte wie Glühwein! Dampfnudel! zu krächzen begann.

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Was mir außerdem gerade einfällt: Ich vermisse Postart. Die Werbepostkarten, die ich aus den Augsburger Kneipen kenne, gibt es hier nämlich gar nicht. Und somit auch kein Toll, Deine Muskeln!

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… used to be more subtle, I think…

So no bloody way to not think of you guys, innit? :)

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Wenn man in Hampshire über 60 ist, kann man einen Bus-Pass beantragen, mit dem man kostenlos durch den ganzen Landkreis fahren kann. Ab dem ersten April wird die Gültigkeit des Fahrausweises auf ganz England ausgeweitet, wobei das Busfahren dann außerhalb der Hauptverkehrszeiten bzw. entsprechend der Regelungen des jeweiligen Landkreises stattfinden muß (grob gesagt ab 9.30h).

Die große, die Öffentlichkeit beschäftigende Frage ist nun, wer für die kostenlosen Busfahrten aufkommen soll. Zudem wird befürchtet, daß die Busse vor allem zu populären Touristenzielen überfüllt sein werden und kein Platz mehr für zahlende Busfahrer frei sein wird.

Under the rules, bus-pass holders’ trips will be paid for by the area authority in which passengers board the bus. Dozens of councils in popular tourism and shopping destinations will have to pay for journeys made by the thousands of elderly visitors who depart on their buses each year.

Um den Senioren-Pass finanzieren zu können, überlegen die Landkreise nun u.a., das Geld durch Anheben der für jeden Einwohner monatlich fälligen council tax sowie das Streichen bestimmter Busverbindungen (bzw. Reduzierung der Fahr-Häufigkeit) wieder reinzuholen. Das Worthing Borough Council in West Sussex beispielsweise muß 600.00 Pfund zusätzlich aufbringen und will deshalb Gelder für ein Schwimmbad sowie für Parkbepflanzungen streichen und die Kosten für Strandhütten erhöhen. In Portsmouth wurde fünf Bibliothekaren gekündigt, Weymouth und Chester wollen die council tax um fünf Prozent erhöhen.

Wie nun diese neue Möglichkeit tatsächlich angenommen und ausgelastet sein wird, bleibt abzuwarten. Bis dahin erfreue ich mich weiterhin täglich der munteren Spätzchen auf der Bushaltestellen-Wartebank gegenüber unseres Küchenfensters. Und bin gespannt, wann dann die ersten mit Köfferchen für einen Drei-Tages-Trip nach Brighton an der Haltestelle sitzen.

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Mir neulich auf dem Weg zu unserem zweiten Mini-Bahnhof und beim Entdecken und kichernd Photographieren dieses Schildes gedacht:
Die britische Jugend, um deren exzessives Trinkverhalten sich Politik und Öffentlichkeit seit geraumer Zeit Sorgen machen (Binge drinking, baby, 2000 years of binge drinking!), hat nicht nur zerstörerische und angriffslustige, sondern auch kreative Seiten ;)

Im November war ich durch Zufall in einen Laden gekommen, der ziemlich günstig Klamotten und Dekokitschmaterial verkauft. Die Aktion “Kauf drei, bezahl für zwei” war gerade am Laufen, und tatsächlich fielen mir für den Laden ungewöhnlich schöne Sofakissen auf, die ich für den Preis keinesfalls liegenlassen konnte.

Typisch für mich ließ ich jedoch eine Nacht darüber verstreichen, um mir das mit den Farben noch einmal zu überlegen und den Lieblingsmann um seine Meinung zu fragen.

Als ich am nächsten Tag wieder in den Shop kam - war sowohl das Angebot Dreifürzwei vorbei als auch die Kissen ausverkauft. Jedes. Einzelne.

Och nööö! Wie blöde! Und daß es doch immer dasselbe mit mir ist: Ich bin mir zwar sicher, daß es unbedingt dieses Stück und kein anderes sein muß - und das passiert selten genug -, aber dann kommt doch manchmal noch ein Schuß Zweifel mit dazu (Werden ihm die Kissen auch gefallen? Was hält er von der Farbe? Wird ihm die Textur zusagen?), daß ich dann desöfteren schon den Kürzeren gezogen habe. Oder gar keinen.

Aber hey, die A-Heldin ist ja lernfähig!

Und so geschah es also, daß ich mich gestern erneut in besagtem Laden umsah - und die doch glatt wieder dieselben Kissen da hatten! Logo, daß ich mir sofort zwei davon einpacken ließ. Und weil die so schön waren, hab ich mir gleich nochmal zwei zurücklegen lassen (Ja, v.a. das wäre ja schon im November die Option gewesen…), weil ich sehen wollte, ob nicht trotz ihrer immensen Größe vielleicht doch vier der Sofakissen davon bei uns Platz haben würden.

Geschaut, abgewogen, entschieden. Und so lief ich dann heute wieder los, um die restlichen zwei abzuholen…

… um im Shop dieses Zettelchen an ihnen klebend vorzufinden:

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Jetzt frage ich mich: Ist das mit dem Unterscheiden von n und m hier auf der Insel für manche Leute genauso beschwerlich, wie im Deutschen die Sache mit dem oder den?

2morrow weiß ich vielleicht mehr drüber… ;)

Im schlimmsten lokalen Klatschblatt von allen gerade gelesen, daß es heute morgen in aller Frühe eine Mondfinsternis gegeben hat, anscheinend auch von uns aus sichtbar.

Um die Uhrzeit war ich zwar noch im Bett… aber was ich mir beim Anschauen der Bilder gedacht habe, war: Ist das nicht toll, daß man mit dem Internet innerhalb weniger Sekunden einen Eindruck davon bekommen kann, wie die Mondfinsternis weltweit auf den verschiedenen Kontinenten ausgesehen hat?

Hier gibt’s noch mehr Mondfinsternis-Fotos.

Und so sieht übrigens ein Dezember-Frühstücksmond gegen 7h bei uns aus:

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Der Umstandsmoden-Laden in unserer Straße am Valentinstag.

Und Witzischkeit kennt keine Grenzen - keck hat die boutique ihren Namen an das englische Pendant zu Sieht mein Hintern dick aus in dieser Klamotte? angelehnt.

Da der Laden wöchentlich seine Schaufenster-Deko ändert, kam die Frau Mama des Lieblingsmannes Anfang Januar sieben Tage lang in den Genuß, während des Abspülens ein Umstandsmodenbrautkleid zu begutachten (Ein Fenster hinter der Spüle - eine der genialsten Erfindungen hier in GB!).

Bis heute versteht sie nicht, wie dieses Kleid hat weiß sein können. They had the bridal party with of course the honeymoon already taken, wurde sie nicht müde zu sagen, Or do I miss something here, honey?

Vor drei Wochen bei sehr wechselhaftem Wetter über Seaford zu den Seven Sisters an die Südküste Englands (Das nächste Mal von Brighton aus über die Straße an der Küste fahren!). Nach einer verwunschenen Schlangenfahrt durch die sanften, kargen Hügel von East Sussex in Birling Gap angehalten und östlich der “Sieben Schwestern” auf eine windverwehte Wanderung entlang des South Downs Ways begeben.

Die See war stürmisch, die schreienden Möwen zahlreich - und die steil zum steinigen Strand abfallenden Klippen zu unserem Erstaunen an keiner Stelle abgesichert.

Begeistert von Wind, Wasser und Wolken mußte ich mich natürlich alle paar Meter umdrehen und ein Photo nach dem anderen von den Klippen knipsen… weil jetzt, oh Mann, Du, schau mal, da! Von hier aus sehen die Sistas ja noch viel besser aus… und guck’ Dir die Wolken an!

Seaford
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Seven Sisters bei Birling Gap
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South Downs Way
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… enthält kein Koffein und wird ohne Milch getrunken, lese ich neulich auf
der Rückseite eines abenteuerlich schmeckenden Exemplars dieser Gattung.

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Ich glaub’s ja erst, wenn ich es morgen tatsächlich sehe, was uns hier zwei verschiedene Vorhersagen glauben machen wollen:

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Wie üblich übertreibt die Daily Mail mal wieder mit einem langen Panik-Artikel in der Art Schneefall - und das im Januar! Hilfe, wir werden alle sterben!

Weather warning for whole of Britain as snow causes travel chaos for millions

• Country will be covered in an inch of snow tomorrow

• AA predicts that 45,000 drivers are likely to break down in icy conditions

• 120,000 commuters faced a nightmare journey to work this morning because of late-running engineering works

• Liverpool Street Station closed

• Birmingham International Station evacuated after fire

Britain was braced tonight for the first widespread snow of the winter as strong easterly winds sent temperatures tumbling.

The Met Office issued a weather warning covering almost the entire country with forecasters predicting snowfalls across most of the UK by Thursday night.

Up to 15 centimetres has been predicted for parts of Scotland, while England and Wales can expect at least a couple of centimetres. (…)

Das Amüsanteste an diesem Daily-Mail-Genre bleiben jedoch immer die Kommentare, unter denen sich teilweise glitzernde Juwelen befinden.

Lest Euch doch selber mal durch die stattliche Anzahl von immerhin schon 47 Stück :)

Für Simon

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Für E-Heldin (Und alle anderen, die auf Uniformen stehen ;) )

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Die ersten Photos von unserem Ausflug zum Windsor Castle am vergangenen Samstag.

Der Wohnsitz der englischen Königin ist über 900 Jahre alt und das größte, noch bewohnte Schloß der Welt. Wir hatten quasi das Glück, unseren Besuch in der jetzigen Winterzeit zu planen, so daß wir uns auch einen Teil der Prunkgemächer anschauen konnten, die der Öffentlichkeit nur von Oktober bis März zugänglich sind.

Nun zähle ich mich ja nicht wirklich zu den treuesten Anhängern der Queen. Doch das weitläufige Gelände und seine prächtigen Gebäude - inklusive der komplett wiederhergestellten Räumen, die beim großen Brand von 1992 fast vollständig zerstört wurden - haben mich tief beeindruckt hinterlassen.

Um wieviel mehr erst hat das stattliche Anwesen vor 500 Jahren wohl Fremde und Feine erschaudern lassen!

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Wenn die Dämmerung einsetzt, leuchten die Lampen in unserer Straße zunächst rötlich, bevor sie in ein helles gelb übergehen.

Und der Himmel war tatsächlich lilablassblau, als ich vor drei Wochen am späten Nachmittag zum Einkaufen lief.

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