March 2009


Anne-Marie ist tot.

Gestern hab ich erfolgreich meinen ersten Eintopf gezaubert. Auch wenn der Eintopf wegen Gemüse-Übermengen kurzfristig ein Zweitopf wurde. Schmecken tut er trotzdem und für die (Wunsch-)Mütter unter den Lesern hier eine eingeklammerte Zutatenliste (Suppenrindfleisch, Kartoffeln, Sellerie, Möhren, Lauch, Kohlrabi, Salz, Petersilie, Pfeffer, Kümmel, Rosmarin).
Jetzt riecht meine Wohnung nach traditioneller Familienkost und irgendwie macht’s das direkt heimeliger.

Zum Nachtisch gab’s Transporter 3, in dem sich der schmackhafte Jason Statham mehrmals halbnackt und sogar richtig emotional gab. Gepaart mit einem Stückchen Bienenstich, das den Nachmittagskaffee überlebt hatte, war das schlicht ein phänomenales Menü!

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Zukünftig werd ich dabei wohl mit geöffnetem Fenster meine DVD-Sammlung genießen können. Die Bahn und der Bund tun was für meine lärmgequälte Seele!

Facebook ist doof.

Es gibt Leute, die beschäftigen sich seit Einrichtung ihres Profils mit nix anderem mehr in ihrer privaten Online-Zeit.

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Neues Büro im gleichen Gebäude zu haben wie Leute, die man schon seit Jahren nicht leiden kann, ist auch doof.

Da sind dann Emails mit “Willkommen zurück in der Familie” gepaart mit einem doofen Zwinkersmiley genau das, was mich selbst nach dem ersten Kaffee auf die Palme bringen kann.
Ich sag mal, Sender-Empfänger-Prinzip und weiß ja, dass keiner offensichtlich doof zu mir sein will, wie es bei mir leider ankommt.

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Habe das Gefühl, der Tag könnte doof werden. Obwohl mein Chef heute Mittag den Grill auspacken wird und ich leckeren selbstgemachten Kartoffelsalat in meiner Tasche dabei habe. Und, obwohl meine Waage mich heute Morgen angelacht hat. Und, obwohl die Sonne scheint. Und, obwohl ich keinerlei Hormon-Schwankungen habe.

Doof.

Heute Morgen um 6h30 nach Hause gekommen. Jetzt hellwach und restalkoholisiert. Ich habe mindestens drei weiße Haare auf dem Kopf. Und weil die Sonne scheint, kann ich nicht mehr schlafen. Trotz Kater. Meine Wohnnung sieht aus wie geleckt. Kein Qualmgeruch. Kein verklebter Boden. Die Vorglühmannschaft hat tatsächlich nur schöne Blumengestecke, gebrauchtes Geschirr und Sektgläser hinterlassen. Und jetzt werde ich meinem (noch vor dem Schlafen gehen!!!) abgeschminkten und wild pochenden Köpfchen mal statt alter Pizza und anderen Resten eine leckere Grapefruit und fünf Liter Leitungswasser zuführen.

Ich werd’ alt…

1. Dein Geburtstag?
Heute vor 26 Jahren, also 15. März 1983.

2. Link zum Cover der BRAVO aus der Woche deines Geburtstags?
Und bitteschön. Silvester Stallone und eine Robben-Sympathie-Aktion - welch besondere Mischung…

(Quelle: BRAVO-Archiv)

3. Der Song, der an deinem Geburtstag auf Platz eins der deutschen Charts war?

Uargh. Mochte ich ja noch nie diesen Major Tom Hit…

4. Welche prominente Person hat auch an einem 15. März Geburtstag?

1879: Marie Juchacz (deutsche Sozialreformerin und Frauenrechtlerin)
1923: Willy Semmelrogge (deutscher Schauspieler)
1932: Alan LaVern Bean (4. Mann auf dem Mond)
1967: Julia Biedermann (deutsche Schauspielerin, 3. Staffel “Ich bin ein Star…”)
1975: Eva Longoria Parker (US-Schauspielerin, “Desperate Housewifes”)

5. Eine Nachricht, die an einem 15. März aktuell war?

44 v. Chr.: Der große Gaius Julius Caesar wird mit 23 Dolchstichen ermordet.

1493: Nachdem ihre beiden Karavellen Niña und Pinta auf der Rückreise von ihrer ersten Entdeckungsfahrt durch einen Sturm getrennt worden sind, erreichen Christoph Kolumbus und Martín Alonso Pinzón am gleichen Tag den spanischen Heimathafen Palos de la Frontera.

1906: Die zum Automobilbau entschlossenen Geschäftspartner Henry Royce und Charles Rolls lassen ihre gegründete Firma Rolls-Royce Limited in Manchester eintragen.

1956: Das Musical My Fair Lady von Frederick Loewe und Alan J. Lerner nach dem Schauspiel Pygmalion von George Bernard Shaw wird mit Julie Andrews und Rex Harrison in den Hauptrollen im Mark Hellinger Theatre auf dem Broadway in New York uraufgeführt. Das Stück wird vom Publikum mit Begeisterung aufgenommen und bringt es in der Folge auf 2.717 Aufführungen

1978: Janoschs illustriertes Kinderbuch Oh, wie schön ist Panama erscheint. 1979 erhält der Autor dafür den Deutschen Jugendbuchpreis.

1991: Der am 12. September 1990 von der DDR und der Bundesrepublik Deutschland sowie Frankreich, Großbritannien, der Sowjetunion und den USA abgeschlossene Zwei-plus-Vier-Vertrag tritt in Kraft. Damit ist der Weg zur Wiedervereinigung Deutschlands frei.

Darf ich meine neuen Büro-Kollegen vorstellen?

Anne-Marie, der schwarze, schlanke Teleskopfisch mit den knuffigen Kugelaugen.

Horst, der muntere Goldfisch mit dem glitzernden weißen Bäuchlein.

Terrorist, (ein Gurami) der schon länger im Büro wohnt und Horst und den vier anderen goldigen Wasserbewohnern die Schuppen vom Rücken gefressen hat. Nur Anne-Marie, die hat er in Ruhe gelassen. Die Black-Lady war ihm wohl nicht schillernd genug.

Der Terrorist ist jetzt im Fisch-Himmel (daher auch kein Foto mehr!). Quasi von der Herren-Toilette aus direkt ab nach oben. Obwohl ich ihn lieber in der der Fisch-Hölle sehen würde. Der böse, böse Miesepeter, der meinen kleinen Tierchen anlässlich meines Einzugs den Umzug vom Tierparadies-Aquarium in mein Büroparadies-Aquarium so schrecklich unerträglich machte und die sich wohl das ganze Wochenende schon aus Angst vor Übergriffen des großen Platzhirsches im dicht bewachsenen Bodensand eingebuddelt haben.

Zwei - wegen keinerlei außergewöhnlichen äußerlichen und individueller Merkmale noch unbenamte - Goldfische sind richtig angeschlagen und hängen in den Seilen. Manchmal lassen sie sich kraftlos nach oben treiben und ich sehe nur an den lahmen Kiemenbewegungen, dass noch Leben in ihnen ist. Hoffentlich werden die beiden wieder fit! Dann bekommen sie auch schöne Namen und gehen nicht in die Geschichte ein als toter Goldfisch 1 und toter Goldfisch 2! Das könnte ich nach dem guten Start am Anfang der zweiten Woche einfach nicht ertragen…

Fühle mich wie an meinem ersten Schultag:
Positiv gespannt, ein bisschen aufgeregt und unsicher ob der schon bald routinierten Bahnfahrt in die Landeshauptstadt. Hach, Bahnfahren… hach, Düsseldorf… hach, eine neue Morgen- und Abend-Skyline… hach, endlich: der so lang herbei gesehnte neue Job…

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