Die Hitliste deutscher Vornamen im Jahr 2008 führen an: Leonie und Leon, Hanna und Lukas sowie Luka und Mia. Was bin ich froh, dass ich so einen klassischen Namen trage und nicht Souvenier meiner Eltern in Gedenken an Bands, Modelabels und Ähnlichem sein muss. Schlimm ist dabei, dass sich in meinem Bekanntenkreis drei top-benamte `08er-Kinder befinden. Irgendwie ist mir das jetzt peinlich.

Es gibt so Namen, die würde ich niemals meinen Kindern geben. Meist, weil ich komische Leute kenne, deren seltsame Charakterzüge über den Namen wie Bakterien mit übertragen werden könnten.

Daniela ist so ein Name. Und Julia. Nicht zu vergessen, Franziska.
Ich finde, alle drei könnten in einem Mädchen-Volleyball-Team auf einer Privatschule spielen, sich gegenseitig wegen einem Jungen die Haare ausreißen und heimlich Prosecco in die berüschten String-Tangas ihrer Vorne-hui-hinten-pfui-Freundinnen gießen, um dann beim Lieblings-Vertrauenslehrer die ungeliebte Dritte wegen Alkoholmissbrauchs zu verpetzen.

Bei Jungs bin ich da großzügiger. Andererseits auch gelangweilt von der charakterlichen Vielfalt an Christians, Sebastians und Ste(ph)fans. Es gibt einfach viel zu viele davon und somit sind die raus bei den favorisierten Vornamen.

Was bin ich froh, dass ich nicht im Körper mit Babybauch stecke und mich einfach nur ein bisschen über elterliche Namensergüsse amüsieren darf!