Martin. Auf den ersten Blick: groß, rothaarig, bebrillt und rundrum Sympath.

Martin ist Berater und sagt, er mag es nicht, sich im Job so hochgestochen ausdrücken zu müssen. Außerdem mag er die Anzüge nicht, die er tragen muss und er mag die Fahrerei nicht, da er täglich 2 Stunden in seinem Kleinwagen von A nach B bewältigen muss. Martin mag keine oberflächlichen oder verstellten Menschen und sagt von sich selbst, dass er sich bei Kennenlern-Dates schon lieber oberflächlich und ein bisschen verstellt gibt.

Martin sagt, er ist extrem sarkastisch und haut die Sprüche nur so raus. Bisher habe ich ihn eher schüchtern und nervös kennen gelernt. Keine Spur von Sarkasmus oder gewöhnungsbedürftiger Offenheit. Aber ich hätte ihn schon recht gut und ungewöhnlich offen kennen gelernt, sagt er auch.

In meinem Kopf habe ich eine neue Schublade für Martin eingerichtet. Sie trägt den Titel “Füllwort-Martin”, weil der 2-Meter-Mann ständig “eigentlich”, “alles klar”, “auf jeden Fall” und “okay” sagt. Daran müsse er mal was ändern, sagt Martin.

Schublade auf. Martin rein. Schublade zu. Schönen Tach noch!

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Mein schwuler Lieblingskunde organisiert jetzt ne Castingshow in Berlin:
“Micha sucht E-Heldins Supermann”

Das erste Bewerbungsvideo ist schon eingegangen: