July 2008


Ja, ich weiß, gerade bei Blind Dates kommt es auf die absolute Erwartungslosigkeit vor einem Treffen an. Doch die hat man nach zwei, drei netten Emails zur ersten Tuchfühlung zumindest ansatzweise über Bord geworfen und spätestens wenn der Wunsch nach einem Treffen geäußert wird, hofft man auf eine großartige Überraschung in Form des Traumtyps.

Gestern traf ich Olaf. In seiner Kontaktanzeige schrieb Olaf:

(…) Klar spielt die optische Erscheinung eine Rolle, genauso wichtig sind mir jedoch Witz, Charme, Selbstbewusstsein, Intellekt und Gefühl (…)

Das nebenstehende Foto zeigte ihn auf einer Bank sitzend im Grünen und man konnte sein Lächeln im sonst ziemlich unscharfen Gesicht erahnen.

Klingt soweit alles ganz gut, die ersten Emails sind auch nicht abschreckend und somit auf zum ersten Date!

(more…)

Hui… eine frühe Sommerlochreaktion auf der Insel… bei dem tollen Wetter hier seit einer Woche aber eigentlich kein Wunder ;)

Wir hatten uns vor ein paar Tagen zwar kurzfristig dann doch dazu entschieden, Tickets für die Airshow zu kaufen… deren Besuch morgen ich wie ein Kind vor’m Weihnachtstag gar nicht abwarten kann…

… aber ich war echt ungeduldig gewesen… nach vierzehn Tagen, an denen wir täglich von Flugzeugen umflogen worden sind… und so sind wir dann doch heute schon Richtung Flugplatz getingelt… um bei strahlendem Sonnenschein den ganzen Tag lang displays zu gucken ;)

Ein erster Teaser:


The Red Arrows

They were ace, die Red Arrows, wie einer meiner neuen Arbeitskollegen zu sagen pflegt… und daß wir kurz zuvor einen Radiosender gefunden hatten, der die Flugschau kommentierte, war das Sahnehäubchen auf allem!

An dieser Stelle würde ich eigentlich gern die Kategorie “So blöd ist die E-Heldin!?” eröffnen. Habe ich doch vor sieben Stunden noch rumgeheult, dass ich heute nicht nur die Steuererklärung für 2007 sondern offensichtlich noch die 2006er erstellen muss.

Als ich jetzt endlich nach stundenlanger höchster Konzentration fertig war mit all dem gedoppelten Zahlen- und Formular-Gedöns und meinen Papierkram, der sich schon monatelang auf dem Schreibtisch zur Neusser Alpenkette stapelte, abheften wollte, viel mir der Steuerbescheid für 2006 in die Hände… Noch Fragen?!

Beeindruckend wie gekonnt sie lächelt. Ich weiß, sie muss innerlich kochen vor Stress und Wut. Und dennoch ist sie weiterhin freundlich, umsorgend und allem voran die Ruhe in Person. Höflich nickend und fein säuberlich notiert sie jeden Wunsch der vier Agentur-Damen, deren Gala-Dinner für 60 geladene Gäste morgen Abend ansteht.

Bereits fünf Ortsbesichtigungen, drei stundenlange Testessen und hunderte Emails mit Änderungswünschen in Deko, Beleuchtungskonzept und Beschilderungsvarianten hat sie bis zu diesem Zeitpunkt schon hinter sich. Der Entwurf und Ablaufplan wurde so oft geändert, dass die Angebote nicht nur mit Datum sondern mittlerweile mit Uhrzeiten gekennzeichnet sind.

Doch auch einer Bankettangestellten eines 5 Sterne Nobelhotels platzt irgendwann der Kragen. Als die Damen sich zu einem Kaffee in die Lounge verabschieden verliert sie ihre antrainierte Diskretion:

„Diese Tanten glauben ja auch, wir springen für alles, was ihnen quer sitzt! Wie kann ein solch renommierter international erfolgreicher Konzern nur dermaßen unprofessionelle Marketingleute haben, die sich dann auch noch Manager Events International schimpfen dürfen?! Ich hab auch International Management studiert und führ mich nicht auf wie Gräfin von Spee!“

Die Kundinnen kehren zurück und ihr einstudiertes Lächeln sitzt nach einem fast unsichtbaren Augenzwinkern in meine Richtung genauso perfekt wie das maßangefertigte Hotelkostüm. „Aber selbstverständlich können wir das Menü noch einmal mit dem Chefkoch durchgehen (…)“

Hey, Schwesterchen, dein Kaktus hat innerhalb der letzten drei Stunden die Wahnsinns-Rosa-Blüte bekommen!
:-)

Hallo liebe Dea, hallo lieber Doug,

schön, dass ihr jetzt auch online seid! :-)

Freu mich auf viele Ehe-Alltags- und Football-Stories aus dem schönen Neuss!

Symbolischer hätte es gar nicht werden können: Nachdem ich vor fast zwei Wochen meinen ersten, festen Job in England gekündigt hatte, war am 04. Juli mein letzter Arbeitstag bei der Firma, von deren wahnsinnigen Arbeitnehmer-Kontroll-Mechanismen (in den letzten vier Wochen richtig häßlich zu Tage getreten) ich meinen armen Enkeln in Zukunft wohl stundenlang erzählen werde können.

Daß ich vergangenen Montag dann bei meinem neuen Arbeitgeber allerdings auf diese Art empfangen werden würde, hatte ich nicht erwartet :)

Blick aus meinem Bürofenster

Und das ist erst der Anfang, liebe Leute. Hier handelt es sich nämlich nur um Übungsflüge für die berühmte Farnborough Airshow, die nächste Woche, diverse Jubiläen feiernd, bei uns stattfinden wird (Tägliches Flugprogramm).

(Für die Kurzentschlossenen unter Euch: Ja, wir haben noch ein Bett und ein Sofa frei! ;) )

Interesting times, people, interesting times…

Rube hat das ganze übrigens auch mitbekommen: hier seine Perspektive ;)

Als sich auf meinem Bildschirm des Laptops gestern plötzlich ein schwarzer Punkt auf dem angezeigten Word-Dokument bewegte, wischte ich mit meiner Hand gedankenverloren über das Display. Erst Sekunden später realisierte ich, dass dieser kleine schwarze Punkt noch immer aktiv auf meinem Desktop herumspazierte. Die Verfolgungsjagd mit der Maus musste ich aufgeben - war es doch offensichtlich nichts Digitales! Aber was lässt sich auf der Oberfläche nicht wegwischen und digital nicht ausblenden?

An der eigenen Wahrnehmung zweifelnd suchte ich Rat bei den ungläubigen Kollegen, die dann aber nach kurzer Fehleranalyse ganz fachmännisch klärten: “Das ist ne Obstfliege im LCD. Die sitzt zwischen Kristall und Leuchtmittel. Also praktisch noch hinter dem Desktop! Krass! Wie kommt die denn da rein?”

Hätte euch ja gern nen Screenshot gezeigt - aber die Kleine war einfach zu schnell weg ;)

Ein Gläschen Wein fänd ich ja auch verlockender!

Im Gegensatz zu Johannes gibt’s hier den wahren und grandiosen Sommerhit 2008!

Grad den Einbürgerungstesttest bei Stern gemacht und festgestellt, dass ich Allgemeinwissen nicht unbedingt zu Allgemeinwissen zähle. Würd gern dem Durchschnittsjugendlichen am Hauptbahnhof all diese Fragen stellen und darauf warten, dass er Edmund Stoiber vom Pensions- in den Präsidentensessel erhebt. Fängt ja beides mit P an und kann so unterschiedlich gar nicht sein…

Sind vier Fehler von 33 möglichen Fehlern jetzt eigentlich nur knapp gut, ok gut oder gut gut?

Neulich am verregneten Flughafen zu Växjö (Flugsimulator-Bilder ;) ), vereinzelte Strahlen der orange-rötlichen Abendsonne hatten eben verschüchtert die gigantischen Unwetterwolken durchbrochen.

Die E-Heldin und ich schämen uns fremd für dutzende deutsche Touristen, die durch ihr lautes, aufgeregtes Geplapper über kostenloses Kaffeenachholen in schwedischen Restaurants dem einmaligen Naturschauspiel am wilden Wetterhimmel jegliche Einzigartigkeit und Magie abzusprechen scheinen…

… als das kleine Mädchen neben mir, bisher stumm mit leuchtenden Augen die nasse Landebahn und die sich auf ihr spiegelnden Himmelsgewalten bestaunend, ihren blonden Lockenkopf zu ihrer schwatzhaften Mutter dreht.

“Du, Mama, ist es hier eigentlich dunkel?”
“Ja klar”, entgegnet die Mutter genervt, “guck Dir doch nur mal die Wolken an!”

Die Kleine richtet ihren Blick wieder auf das glitzernde Rollfeld, hinter dem in frischem grün der Wald hervorleuchtet, und schweigt. Nach ein paar Sekunden dreht sie ihren Kopf wieder zur Mutter.

“Nein”, sagt sie energisch, “ich meine hier drin”, und deutet mit pappigen Händchen auf ihren Mund, den sie weit aufgerissen hat.

Die Mutter läßt sich endlich dazu herab, ihre Tochter beim Reden anzuschauen und guckt ein paar Sekunden verdutzt, bevor sie antwortet “achso” und schließlich “ja, schon”.

Das Mädchen scheint keinen Gefallen an der Antwort zu finden und rutscht auf ihrem Sitzplatz aufgeregt hin und her.

“Aber Mama!”
“Waaas denn!?”
“Aber Mama, Mama! Was ist, wenn ich den Mund aufmache? Sooo weit? Da muß es doch hell sein in mir drin!”

Die Mutter rollt ihre Augen und mustert nervös die anderen Passagieren um sie herum.

“Kann schon sein”, sagt sie in flüsterndem Ton, “kann schon sein, daß es da dann ein winziges, helles Licht gibt in Dir.”

Anfrage auf mein Mitfahrzentrale-Inserat:

Hallo,
ich habe mal eine Frage:

wäre es auch möglich, dass sie einen Teddy-Hamster mitnehmen (natürlich in einer artgerechten Transportbox)? Diese könnte auch im Kofferraum zwischen den Taschen stehen. Die Box ist ca. 20cm groß. (…)
Wenn Sie das machen würden, wäre das wirklich super!!! Und, was würden Sie dafür haben wollen? (…)

Ob unter dem Hamster Drogen geschmuggelt werden? Werde ich zum Transporter für die illegalen Geschäfte böser Männer? ;)

flygande jacob

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Man gebe das Fleisch eines gegrillten Hühnchens (ohne Haut) in eine Auflaufform, darüber dann die geschnittenen Bananen, darüber dann Sahne, Chillisauce und Gewürze sowie krönend darauf Erdnüsse und Frühstücksbacon. Dann kommt alles für 20min in den auf 200-225° vorgeheizten Backofen!

God aptit!

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