Wenn man viel Zeit hochkonzentriert in den eigenen vier Wänden verbringt, ist man dankbar für jede Ablenkung. Sei es das klingelnde Telefon, wenn die Callcenter-Dame das xte Mal ein Zeitungsabo verticken will, oder aber der vierköpfige Papageien-Schwarm, der an meinem Fenster vorbei gen Rosengarten flattert.

Kurz bevor mir also meine Augen über der anspruchsvollen Lektüre auf unbestimmte Zeit zu fallen, denke ich an Frischluftzufuhr, lehne mich genüsslich mit einer Tasse Kaffee aus dem Fenster und beobachte völlig ungeniert meine Nachbarschaft. Dabei entdeckt man seine Umgebung ganz neu! Habe heute zum Beispiel das allererste Mal nach fast vierjähriger Wohnzeit festgestellt, dass ich von meiner Wohnung aus einen Turmzipfel des Neusser Quirinus sehen kann!

Was Vererbung so alles bewirkt… ;)