Hofer Österreich und wie sich das Absetzen der Pille emotional auf Dich auswirken kann.

In der Arbeit.

Während der Telefonwarteschleife.

Als die Musik schließlich tiefer in Dich dringt, als Du es zulassen solltest. Als Du plötzlich sentimental verstimmt melancholisch zu knicken beginnst, die immer feuchter werdenden Augen wahllos am grauen April-Wolkenhimmel.

Verschmierte Büro-Fensterscheiben. Im vierten Stock.

Ich würde den Hörer jetzt eigentlich dramatisch auf die Gabel knallen und schluchzend in den Korridor stürmen.

So jedoch schlucke ich ein paar Mal schwer, beende mit einem hastigen Klick die Telefonie-Software und beuge mich tief durchatmend in Richtung meiner vermeintlich zu bindenden Schuhe.

Life, she can be such a bitch.

… heute, zwei Wochen, nachdem ich die vorhergehenden Absätze ursprünglich geschrieben hatte, lach’ ich mir eins und realisiere zu meinem Amusement, daß der Lieblingsmann an dem betreffenden Abend zum ersten Mal in über fünf Jahren richtig gut Zickenalarm zuhause hatte… :)

Ich war nie Fan von - meiner Meinung nach - völlig überzogenen Bridget-Lilly-Claire-Faß-mich-nicht-an-ich-hab-Besuch-von-Tante-Rosa-OH-MY-GOD-wie-süß-können-Pudel-eigentlich-wirklich-sein-Filmen.

Aber seit jenem verhängnisvollen Mittwoch in der Schleife beginne ich zu erahnen (und erneut verstärkt zu erfahren), welch gewagtes Achterbahn-Repertoire Hormone draufhaben.

Und daß ein Leben ohne Pille kein Zuckerwatteschlecken ist.

(to be continued)