May 2008


Nur mein sich ständig wieder aufhängender Rechner verhindert, dass ich hier meine mich überkommende Emotionalität ausführlichst ausbreite, die mich angesichts von Abschieden, Hochzeiten, Erinnerungen usw. überkommt. Während also meine alkoholisierten Nachbarn bei Andrea Bergs “Du hast mich tausend mal belogen, du hast mich tausend mal verletzt…” im Garten gut gelaunt grillen, komme ich von meinen philosophischen Wirrwarrgedanken gar nicht mehr weg. Alles dreht sich um die liebe Vernunft, verlorene Leidenschaft und blanke Brüste von stolzen Stillmuttis auf dem Sofa…

Tja, aber was will frau schon mehr…?!

… und natürlich unsere Mutter!

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Innerhalb von zwei Stunden hat sich der Himmel vollständig verdunkelt. Es ist 11 Uhr Vormittags und draußen ist eine Dunkelheit, durchbrochen von gelbem Licht, wie mitten in einer Vollmondnacht.

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Wenn man viel Zeit hochkonzentriert in den eigenen vier Wänden verbringt, ist man dankbar für jede Ablenkung. Sei es das klingelnde Telefon, wenn die Callcenter-Dame das xte Mal ein Zeitungsabo verticken will, oder aber der vierköpfige Papageien-Schwarm, der an meinem Fenster vorbei gen Rosengarten flattert.

Kurz bevor mir also meine Augen über der anspruchsvollen Lektüre auf unbestimmte Zeit zu fallen, denke ich an Frischluftzufuhr, lehne mich genüsslich mit einer Tasse Kaffee aus dem Fenster und beobachte völlig ungeniert meine Nachbarschaft. Dabei entdeckt man seine Umgebung ganz neu! Habe heute zum Beispiel das allererste Mal nach fast vierjähriger Wohnzeit festgestellt, dass ich von meiner Wohnung aus einen Turmzipfel des Neusser Quirinus sehen kann!

Was Vererbung so alles bewirkt… ;)

Habe mich gerade darüber gewundert, dass die Partnervorschläge zu meinem Singlebörsen-Profil zu 85% aus Ärzten und Rechtsanwälten bestehen. Erinnert mich sehr an diesen Berufswunsch-Test, den man mit 15 beim ersten Arbeitsamtbesuch mit der Schule ausfüllen muss und laut dem ich am allerliebsten Krankenschwester oder am allerallerliebsten Rechtsanwaltsgehilfin geworden wäre…

Lernstoff

I believe I can fly… I believe I can touch the Asphalt… think about it every night and day… spread my Arme and fly to the Dornenhecke…

Bei Tempo 30 auf dem Rädchen nicht genügend konzentriert. Zum Glück im hohen Bogen nach rechts (und nicht auf die vielbefahrene Straße) geflogen und zum Glück in der Dornenhecke (und nicht zwei Meter weiter an einem Betonpfosten) gelandet, nachdem ich ein paar Meter Asphalt geküsst habe.

Jetzt weiß ich, wie mies sich Frau Ohoven junior nach der missglückten Lippenaufspritzgeschichte gefühlt haben muss… Und bevor ihr fragen müsst: dem Rädchen gehts gut. Meine Blessuren sind dank Arnika, Aloevera und div. Sportsalben auf dem Weg der Besserung und die Tetanus-Spritze hab ich mir auch schon abgeholt.

Läuterung, Vertiefung, Reifung…

… auf Dauerhaftigkeit angelegt, sich entfaltend und verändernd…

Das mit dem Tascherl… das ist so wie mit der Liebe…

… früher…

Je länger beieinander, desto enger beieinander…

… und die Liebe… die kommt dann schon irgendwann auch noch dazu.

Ich hätt’s ja im ersten Moment nicht gedacht… aber jetzt vergeht kein Tag, an dem ich dieses üppige Stück nicht bei mir hätte.

Darf ich Euch mein wunderlichstes Geburtstagsgeschenk 2008 vorstellen? :) (more…)

… ich so sauer bin!!! Ich könnte platzen vor Wut. Und mir schießen die Tränen in die Augen, um dann mühselig vom Kropf im Hals wieder heruntergeschluckt zu werden. Dabei hab ich nen dicken Hals und der Kragen platzt mir jeden Moment!

Und das Schlimmste: Ich war schon vor vierzehn Tagen so sauer. Und seitdem gibt es kaum einen Tag, wo ich nicht enttäuscht, böse, wütend oder einfach nur verletzt wäre.

Jetzt fragt ihr euch, was da war, vor zwei Wochen? Jeder andere hatte einen Brückentag. Ich dagegen hatte ein Mitarbeitergespräch! *Räume-mit-einem-Arm-den-Schreibtisch-leer-und-werfe-den-Monitor-aus-dem-Fenster*

Knapp ein Jahr nach der Wiedereröffnung des renovierten Südbads in Neuss stellte sich das Bad erstmals dem sonnigen Pfingsansturm. Wo nun alle Hand in Hand arbeiten und die offenen Mängel behoben wurde, gibt’s jetzt eine aktualisiertes Testergebnis.

Preis: (hat sich leider nicht geändert) Tagesticket 7,00 €, 2 Stundenticket 4,00 €

Schwimmmöglichkeiten: Das auffahrbare Glasdach über dem Freizeitbecken (25m) und einem Kinderplantschbereich ist ein echter Knaller! Somit verteilen sich die vielen Sommer-Besucher auf das Außen-Sportbecken und den innergelegenen Freizeitbereich. Dass das Südbad in Neuss momentan das einzig Outdoortaugliche ist, merkt man an dem übermäßigen Andrang, der sich natürlich auch auf den Liegewiesen tummelt.

Wellness- und Spaßfaktor: Noch immer für Spaßig befunden ist die Wasserrutsche mit Zeitmessung und Tagesrekord-Anzeige, die kleine Wettkämpfe unter Freunden zum Event machen! Außerdem gibt es im Freizeitbereich besagtes Klettergerüst, wo man ein bisschen Superheld spielen kann und später ermüdet ins Wasser plumst. Im Außenbereich kann man sich in wohltemparierten Becken von allen Seiten mit Massegedüsen berieseln und bespritzen lassen. Die Kleinsten kommen in zwei hübschen bunten Kinderbecken auf ihre Kosten. Außerdem einmalig in Neuss: Der 10m hohe Sprungturm im Außenbereich zum Arschbomben-Training.

Verpflegung: Hier hat sich am meisten getan! Es gibt zwei Gastrobereiche, wo von A wie Apfelsaftschorle bis Z wie ziemlich leckere Pommes alles für den kleinen Hunger zwischendurch käuflich zu erwerben ist.

Mängel: Leider hat sich am Preis nichts geändert. Daher: Das gefühlte Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt für einige Stunden Aufenthalt keinesfalls. Die Freundlichkeit der Mitarbeiter hat sich stark gebessert, wobei das Südbad sicher noch immer keinen Service-Oskar verdient hätte.
Schade ist auch, dass es noch immer keine Handtuch-Halter in den Duschen gibt.

Fazit: Ohne Alternativen hat man’s in Neuss nicht leicht. Doch nach den Anlaufschwierigkeiten hat sich das Südbad als hübsches Erlebnisbad entwickelt, dessen Besuch sich lohnt. (Die Hoffnung auf Preiskorrekturen haben wir jetzt mal aufgegeben…)

Globalisierung ist, wenn in China ein Erdbeben passiert, und man fragt sich als erstes, wie´s dem Nachbarblogger geht. Gut geht´s ihm: Zum Glück ist China groß genug, damit auf der einen Seite die Erde beben kann und auf der anderen Seite sitzt ein Profiblogger in seinem Büro und bekommt nicht einmal etwas davon mit.

Gerade erfolgreich angemeldet für den Bensberger Frauenlauf!

Nicht nur, dass ich jetzt wieder gezielte Trainingspläne für den 10km Lauf bekomme, nein, im Startgeld von schlappen 8 Öcken sind sogar 2 Stunden Wellness und “eine langstielige Rose” inbegriffen! Genau die richtige Mischung aus sportlicher Ertüchtigung und verdienter Tiefen-Entspannung an einem lauen Sommerabend.

Hofer Österreich und wie sich das Absetzen der Pille emotional auf Dich auswirken kann.

In der Arbeit.

Während der Telefonwarteschleife.

Als die Musik schließlich tiefer in Dich dringt, als Du es zulassen solltest. Als Du plötzlich sentimental verstimmt melancholisch zu knicken beginnst, die immer feuchter werdenden Augen wahllos am grauen April-Wolkenhimmel.

Verschmierte Büro-Fensterscheiben. Im vierten Stock.

Ich würde den Hörer jetzt eigentlich dramatisch auf die Gabel knallen und schluchzend in den Korridor stürmen.

So jedoch schlucke ich ein paar Mal schwer, beende mit einem hastigen Klick die Telefonie-Software und beuge mich tief durchatmend in Richtung meiner vermeintlich zu bindenden Schuhe.

Life, she can be such a bitch.

… heute, zwei Wochen, nachdem ich die vorhergehenden Absätze ursprünglich geschrieben hatte, lach’ ich mir eins und realisiere zu meinem Amusement, daß der Lieblingsmann an dem betreffenden Abend zum ersten Mal in über fünf Jahren richtig gut Zickenalarm zuhause hatte… :)

Ich war nie Fan von - meiner Meinung nach - völlig überzogenen Bridget-Lilly-Claire-Faß-mich-nicht-an-ich-hab-Besuch-von-Tante-Rosa-OH-MY-GOD-wie-süß-können-Pudel-eigentlich-wirklich-sein-Filmen.

Aber seit jenem verhängnisvollen Mittwoch in der Schleife beginne ich zu erahnen (und erneut verstärkt zu erfahren), welch gewagtes Achterbahn-Repertoire Hormone draufhaben.

Und daß ein Leben ohne Pille kein Zuckerwatteschlecken ist.

(to be continued)

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