Überall kann man ja heutzutage beim Einkaufen punkten. Das ist an und für sich keine Neuheit. Denn schon früher hat man z.B. beim Brotkauf seine Bäcker-Kundenkarte abstempeln können und nach - sagen wir - 10 Broten fünf Krapfen Berliner umsonst bekommen. Heute gibt es praktisch keine Einkaufsgelegenheit mehr, wo ich nicht Punkte, Points oder Aufkleber sammeln könnte und irgendwann mit mehr oder weniger hübschen Giveaways und Rabatten für die Treue belohnt werde.

Letztens bekomme ich ein fremdes Portemonnaie in die Finger und blättere es auf der Suche nach dem Namen des Eigentümers durch. Neben den üblichen Plastikkarten wie ADAC, Krankenversicherung, Galeria Kaufhof, Saturn usw. reihte sich eine neutrale Weiße ein. Bei neugieriger genauerer Betrachtung entpuppte sie sich als Mitgliedsausweis des legänderen Coffeeshops Roots und Oase, der direkt an der deutsch-niederländischen Grenze sitzt. Ob man damit beim zehnten Drogeneinkauf ein Päckchen Papers gratis bekommt? Und ratet mal, welchen Job der Eigentümer hat!