March 2008


Hier präsentiert Jürgen Krempin ausführlich das Lauf-ABC. Da hab ich doch schon wieder so einiges gelernt…

Und hier ein bisschen Kraulkunde:

Nicht, daß das was Besonderes für Euch gewesen wäre, Weihnachts- statt Ostergefühle. Aber hier, bei uns! Die Vorhersage hat diesmal tatsächlich gestimmt, für zwei Tage! (It’s Bad Friday: Britain braced for worst Easter weather in 25 years as country is battered by gales and slee bzw. wenn schon, dann gescheit, dann so: White Easter for millions as Britain suffers worst seasonal weather in 25 years.)

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Liegengeblieben ist zwar nichts. Aber der ein oder andere kann sicherlich nachvollziehen, wie plötzlich das Fräulein Heimweh anzuklopfen fing. Und wenig zaghaft Worte wie Glühwein! Dampfnudel! zu krächzen begann.

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Was mir außerdem gerade einfällt: Ich vermisse Postart. Die Werbepostkarten, die ich aus den Augsburger Kneipen kenne, gibt es hier nämlich gar nicht. Und somit auch kein Toll, Deine Muskeln!

Heute ist Ostermontag, 8h. In drei Stunden startet mein Startblock der 60km Rund um Köln Strecke. Vor meinem Fenster tanzen dicke Schneeflocken. Die Dächer rundherum sind von einem dicken Weiß überzogen. Mein Rädchen steht frisch poliert in meiner warmen Wohnung bereit; jedes Ritzel vom Heimbach-Dreck befreit und die Kette mit frischem Fett verwöhnt. Ich habe einen Wäschekorb dicker Funktionsklamotten vor mir ausgekippt. Im Radio sagen Sie, das Rennen findet trotz Temperaturen unter fünf Grad statt. Im RuK-Forum treffen Optimisten und die, die es bis zu ihrem morgendlichen Blick aus dem Fenster noch waren, aufeinander. Wild diskutierend, ob man die blödste Steigung beim Schloss Bensberg mit dem Kopfsteinpflaster unter den Umständen überhaupt bezwingen kann…

Soll ich oder soll ich nicht? Angsthase oder Kämpfernatur? Zu Ostern würde ja eher der Hase passen; zu mir der Kämpfer!

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Update 8h26:

Info von der Strecke: Es hat Glatteis, darüber liegt dicker Schnee, die Atemluft ist klirrend kalt, in der Vorhersage sprechen sie von bösen Stürzen und schlimmen Unfällen…

Das war’s dann wohl… Der Kämpfer in mir ist erfroren… Adios Rund um Köln… Weinend hoppel ich zurück ins Bett…

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Update 10h44:

Jedermannrennen wurden nun offiziell vom Veranstalter abgesagt!

Komisch, dass das Einbetten nicht funktioniert hat…

Aber das hier müsst ihr euch unbedingt ankucken!!!

Vonna Sonne jeweckt werdn, in Schlabberklamotte zum Bäcker umme Ecke, dicke Pakete vonner Post holn, lecker Latte am Morgen, Jeburtstachskartn aufschlitzn, …

… und dann aufs Rädsche, rumrödln, die RuK-Strecke nochma checkn, sich cool weil gut fühln, lecker Bierchen am Nachmittach mitm Stücksche Kuchn …

… und dann zum Relaxn, Schwitzn, Gaffn, Wasserbettrumliegn, Dösn ins Wellneuss (dat Beste, wat Neuss je passiert is!)…

… abends Luftschlangn und Ballonalarm inner Stube, dicker Kuchn und noch mehr Päcksche inner menschenleern Wohnung …

… und inner Altstadt kapiern, dat der Caipi und die Kurzn auf leern Magen reinhaun und zum Tabledance auffer Theke anregn …

Jeah, thank you all! Ick freu mir auf den 29ten!

Hallo Frau E-Heldin,
das Neusser Münster wird gerade abgebaut um auf Ihrer Kreditkarte seinen neuen Platz zu finden. (…)”

Irgendwie hab ich das Gefühl, dass es auch bei meiner sympathischen Bankberaterin heißt: Am Freitag fliegt die Kuh!!

flieg kuh!

* You just put the foot down and go - beim British Caravan Grand Prix!

Time to crunch a caravan! Have you ever crawled along behind a caravan on the motorway or suffered endless holidays in non-descript fields? If so, an Easter event at Bovingdon race track could be just what you need!

Und so kann das dann aussehen - There’s fings going off everywhere, high powered stuff (Ja, genau so reden die hier bei uns ;) ):

Hier ein Überblick über weitere bizzarre britische Wettbewerbe.

* … and add a growly cheer - worauf es bei einer Umarmung zwischen Männern ankommt:

How To Give A Great Man To Man Hug

* Karton! Diese Kunststücke sind alle aus Karton!

* Ist das tägliche Glaserl Wein der Gesundheit nun zuträglich oder nicht? Und wie war das mit Kaffee und rotem Fleisch? Hier geht’s zu einer Übersicht von sieben Lebensmitteln und ihren guten sowie schlechten Seiten.

* Und nochmal eine Liste mit vielen Photos: verlassene Orte.

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… used to be more subtle, I think…

So no bloody way to not think of you guys, innit? :)

Weil es meine erste richtig lange Ausfahrt war, sollen die 120km auch hier dokumentiert werden.

Mit dem Rennrad ging’s also eines schönen Urlaubstages morgens um zehn auf die Strecke, die so einige Tücken und Quälereien für mich parat hatte. Aber mit meiner erfahrenen Kollegin, die mit Motivationsüberschüttung und selbstgebackenen Müsliriegeln nicht von meiner Seite wich, war das einfach nur ein tolles Erlebnis!

e-heldin01


Die 20km zurück hat der Bikemap-Editor leider irgendwo geschluckt…
(more…)

Ich hab einen grandiosen Abend mit einem außergewöhnlich tollen Mann verbracht.

Schade, dass er:
1) viel zu klein und unattraktiv ist.
2) in beruflicher Verbindung zu mir steht.
3) zur Gruppe der Ü40er gehört.

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Wenn man in Hampshire über 60 ist, kann man einen Bus-Pass beantragen, mit dem man kostenlos durch den ganzen Landkreis fahren kann. Ab dem ersten April wird die Gültigkeit des Fahrausweises auf ganz England ausgeweitet, wobei das Busfahren dann außerhalb der Hauptverkehrszeiten bzw. entsprechend der Regelungen des jeweiligen Landkreises stattfinden muß (grob gesagt ab 9.30h).

Die große, die Öffentlichkeit beschäftigende Frage ist nun, wer für die kostenlosen Busfahrten aufkommen soll. Zudem wird befürchtet, daß die Busse vor allem zu populären Touristenzielen überfüllt sein werden und kein Platz mehr für zahlende Busfahrer frei sein wird.

Under the rules, bus-pass holders’ trips will be paid for by the area authority in which passengers board the bus. Dozens of councils in popular tourism and shopping destinations will have to pay for journeys made by the thousands of elderly visitors who depart on their buses each year.

Um den Senioren-Pass finanzieren zu können, überlegen die Landkreise nun u.a., das Geld durch Anheben der für jeden Einwohner monatlich fälligen council tax sowie das Streichen bestimmter Busverbindungen (bzw. Reduzierung der Fahr-Häufigkeit) wieder reinzuholen. Das Worthing Borough Council in West Sussex beispielsweise muß 600.00 Pfund zusätzlich aufbringen und will deshalb Gelder für ein Schwimmbad sowie für Parkbepflanzungen streichen und die Kosten für Strandhütten erhöhen. In Portsmouth wurde fünf Bibliothekaren gekündigt, Weymouth und Chester wollen die council tax um fünf Prozent erhöhen.

Wie nun diese neue Möglichkeit tatsächlich angenommen und ausgelastet sein wird, bleibt abzuwarten. Bis dahin erfreue ich mich weiterhin täglich der munteren Spätzchen auf der Bushaltestellen-Wartebank gegenüber unseres Küchenfensters. Und bin gespannt, wann dann die ersten mit Köfferchen für einen Drei-Tages-Trip nach Brighton an der Haltestelle sitzen.

Langsam geht es in bewährten Babysteps auf das Ziel zu. Zwar ist es müßig, immer wieder nur hier und da ein paar Grämmchen abzunehmen, aber solange es in der Summe spürbar bergab geht, ist das alles akzeptabel.

Mehr als akzeptabel, um nicht zu sagen schön, ist es, einen Stern zu bekommen. Den erhält jeder Teilnehmer, der mal wieder 3kg runter hat und bei der Übergabe wird dann begeistert applaudiert. Ja, das klingt ganz nach Selbsthilfegruppe, aber irgendwie ist es ja auch genau das.

Denn was wir hier alle gemein haben, ist das eine-Tafel-Schokolade-komplett-aufessen-können oder auch das ich-koche-nicht-nur-gern-ich-muss-es-dann-auch-essen oder aber-ein-paar-nüsse-am-tag-sind-doch-gesund. Und weil wir das schon in Perfektion beherrschen, trainieren wir Woche für Woche gesunde Ernährung.

Letzte Woche saß ein Kerl in unserer Runde. Ob der nach den Osterferien nochmal in dem Hühnerhaufen auftauchen wird?

* Ein Schachbrett, bei dem drei Spieler benötigt werden!

The main characteristic of the game: if two players don’t like the third, he is doomed.
The funny part of the game: the two players must compete for the privilege to check-mate the third.

* Der Lebensmitteltechniker Simon Allison geht einer besonderen Beschäftigung nach: Er testet Tiernahrung.

His favourite is the organic luxury chicken dinner with vegetables for cats.

“It has the taste and aroma of chicken and some of what you call the red flavours - things like heart and liver; gutsy, savoury notes.

“Then you get a mealy, green pea, pulse aroma and occasionally a sweeter note from the carrot.” (…)

But for all his love of the job, he does not swallow the pet food - saying he would put on too much weight if he ate everything he tasted.

To prevent his breath from smelling like a dog’s, he keeps a glass of water on hand during tasting sessions to wash his mouth out, and chews gum when the session is over.

But a slight smell is a risk he is prepared to take.

Na dann…

* Für diejenigen, die auch ohne Zugehörigkeit zum Geheimdienst gerne ein paar James-Bond-mäßige Gadgets mit sich herumtragen: eine Liste von zehn Sachen, die bei keinem modernen Spion fehlen sollten.

* Ist Dein Kind ein Tagger?

Tagging is not an art form or about expressing oneself. It is vandalism and the destruction of private and public property. (…) Tagging causes blight in our community resulting in a genuine threat to the quality of life, incalculable economic losses to businesses, and can lead to the general deterioration of the area in which you live or work. (…) Taggers come from every race and socio-economic background. Although most taggers are males there are female taggers. Some indicators that your child may be a tagger are: Mehr

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* Für die Gmail-Benutzer unter uns: 35 Tips und Tricks to take it to the next level. Sieben Online-Bildbearbeitungsprogramme. Besser schon mal im Kalender vormerken: am 18. April ist der Poop for Peace Day:

Poop is the one experience all human beings have in common. We may have varying ideas of God and politics, but the power of an impending poop is a higher calling to which every human must answer.

Side by side in a public bathroom, any two human beings are stripped of their differences and reduced to their most basic essence: a pair of feet sticking out below the stall, and a pair of butt trumpets performing a greasy symphony to lament humanity’s non-negotiable deference to the call of the vile.

Nirgendswo treffen Vergangenheit und das Hier und Jetzt so schlicht und unaufdringlich aufgelistet aufeinander wie in den Kontakten des Mobiltelefons.

Da steht der Name des Chefs kurz vor dem Namen des (vielleicht) zukünftigen Arbeitgebers. Da trifft man auf private Handynummern von Radio Fantasy Moderatoren (und ich kann mich wirklich nicht mehr erinnern, warum ich die hatte. Geschweige denn, ob ich sie jemals wählte!) dicht gefolgt von Namen, die man keiner Person mehr zuordnen kann und wo selbst Xing und Google nicht die notwendigen Hinweise zur Gedächtnisauffrischung liefern können.
Und hier und da sind Namen, die verdrängte Emotionen auslösen und deren Kontaktdaten man einfach nicht zu löschen über’s Herz bringt. Nicht, dass man jemals wieder genau diese Person sprechen wollen würde, aber das Verbannen aus dem Telefon hat so etwas Endgültiges.

Der Eintrag “Luca Barcelona” lässt mich das Fotoalbum herauskramen, in das ich die vielen bunten Schnappschüsse geklebt habe, und den Erinnerungen hinterher träumen an meinen wunderschönen Geburtstag vor zwei Jahren in Spanien.
Kurze Zeit später entdecke ich einen alten Klassenkamerad “Marcello” im Netz. Damals noch mit wilden Punksträhnen lächelt er heute im Business-Look passend zu seinem Vertriebsjob. Genauso verschmitzt wie vor einigen Jahren, als wir auf den Tischen der Münchner Clubs tanzten.

Für die Einen sind es nur Namen und Nummern. Für die Anderen bewegende Geschichten und prägende Momente.

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Mir neulich auf dem Weg zu unserem zweiten Mini-Bahnhof und beim Entdecken und kichernd Photographieren dieses Schildes gedacht:
Die britische Jugend, um deren exzessives Trinkverhalten sich Politik und Öffentlichkeit seit geraumer Zeit Sorgen machen (Binge drinking, baby, 2000 years of binge drinking!), hat nicht nur zerstörerische und angriffslustige, sondern auch kreative Seiten ;)

Meine kleine süße Fabia ist 100.000 geworden!

Verrückt? Ich? Nur, weil ich einen solch entscheidenden Tag meiner kleinen Fabia dokumentiere? Nein. Naja, vielleicht bin ich ein bisschen verrückt. Zumindest vernarrt. Immerhin ist es mein erstes Auto!

Und wo wir schon überall waren! Zusammen sind wir schon oft in Holland gewesen. Haben gemeinsam das Meer besucht. Dann waren wir beim Kloster Andechs, an vielen Flughäfen,… Wir sind sogar zweimal von der Polizei angehalten worden! Hihi, wegen zu-schnellem-fahrens. Aber es blieb bei einer Verwarnung. Zu süß haben wir beide den Hauptkommissar angelächelt.
Am liebsten bin ich mit Fabia in der Waschanlage. Das gefällt ihr nämlich auch prima und danach strahlt sie über die ganze Motorhaube.

Wild geknutscht hab ich in ihrem Inneren und an der Ampel den ein oder anderen dicken Schlitten abgehängt. Sie hat schon ein neues Hinterteil bekommen, weil irgendein Idiot ihr ein Loch in die Stoßstange gefahren hatte. Und als ich noch nicht wusste, wie groß meine Kleine ist, hab ich ihr auch ein paar Schrammen verpasst. Aber die Zeiten sind lange vorbei. Mittlerweile sind wir ein eingespieltes Team. Mit dem Mösenstövchen der Sitzheizung hat sie schon so manche weibliche Beifahrerin beglückt. Und mich begeistert sie damit jeden Morgen, wenn ich verfroren auf den Anlauf der restlichen Heizung warte.

Ach, Fabia, ich werde weinen, wenn unsere letzte gemeinsame Fahrt ansteht.

Wenn das kein Grund zum Tanzen ist! Am besten auf den Nummer 1 Hit Südafrikas! Shake your bobaraba!

Und weil’s so schön war, darf sie auch noch!

Diese Art von Stöckchen bei Nessy finde ich immer ganz interessant, weil ich darüber schon ein paar Bücher gelesen habe, auf die ich sonst gar nicht aufmerksam geworden wäre.

Die Anweisung…

1. Man greift sich das Buch, das in diesem Moment am nächsten liegt.
2. Schlägt die Seite 123 auf (wenn das Buch zu dünn ist, nimmt man das nächste, das mindestens 123 Seiten hat)
3. Man sucht den fünften Satz.

… und das Ergebnis, ein bißchen nach hinten erweitert:

“Eli was saying every word that you taught him! Do you suppose he really believes it all?”
Dad answered that only the Holy Spirit could tell. Eli was a lunatic, and a dangerous one, but a kind that you couldn’t put in an asylum, because he used the phrases of religion. He hadn’t wits enough to make up anything for himself, he had jist enough to see what could be done with the phrases Dad had given him; so now there was a new religion turned loose to plague the poor and ignorant, and the Almighty himself couldn’t stop it.

Aus Upton Sinclairs Oil!, dessen unter die Haut gehende Verfilmung mich so gefesselt hatte, daß ich das Buch dahinter zu lesen anfangen mußte.

Jetzt bin ich erst auf Seite 72 von über 500. Aber der Herr Sinclair, von dem ich noch gar nichts gelesen habe, bildet so eindrucksvoll und fast völkerkundlerisch dokumentierend mit viel Liebe zum Detail die Leute und ihr Gehabe, ihre Träume und Sehnsüchte aus den Anfängen der Ölförderung im südlichen Kalifornien ab, daß sich das stückweise Durchrangeln sicherlich lohnen wird.

(Wie zum Beispiel für die von ihm beschriebenen Schilder von und in Hotels: Dew Drop Inn oder Hurry Inn oder In God we Trust, All Others Cash oder We have an arrangement with our bank; the bank does not sell soup, and we do not cash checks oder Don’t complain about our coffee; some day you may be old and weak yourself… ach, ich könnt’ da ewig weitermachen… für so Sachen hab’ ich schon eine Schwäche… :) )

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Sorry für die lange Downzeit der Seite. Die Umstellung unserer Konten haben wir noch nicht ganz abgeschlossen, so daß nicht rechtzeitig genügend Geld für die für 2008 fällige Abbuchung auf dem dt. Konto war.

Das sind so die kleinen Dinge, die man bei einem Auslandsumzug nicht vergessen sollte ;)

Und naturgemäß zeigt unser Counter jetzt an, daß wir im Schnitt null Besucher pro Tag auf der Seite haben. Da schluckt man natürlich schon mal, gell :D

Soweit ich jedoch weiß, hat die E-Heldin fleißig offline weitergeschrieben - und wird demnächst einiges zu erzählen haben!

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