February 2008


Im November war ich durch Zufall in einen Laden gekommen, der ziemlich günstig Klamotten und Dekokitschmaterial verkauft. Die Aktion “Kauf drei, bezahl für zwei” war gerade am Laufen, und tatsächlich fielen mir für den Laden ungewöhnlich schöne Sofakissen auf, die ich für den Preis keinesfalls liegenlassen konnte.

Typisch für mich ließ ich jedoch eine Nacht darüber verstreichen, um mir das mit den Farben noch einmal zu überlegen und den Lieblingsmann um seine Meinung zu fragen.

Als ich am nächsten Tag wieder in den Shop kam - war sowohl das Angebot Dreifürzwei vorbei als auch die Kissen ausverkauft. Jedes. Einzelne.

Och nööö! Wie blöde! Und daß es doch immer dasselbe mit mir ist: Ich bin mir zwar sicher, daß es unbedingt dieses Stück und kein anderes sein muß - und das passiert selten genug -, aber dann kommt doch manchmal noch ein Schuß Zweifel mit dazu (Werden ihm die Kissen auch gefallen? Was hält er von der Farbe? Wird ihm die Textur zusagen?), daß ich dann desöfteren schon den Kürzeren gezogen habe. Oder gar keinen.

Aber hey, die A-Heldin ist ja lernfähig!

Und so geschah es also, daß ich mich gestern erneut in besagtem Laden umsah - und die doch glatt wieder dieselben Kissen da hatten! Logo, daß ich mir sofort zwei davon einpacken ließ. Und weil die so schön waren, hab ich mir gleich nochmal zwei zurücklegen lassen (Ja, v.a. das wäre ja schon im November die Option gewesen…), weil ich sehen wollte, ob nicht trotz ihrer immensen Größe vielleicht doch vier der Sofakissen davon bei uns Platz haben würden.

Geschaut, abgewogen, entschieden. Und so lief ich dann heute wieder los, um die restlichen zwei abzuholen…

… um im Shop dieses Zettelchen an ihnen klebend vorzufinden:

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Jetzt frage ich mich: Ist das mit dem Unterscheiden von n und m hier auf der Insel für manche Leute genauso beschwerlich, wie im Deutschen die Sache mit dem oder den?

2morrow weiß ich vielleicht mehr drüber… ;)

Im schlimmsten lokalen Klatschblatt von allen gerade gelesen, daß es heute morgen in aller Frühe eine Mondfinsternis gegeben hat, anscheinend auch von uns aus sichtbar.

Um die Uhrzeit war ich zwar noch im Bett… aber was ich mir beim Anschauen der Bilder gedacht habe, war: Ist das nicht toll, daß man mit dem Internet innerhalb weniger Sekunden einen Eindruck davon bekommen kann, wie die Mondfinsternis weltweit auf den verschiedenen Kontinenten ausgesehen hat?

Hier gibt’s noch mehr Mondfinsternis-Fotos.

Und so sieht übrigens ein Dezember-Frühstücksmond gegen 7h bei uns aus:

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Heute Abend das erste Mal delicious American burger mit Pommes und Krautsalat im Meilenwerk gegessen.

Das besondere ist aber weder der wahrhaft umsorgende Kellner, der drei Anläufe für die perfekte Weißweinschorle benötigt, sondern vielmehr das außergewöhnliche Ambiente. Denn rund um das Bistro in dem ehemaligen Ringlokschuppen im Düsseldorfer Süden dreht sich alles um Oldtimer. So stehen sie hier hochglanz poliert aufgereiht: die Zuckerstückchen von Mercedes, Jaguar, Triumpf, BMW, … Und nicht nur fünf oder sechs Einzelstücke sondern zu Hauf und über zwei Etagen!

Wer also gern Autos kuckt, sei es, um sich am Technikstand der letzten 80 Jahre zu ergötzen, oder aber, um sich in Träumen in eine Filmdiva der 50/60er zu verwandeln, ist hier wie im Paradies.

Übrigens: ganz ohne Eintritt und wenn man Glück hat, trifft man den Eigner eines Porsche-Oldtimers, der einen zum Einsteigen und Gasgeben einläd. Einfach nur, um den prächtigen Sound dieses mächtigen Motors nicht nur zu hören, sondern auch zu spüren! Geilomat!!

“Es gibt kaum etwas auf der Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften.

Es ist unklug, zuviel zu bezahlen,aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zuviel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zuwenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.

Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten.

Nehmen Sie das niedrigste Angebot an,müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen,etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen.”

John Ruskin, Englischer Sozialreformer (1819 - 1900)

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Der Umstandsmoden-Laden in unserer Straße am Valentinstag.

Und Witzischkeit kennt keine Grenzen - keck hat die boutique ihren Namen an das englische Pendant zu Sieht mein Hintern dick aus in dieser Klamotte? angelehnt.

Da der Laden wöchentlich seine Schaufenster-Deko ändert, kam die Frau Mama des Lieblingsmannes Anfang Januar sieben Tage lang in den Genuß, während des Abspülens ein Umstandsmodenbrautkleid zu begutachten (Ein Fenster hinter der Spüle - eine der genialsten Erfindungen hier in GB!).

Bis heute versteht sie nicht, wie dieses Kleid hat weiß sein können. They had the bridal party with of course the honeymoon already taken, wurde sie nicht müde zu sagen, Or do I miss something here, honey?

Back again. Tausend Eindrücke. Tolle Menschen. Schneesturm. Wodka. Tanzen. Reden. Mit Händen und Füßen. Lachen.
Kein Sightseeing aber traditional food. Kunst. Design. NuttenLackstiefel. Dekoläden!

Was sagt man, wenn man sich zuprostet? “į sveikatą!” (sprich: Is wie Kater! ;))

Neu erlernte Vorurteile:
Der Pole dekoriert alles mit Plastikblumen und vermüllt sich mit Werbung selbst.
Der Russe ist aus Prinzip schlecht und hat Litauen mit geschmacklosen Betonbauten verschandelt. Andererseits gibts wegen ihm sogar zwei Unabhängigkeitstage.
Und hier ein bisschen Litauisch für Anfänger.

Mehr Infos & Fotos folgen. Jetzt erstmal den Restalkohol rausschwitzen!

Nach der Radtour vom Wochenende hatte ich plötzlich kein Gefühl mehr an der gesamten Innenseite meines Zeigefingers. Er war komplett taub und wie eingeschlafen und ich meinte, nur noch einen halben Finger zu haben.

Anscheinend nichts Ungewöhnliches, wie mich meine Suche durch’s Web lehrte. Denn all diese Arten, wie man sich beim Festhalten und Abstützen am Lenker verschiedenste Nerven in der Hand klemmen kann, haben sogar Namen. Da gäbe es das Loge-de-Guyon Syndrom oder auch das Supinatorsyndrom und da wäre noch das Karpaltunnensyntrom.

Was auch immer es war, seit heute Vormittag ist aus der 100%igen Gefühllosigkeit nur noch eine leichte Taubheit geworden und ich glaube, nicht mehr zu einem Arzt gehen zu müssen. Jetzt gibts beim Radeln halt immer ne Runde Fingergymnastik zur Präventation. Rennradfahren ist schon ein komischer Sport… ;)

Zutaten für 2 Personen:
2 Zwiebeln
1 Blumenkohl (ca. 400g, am besten vom Markt!)
600ml Gemüsebrühe
100g Schmelzkäse
Petersilie
Muskatnuss
Salz/Pfeffer

Zubereitung:
Die Zwiebeln klein schneiden und kurz im Topf anschwitzen. Mit Gemüsebrühe ablöschen, den zerkleinerten Blumenkohl zugeben und rund 20 min. vor sich hin köcheln lassen. Dann Schmelzkäse hinzugeben und alles mit dem Stabmixer ordentlich durch pürieren.
Mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer pikant abschmecken. Die gehackte Petersilie unterühren und servieren!
Guten Appetit!

Man kann dieses Rezept aber auch super mit anderen Gemüsesorten ausprobieren. Lecker schmeckt’s zum Beispiel auch mit Karotten oder Brokkoli!

“Klar bin ich dabei!” hab ich gesagt, als eine Freundin mir den Platz ihres kranken Männes anbot, um spontan über das kommende Wochenende nach Litauen zu fliegen. Aber wo liegt das eigentlich und was erwartet mich dort? Welcher Menschenschlag, welche Sprache, Meer oder Fluss, Schnee oder Sonne, …? Egal, der Flug ist umgebucht und den Rest erfährt man noch früh genug!

Bevor ich mir jetzt bei Wikipedia die Basics reingezogen hatte, assoziierte ich mit diesem fremden Land eine eisige Kälte, strengen Katholizismus und Bäuerinnen, die mit leerem Blick Selbstgebrannten für ihren quadratköpfigen Herrn Gemahl bereitstellen. Jetzt weiß ich, dass Litauen ein Land der Gegensätze geworden ist. Mit vielen verschiedenen Einflüssen aus Schweden, Polen, Deutschland und natürlich Russland, was sich wohl in der Architektur am offensichtlichsten widerspiegelt. Die Menschen seien offen, freundlich und westlich orientiert, erzählt mir meine Freundin und schwärmt dann von riesigen Shoppingmalls, “die sind größer und moderner als alles, was du aus Deutschland kennst!”. Und direkt daneben “stehen die Störche auf den langgezogenen Feldern rum.” Das wäre ein “ganz krasser Gegensatz” und “unglaublicher Aufschwung, den man hautnah miterlebt!”

Jetzt freue ich mich über Tipps für Mitbringsel für die litauische Bekanntschaft (Weißwürste aus der Dose? Schokolade? …) oder auch Infos, was ich dort unbedingt kaufen sollte (außer Wodka) ;)

Durchhalten lohnt sich! 1,2kg waren am Samstag auf der Waage runter und somit sind die beiden letzten enttäuschenden Depriwochen schon vergessen.

Das sportliche Durchstarten stand auf dem Wochenendprogramm und dazu gehörte die sonntägliche Ausfahrt auf der 60km Strecke von Rund um Köln. Traumhaftes Wetter und diese schöne hügelige Landschaft im frühlingshaften Erwachen machten die Anstrengungen zu einer tollen Herausforderung mit einer belohnenden Aussicht auf das kölsche Rheintal. Auch wenn ich noch an den Bergen abkacke teilweise sogar absteigen musste, bin ich stolz auf die Leistung heute. Immerhin sind jetzt noch sechs Wochen, in denen jetzt das Bergtraining auf dem Programm steht! Lasst die Beine brennen! ;)

flossi

Damals, als ich in der Schule das 10-Fingersystem noch an einer elektrischen Schreibmaschine lernte und es im gleichen Unterrichtsfach die Kunst der Stenographie zu studieren gab, durften wir dank unserer, einer alternenden Chefsekretärin anmutenden, Lehrerin beim bayerischen Kurzschrift- und Tastaturschnellschreib-Wettbewerb teilnehmen. Ich bin mir sicher, dass ich als damalige Gewinnerin ein paar mehr Silben in den Rechner hämmerte.

83 Wörter

Da geht der USB-Hamster doch ab wie Schmitz’ Katze!

vie Provinzblog

… da bedeutet einem das wunderbare Farbenspiel des morgendlichen Sonnenaufgangs so viel mehr als sonst. Genau wie die Sterne, die letzte Nacht noch strahlender am Himmel über uns funkelten.

In Gedanken bei euch.

Schlimmer als nicht abnehmen ist zunehmen. Und viel schlimmer als zunehmen, ist fast ein Kilo (!)zunehmen, obwohl man richtig viel Sport gemacht hat und total brav war.

Was sagt die Gruppenleiterin dazu? “Vermutlich haben Sie einfach zu wenig gegessen. Wer soviel Sport macht, wie Sie, muss auch viel essen, um den Stoffwechsel in Schwung zu halten. Oder haben Sie vielleicht zuviel Obst gegessen?”

Manchmal find ich WW ganz schön unlogisch. Viel Gesundes ist falsch, viel Sport ist falsch. Jetzt bin ich gespannt, was die Waage nächste Woche sagt, wo ich doch in dieser Woche auf noch mehr Sport komme und immernoch Punktetreu die Nahrungsaufnahme dokumentiere.

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