October 2007


Eigentlich wollte ich nur fragen, ob sie mit zum Gravenhurst-Konzert kommt, nächsten Monat. Als Antwort kam folgende Email:

Halllo Simon,

schön, dass du schreibst!
Ich bin leider nicht mehr in Köln. Gerade bin ich in Augsburg, aber morgen fliege ich für ein halbes Jahr nach Israel, Jerusalem.
Ich wünsch euch ein gutes Konzert!
Alles Gute und viel Spaß da!

Das passiert mir in letzter Zeit öfter. Als ich diesen Sommer in Berlin war, schrieb ich einer alten Freundin über StudiVZ, ob sie nicht Zeit auf ein Bier hat. Antwort: “Tut mir leid, ich sitze gerade in Haifa an einer Strandbar.” Meine Schwester weist mich per SMS auf “Wir sind Helden”-Konzerte in Amsterdam hin. Und heute Morgen habe ich mit einem Freund via Skype über die Schwierigkeiten gechattet, die es mit sich bringt, eine Fernbeziehung von Arusha nach Dodoma zu führen. Wohlgemerkt: Mein Freund ist Deutscher. Seine Freundin auch.

Irgendwann kommt es noch so weit, dass ich vergesse, wo ich selbst gerade bin. My home is where my laptop is.

Preis: 3,50 €

Schwimmmöglichkeiten: Das Sportbecken mit 50 mal 21 Meter ist groß genug, um seine Bahnen zu ziehen. Da das Stadtbad aber nicht nur Sport- sondern auch Wellenbad ist, muss man sich halbstündig auf den 5minütigen Wellengang einstellen (mit zelebriertem Wasser raus- und wieder reinpumpen). Für die Kleinen gibt’s ein Plantschbecken mit kleiner Rutsche.

Wellness- und Spaßfaktor: Wer auf Wellen steht, kommt in dem großen Becken voll auf seine Kosten. Außerdem gibt es zur Entspannung ein Suhlbecken (34 Grad Wassertemparatur) und einen weiterne Pool mit kleinem “Wasserfall” und Sprudelspaß. Für die Sportler steht ein Fitnessraum zur Verfügung, den man für 3,00 € Aufschlag mitnutzen kann. Der Sitz-/Liegebereich geht entlang des Panormafensters und manchmal kommt man sich dabei vor, wie im Schaufenster, vor dem die Spanner lungern…
Positiv aufgefallen: Das Personal ist freundlich, hilfsbereit und aufgeschlossen!

Verpflegung: Vom Badebereich aus geht’s zu einer räumlich abgetrennten Bar mit üblichen Snacks, Getränken und Eis zu normalen Preisen.

Mängel: Vor ein paar Jahren gab es noch Anti-Fußpilz-Duschen. Die waren heute nicht mehr auffindbar. Die Duschen und Umkleiden sind zweckmäßig ausgestattet, aber veraltet und leider schlecht gepflegt (Hygiene?).

Fazit: Das Neusser Stadtbad ist keinstenfalls modern, aber funktional. Wer regelmäßig früh morgens oder abends einfach nur seine Bahnen in zentraler Neusser Lage ziehen möchte (bevor die Wellenzeiten losgehen), kann das hier ganz gut. Dass der günstige Preis nicht das angenehmste Publikum anzieht, sollte hier vielleicht am Rande erwähnt werden, doch auch das trifft man weder früh morgens noch spät abends…

Autsch! vermeldet ein Artikel in der heutigen Ausgabe der Times Online. Der langjährige Nordmann-Tannen-Lieferant Dänemark hat aufgrund neuer EU-Regeln die Subvention des Tannen-Anbaus gestrichen, so daß es sich für viele dänische Tannen-Farmer nicht mehr gelohnt hat, Weihnachtsbäume anzupflanzen.

Während letztes Jahr 1,2 Millionen der begehrten Nichtnadler nach Großbritannien geliefert worden sind, werden heuer nur 300.000 den Weg auf die Insel finden.

Der Verband britischer Weihnachtsbaum-Züchter befürchtet jetzt, daß die Preise für das begehrte Pflänzchen enorm in die Höhe schießen werden. Und ermahnt seine Mitglieder, nicht mehr als 20 Prozent zusätzlich zu verlangen.

Britische Tannenzüchter haben auf die Knappheit zwar schon reagiert, indem sie Millionen von Nordmann-Tannen angepflanzt haben. Doch die werden offensichtlich erst im nächsten Jahr zum Verkauf stehen.

— — —
* Wie der Weihnachtsbaum nach England kam
* A ROYAL CHRISTMAS: QUEEN VICTORIA’S CHRISTMAS
* The British Christmas Tree Growers Association

Weil der Trailer so vielversprechend nach humorig-seichter Unterhaltung mit unerwarteter Wendung klang, war ich in “Beim ersten Mal” (Knocked up). Im Nachhinein ärgere ich mich über das ausgegebene Eintrittsgeld, denn gebährende Mütter kann man auch unter der Woche immer um 10h30 im Privaten sehen. Jetzt noch mehr Worte über diesen Mist-Film zu verlieren… nein, das hat er nicht verdient!

(Diesen Quatsch hab ich mir in meinem 3wöchigen zuhause kränkelnd herumsiechen jeden Morgen zusammen mit dem Müsli reingezogen… Welch seltsame Rituale man doch unter Einfluss von Antibiotikum einführt…)

Da saß sie kichernd auf meinem Kuschelsofa, meine liebe Freundin: “Du hast ne Tischdecke? Mit passendem Läufer!” Um mir dann später zu erklären, dass man “diese Hausmütterlichkeit” nicht erwarten würde, wenn man mich kennenlernen würde…

tischdecke

Soweit so gut.
Als ich dann nach einem leckeren und natürlich selbst gekochtem Abendessen die Nachspeise servierte, kam der zweite Lacher. “Oh Gott, was sind das denn für Desserttellechen?” (more…)

* Ein Glanzstück aus “Verstehen Sie Spaß?”. Klassisch :)

* Und noch ein paar Glanzstücke, diesmal aus dem Bereich der Web- und Print-Typographie.

Exemplare aus der Literatur gefällig? 48 Literatur-Klassiker zum Herunterladen (englisch).

* Die Suche nach frei zur Verfügung stehenden Bildern bei Flickr wird hiermit leicht gemacht:

I wrote flickrCC so I could easily find photos on flickr that were released under the creative commons license. Stuff that I could use for my experiments with the GIMP or include in my blog.

The panel on the left displays the first 36 matching photos. Click on any of these thumbnails to get a slightly larger image and the attribution details displayed in the right hand section. Right click the image and ’save image as’ if you want to use this size, or click on the link in the attribution text to go to flickr and chose a different sized image. Don’t forget to include the attribution text in any work you produce using the picture.

* Auf der Suche nach Antworten auf Error-Fragen? Bei bug.gd wird Dir geholfen:

This site helps you search for errors that other people searched for. Someone’s bound to have run into your error before, right?

Beispiele für beantwortete Fragen:
- I can’t view Korean characters in Firefox.
- VD Player has encountered a Macrovision violation and cannot play this media. Please try a differen…
- A formula in a cell (Cell:B7) could not be converted because it
contains a function that is not …
- This program has performed an illegal operation and will be shut down.
If the problem persists, con…
- A setup parameter specified by
your system administrator or computer manufacturer is missing …

Nachdem sich der Großteil der Fragen jedoch auf (Windows-)Administratortätigkeiten zu beziehen scheint, ist bug.gd vielleicht v.a. etwas für Computersystemverwalter.

* Zuletzt noch ein bißchen Spaßigeres: Leertasten-Drück-Weltmeisterschaft! Ich hab’s auf Anhieb immerhin 42 Mal in 5 Sekunden geschafft… Michael Jackson wäre sicherlich der Dauerpatient - willkommen beim Institute of Ethnological and Racial Modification! Aus den FAQs:

- If I switch my race to a Native North American, do I have to work at a casino?
This is a very good question, and a common one. No, you are not required to work in the casino and/or resort business on a reservation if you are not so inclined. However, it is important to note that proper assimilation to any of the Native American races sometimes will require an effort to placed on certain aspects of a specific culture.

Beim Lesen von Boudiccas Blog - Alle Achtung: Boudicca, humorige Mutter dreier Jungs, die als Ingenieurin in der Raumfahrtindustrie arbeitet! - kam ich über das hier.

Seid doch bitte so nett und schreibt in die Kommentare, was Ihr da seht. Auch diejenigen von Euch, die niemals vorher kommentiert haben: Ihr könnt gerne eine Emailadresse erfinden, reinschreiben, was auch immer Euch beliebt… das ist mir nicht so wichtig.

Aber was ich gerne wissen würde, ist: Was seht Ihr?

Im erweiterten Beitrag dann mehr dazu, was sich mir da über den Weg gespindelt hat. (more…)

Egoload - Spontaner Idealist

“Ein Mann ist wie die Kirsche auf dem Kuchen.
Aber ich bin der Kuchen, und der ist auch ohne Kirschen gut.”
(Halle Berry)

Schwupsdiwups vom Fleck weg begeistert war ich im Juni von ihr, der Stimme von Amy Winehouse (Hier ein ausführlicher Wikipedia-Artikel.). Ihre neueste CD lief tagelang auf und ab, während ich mich in eine neue Umgebung, derzeit noch von einem Haus von professional sharers dominiert, auf einem neuem Längen- und Breitengrad-Fleck einzuleben versuchte.

Als ich dann die Rockröhrenstimme dann zum ersten Mal 24jähriges Fleisch werden sah, haute es mich fast vom gemieteten Küchentresenhocker: Wie konnte so ein zierliches Persönchen solch ausdrucksstarke Töne von sich geben? RESONANZKÖRPER - WO?

Meine Ankunft und die ersten Gehversuche in England verbinde ich seitdem mit Amy Winehouse. Ihre scheinbare Unabhängigkeit und Stärke, ihre Liedertexte, ihr Erscheinungsbild: Die unzickige Geradlinigkeit, die den ganze Erfolgsschlamassel, das Auf und Ab in den Medien durchzieht, steht Pate für die vielfältigen Geschmäcker und Zwischentöne meines neuen Lebensabschnittes, in dem meine liebste Bienenkorbstimme allzeit einen besonderen Platz einnehmen wird.

Ich mein: DIE STIMME!

Hier eine akustische Version ihres letzten Hits (Hier die Version mit Orchester, sozusagen.):

* Bloggen, vloggen, podcasten, skypen, smsen, chatten, kaufen, verkaufen, handeln… sind nur einige der Online-Aktivitäten, die den Tagesablauf eines Web-2.0-Junkies bestimmen können. Gegen Web-2.0-Streß gibt es jetzt NOSO, womit man sich vom sozialen Netzwerken ausklinken kann:

What’s NOSO?
NOSO is a real-world platform for temporary disengagement from social networking environments. The NOSO experience offers a unique opportunity to create NO Connections by scheduling NO Events with other NO Friends.

These “NO? events, called NOSOs, take place in designated cafes, parks, libraries, bookstores, and other public spaces. Participants “whose identities remain unknown to one another“ agree to arrive at an assigned time and remain alone, quiet and un-connected, while at the same time knowing that another “Friend? is present in the space. (…)

Why NOSO?
With the growth of online activity such as blogging, vlogging, podcasting, skyping, texting, IMing, dating, trading, buying, and selling, NOSO offers an oasis to the 21st-century Web 2.0 junkie, an opportunity to reflect on our 24/7 socially-mediated lifestyle. (…)

When and where is NOSO?
NOSO launches in San Fransisco, with temporary NOSO Zones throughout the city and a headquarters at Southern Exposure from March 16 through May 5, 2007. The NOSO HQ features a special NOSO Zone where visitors are invited to drop in, check their networking skills and devices at the door and experience the ambiguous benefits of NOSOcializing.

* Ein bißchen was auf’s Auge: Wie man Bärte im 19. Jahrhundert getragen hat - dem widmet sich ein ganzer Weblog.
Großartige Aufnahmen der einmaligen Insellandschaft “1000 Islands”:

Die Region Thousand Islands liegt am Abfluss des Ontariosee in der Grenzregion Kanadas zu USA an den Anfängen des Sankt-Lorenz-Stroms.

Die faszinierende Insellandschaft besteht aus 1864 Inseln, wobei Wolfe Island die mit Abstand größte ist und Insel Nr. 15 die kleinste. Ein guter Ausgangspunkt zur Erkundung ist Kingston (Ontario); von hier fahren viele Fähren und andere Ausflugsboote in die Umgebung. Das berühmte Thousand-Island-Dressing kommt aus dieser Region und hat den Namen in die Welt getragen, wobei nur die wenigsten diese Gegend kennen.

Welche Form soll es denn haben? Ufo oder Pilz? 25 architektonisch völlig verrückte Häuschen und Häuser.

Schließlich noch was auf’s Ohr: lebensnotwendige Audio- und Musik-Webseiten.

* Gut zu wissen: Was muß ich anziehen, wenn der Dresscode Business Casual Corporate erfordert? Der Dresscode-Guide hilft bei der Entschlüsselung von amerikanischen und britischen Einladungen - für Sie und Ihn.

Ganz gerissen: Seit dem ersten Juli gilt in England das Rauchverbot auf öffentlichen und Arbeitsplätzen. Höchste Zeit, daß sich eine Stiftung um die Millionen von in Stich gelassenen Aschenbecher kümmert!

Over 10 million ashtrays are now homeless and numbers are expected to grow. With nowhere to go, these old reliable friends have faded into the seedy shadows. Gone are the days of lonely late night drunken chats when the ashtray would be the only one who would listen to your ramblings. No one left to hold your cigarette as you lean in for that romantic kiss. (…)

Die Lösung heißt: ADOPTION!

By giving an ashtray a brighter future you are guaranteed self fulfilment, a broader smile and a nice warm feeling.

Gut’ Gewissen: Blogs von 66 Prominenten.

* Weltweit: Eine alle sieben Minuten neu geladene Weltkarte mit Global display of Terrorism and other Suspicious Events.

Europaweit: Karten von Europa, in denen länderspezifische Regelungen abgelesen werden können. Wie beispielsweise “Legal status of cannabis in Europe”, “Legal age to drink alcohol in Europe” oder “Frequency of fair eyes in Europe”.

* Zum Schluß noch Schmunzelstuß: Der unverschämteste Reiseführer, der je erschienen ist. Er stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und wurde von einer Favell Mortimer geschrieben - die allerdings niemals ihr Heimatstädtchen Shropshire im Nordwesten Englands verlassen hat. Ein paar Auszüge:

England: (…)Is London a pleasant city? No; because there is so much fog and so much smoke. This makes it dark and black. Yet the streets where rich people live are kept clean, and the maid in each house washes the steps of her master’s house every morning.(…)

France: The parents like to make their children little men and women. They take them where they go, keep them up late, and let them eat unwholesome food, and even allow them to talk away before grown-up people, and show how clever they are. (…)

Germany: The Germans are very kind, and pleasant in their families. They are affectionate. They are careful, and cautious. It would be well if they were more neat and clean, especially the poor people. (…)

China: f you were to sit by a clock, and if all the Chinese were to pass before you one at a time, and if you were to count one at each tick of the clock, and if you were never to leave off counting day or night – how long do you think it would be before you had counted all the Chinese? (…)

Und dann noch was aus vergangenen Zeiten: 11 Tips, wie man mit weiblichen Angestellten umgehen sollte, aus der Juli-Ausgabe des Transportation Magazine 1943:

1. Pick young married women. They usually have more of a sense of responsibility than their unmarried sisters. They are less likely to be flirtatious. They need the work, or they would not be doing it. They still have the pep and interest to work hard and to deal with the public efficiently. (…)

8. Give every girl an adequate number of rest periods during the day. You have to make some allowances for feminine psychology. A girl has more confidence and is more efficient if she can keep her hair tidied, apply fresh lipstick and wash her hands several times a day. (…)

Mein Sturkopf, trotz dicker Erkältung am morgigen Wettkampf teilzunehmen, wurde dank dieses Artikels und stundenlanger Gesundheitsvorträge meiner Kollegin zerschlagen. Somit bin ich dann eben Rand-Supporterin für die 100km-Absolventen.

Kann sich jemand meine Enttäuschung vorstellen?

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