September 2007


Heute entdeckt: Get the Glass!

Die neue Beschäftungstherapie für Zockerköniginnen mit super Graphik!

Manche Witze verlieren einfach nie an… äh… Ranzigkeit… werden einfach nie alt…

“Diese Deutschen… ach Du Scheiße”, bemerkt Serious Sam.

“Einfallsreiche Leute”, weiß grinchdec23.

Der Regen goß in Strömen aus dem dunkelgrauen, wüsten Himmel, als ich heute morgen aus dem Fenster schaute - ähnlich wie der nimmer enden wollende Wasserfluß im Juli und August diesen Jahres, der den Briten nicht wirklich einen Sommer bescherte.

Einzelne Böen jedoch stoben so stark durch unseren Hinterhof und die Straßen, daß die Regenflut wie eine Wand gegen unsere dünnen Fenster geschleudert wurde; die königlich das Vibrieren und Zittern anfingen, als würden sie jedem Moment in tausend Stücke zerbersten.

Beim ersten Schritt in die Küche fiel es mir dann auf: Irgend etwas stimmte nicht mit meinem rechten Küchenfenster. Seit wann konnte ich von meinem Eßtisch aus Leute vom Bushäusel gegenüber sehen?

Und dann der Schreck in meinen Gliedern: Der Blumenkasten ward nicht mehr!

In der Hoffnung, daß er niemandem auf den Kopf gefallen war, rannte ich eiligst die Treppen auf die Straße hinunter, um innerhalb von 30 Sekunden mit Blumenkasten ohne Schaden, aber durchnäßt bis auf die Knochen in die Wohnung zurückzukehren.

Daß das ganze Spektakel Teil eines über v.a. Südengland hinwegtobenden Tornados gewesen war, habe ich erst jetzt mitbekommen. Während der Himmel jetzt wieder blauer als blau erstrahlt, erzählen die Nachrichten folgendes, auch über unser Städtchen: Houses wrecked as tornados strike towns across England (edit 14.10h: Mittlerweile ist die Überschrift schon dahingehend mutiert: “Seven freak tornadoes bash Britain, wrecking homes” (”dozens of homes” as of 15.50h)) bzw. Parts of UK struck by tornadoes (offensichtlich ist im Plural sowohl -os als auch -oes erlaubt).

Am Wochenende war es endlich soweit: Mein Rennrad Flossi und ich gingen erstmals bei einer RTF (Radtourenfahrt) an den Start.

Die 74km mit Start in Düsseldorf sollten ja eigentlich ein Klacks sein, dachte ich und stellte mich bei schönstem Sonnenschein in die Anmeldeschlange. Ahnungslos wie ich war, lauschte ich den anderen Radlern und wurde hellhörig, als da jemand vom Neandertal sprach. Etwas eingeschüchtert und vernünftiger meldete ich mich dann statt für die 74km nur für 43km an. Ein netter Sportartikelvertreiber pumpte Flossis Räder noch mal so richtig auf und los gings mit bester Laune auf die super augeschilderte Tour.

Doch schon an der ersten Hebung stimmte irgendwas nicht. Flossis Schaltung zickte rum und die niedrigen Gänge gingen einfach nicht rein. Als dann die Kette absprang, war die erste Zwangspause angesagt, bei der ich prompt meine Trinkflasche mit dem Iso-Getränk am steilen Berghang verlor. Aber schlechtes Material sollte meiner Motivation keinen Abbruch tun und so quälte ich mich mit den höchsten Gängen die Berge eher stehend als rundlaufend nach oben (Ich kann auch immer noch nur drücken, weil ich noch keine Schuh-Investition getätigt habe…).

Die Belohnung folgte bei der Abfahrt, wo ich mit brachialen 50km/h und dem Näschen ganz nah am Asphalt runter bretterte!!! Dass im Tal nach einer scharfen Rechtskurve der nächste langgezogene Berg folgen sollte, naja, das war halt nicht nett. Nett waren dagegen die Helfer an der Halbzeit-Verpflegungsstation, die eine restliche entspanntere Tour ankündigten und so lief Teil 2 auch wirklich viel viel besser.

Am Ende zeigte mein Tacho eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 24km/h, Flossis ging’s – abgesehen von der doofen Schaltung – ganz gut und die Krämpfe in meinen Waden haben mittlerweile auch nachgelassen ;) Ich freu mich auf den nächsten RTF!

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Coole Sache: Meine Anmeldung beim “Cup der WestLB” am Tag der deutschen Einheit ist doch noch durchgegangen! Leute, mein erstes Radrennen!! :-)

Wenn der Kunde schon ankündigt, dass meine Kenntnisse aus dem Seminar Kundeneinwandbehandlung bei ihm keine Früchte tragen würden, wird schnell klar, dass manche Ein- und Verkäufer schlicht übertrainiert wurden.

Nichts geht über Pizza, Bier und… STOLLEN!

Nachdem die E-Heldin vor knapp zwei Wochen von den in Deutschen Supermarktregalen bereits wieder ihre Verführungsrunde machenden Weihnachtsknabbereien erzählte, war klar, daß Stollen in der Ausführung würfelig, praktisch, gut seinen Weg nach GB finden mußte.

Bis heute kuschelten drei Päckchen davon unberührt im Vorratsschrank…

… aber jetzt herbstelt’s auch hier, nieselt’s und windet’s…

Und Pepperoni Passion®, Vegetarian Supreme, ein Carlsberg und “Santa-Claus-in-Town-Stollenkonfekt” tun gut dran, unsere kalten Näschen zu wärmen.

Das Leben ist schön. (Und nein, diamonds sind nicht immer a girl’s best friend… haha.)

P.S.

Hier übrigens mein neuester Ohrwurm. Bin ich oldschool oder warum krieg’ ich diesen Song nicht mehr aus meinem Kopf?


(Via Fiket)

Ein bisschen scheu und nervös war ich, als ich erfuhr, dass Evas linker Arm schon seit einer Tumor-Operation 1983 komplett gelähmt ist. Als ich sie dann das erste Mal traf, blickte sie mich mit ihren strahlenden Augen an und lächelte mir offenherzig zu: “Schön, Sie kennen zu lernen.”

Schon zwei Stunden später war das “Sie” vergessen und Eva erzählte mir aus ihrem Leben. Dass sie 13 Jahre lang in England lebte und sich dann von ihrem Mann Bill trennte. Und sie ist davon überzeugt, dass mir dieses Land ebenfalls gefallen würde und ich darüber nachdenken sollte, es meiner Schwester gleich zu tun. Nach einem aufregend-abwechslungsreichem Leben mit Karneval, Dom-Messen, x-fach vielen Tumor-Operationen und ihren drei Kindern in Köln diagnostizierte man bei ihrem Ex-Mann Lungenkrebs. Er sollte vor 2,5 Jahren ins Hospiz eingewiesen werden. Doch um dies zu verhindern, heirateten die beiden 20 Jahre nach ihrer Trennung noch einmal und Eva nahm ihren Engländer zu sich - obwohl sie selbst schon nicht mehr ohne Hilfe konnte. Bill starb vor einem Jahr. Ein Tag nach seinem Tod gebahr Eva’s Tochter ihren ersten Sohn.

Am Montag hat Eva’s Pflegedienst den Rettungsdienst gerufen, weil sie plötzlich nicht mehr laufen konnte. Noch in der Nacht wurde sie an der Wirbelsäule operiert. Gestern Abend, nach der zweiten OP, konnte sie noch nicht wieder selbstständig atmen.

Auf der gestrigen Suche nach einem Video des verpatzten Comeback-Auftritts von Britney Spears beim VMA hätten wir Heldinnen fast schon aufgegeben, sind doch alle Dateien bei Youtube gelöscht worden und auch bei MTV direkt nichts zu sehen.

Bevor ihr das jetzt auch noch alle probiert - einen Link haben wir dann heute morgen dennoch gefunden!

A-Heldin’s Kommentar: “Die Britney erinnert mich schon irgendwie an mich, als ich bei der rhythmischen Sportgymnastik rumgestolpert bin. (…) Aber kein Wunder. Die war ja auch am Abend vorher mit der Paris Party machen bis 3h morgens.” (Ein Video von A-Heldin werden wir sicher auch noch finden)

Seit meine Schwester Homemaker in UK ist, weiß sie überraschend gut über VIPs bescheid…

Auf dem besten Wege zum einjährigen Rauchfrei-Jubiläum im November hab ich mal gekuckt, in welchem Bundesland welche Einschränkungen gelten und bin auf diese tolle Tabelle gestoßen. Dann ist mir erstmal bewusst geworden, dass ich in meiner Raucherkarriere kein einziges Mal in einer Kirche oder in einem Lebensmittelladen geraucht habe und auch niemals auf diese Idee gekommen wäre.
Dass in Gefängnissen geraucht werden darf, ist ja klischeehaft bekannt und irgendwie passt es ganze besonders zum Spot der Smokersfriends…

Und hier noch ganz nebenbei die aktuellen Kennzahlen:
Rauchfreie Tage: 286
Erspartes: 1.144€

Kann mir eigentlich mal jemand erklären, was MWAH bedeutet? Ich scheine nicht mehr Up to Date zu sein, was Chatsprachen angeht…

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Update: Und prompt fündig geworden!

Meine Schwimmmutti hat’s gestern intensivst probiert: “E-Heldin, konzentrier’ dich auf die Ellbogen - immer schön hoch nehmen! Der Beinschlag wird mit der Hüfte unterstützt! Niemals Wasser in den Mund bekommen! Nochmal 100 Meter - und los!”

Und dann stand sie kichernd neben mir im Wasser während mir das kühle Nass über’s aufgehitzte Gesicht lief: “Man sieht richtig, wie du denkst und zitterst! Aber keine Sorge, Laufen lernt man ja auch nicht an einem Tag!”

Zum Ausgleich durfte ich dann den 5kg Ring auf 4m Tiefe bringen (”Stell dir vor, du bist ein U-Boot!”), mich mal wieder am 25m-Streckentauchen versuchen (”Wenn du denkst, du musst Luft holen, dann schluckst du einfach dreimal.”) und entspannende Brustschwimm-Bahnen ziehen.

Danach hatte ich schrubbelige Hände und Ohrenschmerzen ;)

- eine heitere Auswahl an Brotbackmischungen
- Großpackungen Tampons mini
- das alte Bügeleisen
- viele Paare Hausschuhe
- ein Buch mit dem Titel “Lost in London”

Wer weiß, wo’s hingeht? ;)
Wer weiß, was man dort noch so Heimisches vermissen könnte?

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