June 2007


Liebe Leserschaft,

die Heldinnen sind ausgeflogen.
A-Heldin verbringt die ersten Tage in GB und die E-Heldin liegt faul am Strand der Toskana rum.

Komisches Internetcafe hier, daher erst morgen Fotos…
:-)

Heute im Bus hat eine Spinne versucht, ein Netz in meiner Hand zu bauen. Es war eine kleine Spinne, überhaupt nicht eklig. Sie krabbelte auf meinen Fingern herum, ließ sich ab und zu ein paar Zentimeter herunterbaumeln und krabbelte dann wieder hoch. Ich hielt meine Hand ganz still, damit ich sie nicht beim Netzbauen störe.
Ab und zu ließ sie kleine, fast unsichtbare Fäden in die Luft wehen. Die schwebten dann langsam und majestätisch von meiner Hand weg, bis die Spinne sie wieder einholte. Sie wickelte sie mit ihren winzigen Beinchen wieder auf, rasend schnell, dann krabbelte sie wieder ein bisschen durch die Gegend. Erkundete meine Handfläche.

Irgendwann verfing sich einer der Fäden im Haar des Mannes, der vor mir saß. Bevor ich reagieren konnte, war die Spinne schon daran entlanggeklettert, landete auf seiner Jacke. Fasziniert beobachtete ich, wie die Spinne langsam an meinem Vordermann emporkletterte, dann auf den Kragen. Sollte ich versuchen, sie heimlich zurückzuholen? Ich konnte mich nicht entscheiden. Sie erreichte den Hals, krabbelte gen Haaransatz. Der Mann kratzte sich kurz, dann fiel die Spinne als zerquetschter Klumpen herab, in den Kragen hinein. Tja.

225 PS, 105 km/h
Geschwindigkeit, Wasser, wirkende Kräfte, … der Hammer!!!

Vorbereitungen:
elli01

Action:
elli00

Rückfahrt:
elli02

P.S.: Den Segelschein mach’ ich aber trotzdem ;)

Die großartige A-Heldin hat um 14h ihre letzte Prüfung!!!

Update ca. 14h48:
Sie ist fertig! Danke für’s Daumen drücken - war wohl ziemlich erfolgreich…

Bis auf Sistaweb-Besucher und eine Hand voll Freunde, die auch zur werten Leserschaft zählen, habe ich niemandem von meiner Entschlackung erzählt. Wohl weislich, wie ich mittlerweile empfinde, da die Kritik an einer solchen Entschlackung ganz schön hochkochen kann. Nicht nur, dass ich in diesen Tagen lerne, meinen Willen zu stählen und etwas Ungewöhnliches durchzuziehen, nein, ich muss mich auch durch und durch für diese Aktion rechtfertigen. Gut, ich kann’s verstehen, dass der ein oder andere sorgenvoll kuckt. Aber hätt ich das Ganze in der offiziellen Fastenzeit gemacht, es Heilfasten genannt oder wäre ich richtig übergewichtig, dann sehe das Feedback wahrscheinlich ganz anders aus…

So hab ich jetzt noch 5,5 Tage vor mir, wobei mich am meisten natürlich vor dem Rheinfire-Spiel sorgt und es schon sein könnte, dass ich bei einem solchen Anblick schwach werden könnte. (Danke, Johannes!) Ich ess halt einfach zu gern…

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
An dieser Stelle stand mal ein Bild von einer leckeren Currywurst mit Pommes.
Aber so rein rechtlich durft ich die gar nicht verlinken.
Und jetzt stellt euch einfach ein tolles Bilder von einer leckeren Currywurst mit Pommes vor.
Oder hat einer eins zur kostenlosen Nutzung für mich? ;)

… ein Gschichterl von gestern Abend, sehr später Abend sogar:

Will ich die Unibibliothek verlassen, deren verlängerte Öffnungszeit bis Mitternacht eine der neuen “Stilblüten” des Studiengebührensegens ist, wie der Provinzblogger schreibt, und entdecke am Ausgang der Bibliothek einen älteren Herren in schwarzer Uniform.

Ein Wachmann! Der mir freundlich zuzwinkert! Und von dem ich einen Begleitservice zur Straßenbahn einfordern kann, wenn’s mir zu dunkel und gruselig ist, den weitläufigen, parkähnlichen Campus entlang!

Weil ich Dussel beim Einpacken meiner Sachen das wichtigste Lernskript des Tages in einem Spind vergessen habe, was ich nach 15minütiger Straßenbahnfahrt in Richtung Stadtmitte merke, steige ich also wieder um und fahre zurück zur Bibliothek. Das Skript Gott sei Dank wiedergefunden, finde ich mich im Vorsaal bzw. der Einganghalle der Zentralbibliothek wieder, wo ich noch schnell Emails an den dort für Recherchezwecke etc. aufgestellten Rechnern checken möchte.

In der Eingangshalle ist das Stichpunkt.

Denn wenig später tippt mir ein anderer, älterer Wachmann unfreundlich auf die Schulter und weist mich zurecht, daß ich doch bitte das nächste Mal den Rucksack in einem Spind verstauen soll.

In der Eingangshalle!

Oh no no no no no no, sag ich ihm, Mäntel und Taschen, das gilt nur für die Bibliothek selber. Doch er bleibt streng und bei seiner Behauptung - und übersieht später in der Begeisterung ob einer Tafel voll von diversen Licht- und Lautsprecherknöpfen, wie ein noch älterer Herr in die Bibliothek marschiert - mit Jacke!

Klaro, daß ich mich fluchs abgemeldet habe, zu ihm lief und rief “So, ich soll also in der Eingangshalle meinen Rucksack ablegen beim Emailchecken, aber den Herrn hier eben lassen sie in voller Montur in die Bibliothek!”

Ihr hättet sehen soll, wie er, scheinbar an einem wunden Punkt erwischt, ruckizucki in die Bib gesprintet ist! Ohne Rücksicht darauf, daß jetzt niemand mehr Wache am Eingang schieben würde.

Tjaja. Mal sehen, was passiert, wenn diese Blüten zu Früchten heranreifen und geerntet werden können…

eXTReMe Tracker