Wie schwer Fasten tatsächlich ist, merkt man erst, wenn man mitten drin steckt.

Heute ist Tag 2 meiner Entschlackungskur und so ganz trainiert ist der Verzicht auf’s Essen offensichtlich noch nicht. Die Studentenfutterattacke meines Kollegen war da noch das geringste Übel. Viel dramatischer mein Besuch beim Kunden, bei dem ich etwas zu früh und allein im Konferenzraum stehe und mir wie eh und je eines dieser leckeren Kekse zwischen die Kiemen schiebe. Als mir der Verstoß bewusst wird, bleibt nichts anderes als Schlucken, da weit und breit weder Serviette noch Abfalleimer zu sehen waren. Und jetzt hat dieser doofe Keks meinen Magen angeregt, der das erste Mal seit Beginn der Fasterei nach echtem Essen schreit.

Doch ich werde hart bleiben, gieß mir noch nen Tee ein und exe ein Glas Wasser nach dem Anderen. Auf die Ignoranz!