Eigentlich wollte ich schon gestern zum Weltfrauentag schreiben, wie toll es ist, in einer Männerdomäne zu arbeiten. Denn als Mädchen fühlt man sich hier noch als “was Besonderes”. Und schaue ich mich um, dann sehe ich auch in anderen Vermietfirmen auf Anhieb keine weibliche Technik-Beraterin sitzen.

Als Frau im Vertrieb kann man technische Details einfacher und vielleicht blumiger erklären als detailverliebte Herren. Zum Beispiel, dass man mit keiner Lampe die Sonne blenden kann, weswegen man bei hellen Lichtverhältnissen ganz besonders lichtstarke Projektoren braucht. An Google Maps Zoombereichen auf Satelliten-Bildern kann man besonders gut erklären, warum man nicht immer gleich die höchstauflösendste LED-Wand auf Konzerten braucht, weil’s ja auf den Publikumsabstand ankommt.

Sitzt einem die Agenturtussi gegenüber, freut die sich, dass sie mal von Frau zu Frau zugeben kann und ohne sich einen Zacken aus ihrem Krönchen zu brechen, dass sie keine Ahnung von Video-, Daten- und Lichtsignalen hat. Merken die Herren der Schöpfung, dass vor ihnen wirklich Kompetenz und nicht nur ein lächelndes Gesicht steht, kommt der Respekt von ganz allein. Und dann bekommt man auch schonmal mit, dass sie sich auf das technische Schwätzchen beim Kaffee freuen und die Sekretärin nach Schokoladenkeksen für die E-Heldin schicken. “Die isst meine Frau am Liebsten. Sie doch sicher auch!?”