February 2007


zum laufen würd ich mir gern ‘nen eigenen laufmix machen mit all meinen motivationssongs, die ich so hab. die will ich aber nicht einfach so hintereinanderpacken und dann hören, sondern ein bisschen djane spielen. gibts da ‘ne kostenlose und einfach bedienbare software, die ihr mir empfehlen könnt?

außerdem möchte ich meinen billigen und sowieso viel zu kleinen mp3player gegen was neues eintauschen. was mir da sofort ins auge springt ist der neue ipod shuffle, den man sich ans t-shirt klemmen kann. ich glaube, es ist tatsächlich der einzige player, der beim laufen nicht zwischen den brüsten ‘rumschwingt. nachteil ist leider, dass ich nicht zwischen alben hin und her springen kann.
kann mir jemand bei der entscheidung helfen?

Im Rahmen eines umfassenden Texter-Auftrages hatte ich in den letzten drei Wochen mit ca. 40 Kunden aus einem recht heterogenen Bereich zu tun. Allen gemein ist zwar die Sorge um das körperliche und geistige Wohlbefinden ihrer Klienten, doch dieses läßt sich bekanntlich auf vielen Wegen erreichen.

Während mir am abschreckendsten die Edel-Kosmetik-Salongse (auch gerne als “Galerie” oder “Institut” bezeichnet, mit bisweilen kuriosen Neologismen aus englischen und deutschen Wortteilen) und Haare-Weg-Etablisments in Erinnerung bleiben werden, schlägt mein Herz kichernd und warm für meist im Speckgürtel der Stadt residierende Muttis, die sich nach dem dritten Kind ihren Selbständigkeitstraum mit Edelstein-Massagen, Narben-Blockaden- oder Farb-Energie-Behandlungen erfüllen.

Ihre Arbeitsräume nennen sie liebevoll “Insel” und liegen damit nicht weit weg von den unzähligen Erleuchteten, den Sitas, Atulyas, Shantis oder Devals, die in ihren “Oasen” - nicht selten “in exklusivem Ambiente” - mittels Chakra-Behandlungen, Aura-Soma, Aroma-Öl-Massagen und Tao-Essenzen für den Einklang von Körper, Geist und Seele ihrer Kunden sorgen. Oder mit Ayurveda-Kochkursen!

Als Unwissende ersten Grades staune ich ob der fantasievollen Namen, Rituale und Anwendungen! Nie im Traum wäre ich darauf gekommen, daß miese Laune, eine schlechte Aura und wenig Selbstbewußtsein von z.B. zwei centstück-großen Narben kommen kann, die ich mir seinerzeit beim Fahrradfahren-Lernen zugezogen habe!

Neben diesen ersten drei Gruppen und abgehoben, pseudo-sophisticated Emails und Aufträge formulierenden Kunden aus der Kategorie “Ästhetische und Plastische Chirurgie” sowie dem Golfsport (”Die Suche nach einem im Rough verlorenen Ball stellt immer wieder einen interessanten Ausflug in die ‘Tiefen’ der Natur dar”), finden sich dann noch diejenigen, die ich eher als bodenständig bezeichnen würde: Fitness-Studio-Betreiber, Friseure und Sonnen-Studio-Leiter.

Während erstere vor allem Wert darauf legten, daß in ihrem Text Specials wie beispielsweise kostenlose Tageszeitungen, Kinderbetreuung, Kursgebühr-Erstattung durch die Krankenkassen, Internet und MP3-Player hervorgehoben wurden, setzte ein Vertreter der letzteren auf S.E.X.. “Da muß viel mehr Sex rein”, meinte er zu meiner ihn betreuenden Kollegin, “Sex sells, das wissen Sie doch!” Zwei Drittel seiner PR dreht sich in der endgültigen Version nun um die wissenschaftlich korrekte Darstellung des Zusammenhangs von euphorisierenden Botenstoffen und künstlichem Licht - und Sex: “Wer Lust hat, sich und seinem Körper wieder den Kick Erotik zu geben, den schöne gebräunte Haut beim anderen Geschlecht auslöst, sollte…”

So. Und jetzt kommen wir endlich zu dem, worüber ich eigtl. die ganz Zeit schreiben wollte.

Ich bin am Samstag von einem Kunden gefragt worden, ob ich für ihn Haarmodel werden möchte.

Haar-Model.

Ich.

Hahaha.

Wie’s mir die Sprache verschlagen hat.

Am Mittwoch habe ich jetzt meinen Termin bei einem der coolsten, umtriebigsten Friseure in der Stadt, der nicht nur mit einem außergewöhnlichen Salong plus integrierter Kunst-Galerie aufwarten kann, sondern sich auch als Visagist bei diversen Bällen und Modeschauen einen Namen gemacht hat.

Alter Schwede.

Er weiß, daß ich nicht mit einem Kakadukopf nachhause gehen darf. Er weiß, daß ich auf keine Haarstyle-Events gehen werde; auch deshalb, weil ich bald ins Ausland ziehe. Ihm ist klar, daß ich mich nicht für seine Webseite ablichten lasse.

Drum also umso größer mein Erstaunen. Und um so diffuser meine momentane Erwartungshaltung.

Eine klassische “Landei von Welt”-Geschichte, hm, Sissy? Hahaha.

Jeder hasst die Nazis, oder? Mindestens bei Indiana Jones sind die immer die Bösen, und da habe ich meine moralische Bildung her. Aber heute sind die Träger des bekannten Schnurrbärtchens überall in der Fugger-Stadt, weil sie mit den Augsburger Politikern zusammen der 25 Februar 1944 Bombennacht gedenken, die “Terror-Nacht” beschrieben in den gleichen Worten auf den Blättern der NPD sowie der SPD. Wenigstens können sie sich auf etwas einigen, links und rechts. Nur schade daß die beiden vergessen haben, daß Kontext sehr wichtig ist bei solchen Sachen:

From April 1943 to May 1944, the gynecologist Prof. Dr. Carl Clauberg conducted sterilization experiments on Jewish women in block 10 of Auschwitz I, with the aim of developing a simple injection method to be used on the Slavic people. These experiments consisted largely of determining the effects of the injection of caustic chemicals into the uterus. This was extremely painful and many died during and shortly after. Dr. Josef Mengele, who is well known for his experiments on twins and dwarfs in the same complex, was the camp “doctor”. He regularly performed gruesome experiments such as castration without anesthetics. Prisoners in the camp hospital who were not quick to recover were regularly killed by a lethal injection of phenol.

Winter ‘44: Good times.

Wir sind alle einverstanden daß Nazis und Kommunisten doof sind, oder? Und wenn man eh keine Wahl hat, kann man sich nur mit den Details beschäftigen. Zur Demonstration der Nazis gab es zahlreiche Gegendemonstranten, die die Fahnen der Sowjetischen Union und IG Metall gehalten haben. Hier in meiner Vorstadt, direkt vor der Haustür, sind die zwei Gruppen in einen dämpfenden Matsch der Dummheit zusammengeflossen. Und wie haben sich unsere umstrittenen Besucher benommen in der Vorstadt heute?

Before:

Nazis Vs Communists Before
After:
Nazis Vs Communists After

Ich hasse Nazis, wie es heute zu erwarten ist. Aber ich hasse Kommunisten. Die verbreiten nicht nur ihre giftige, faschistische Politik genau wie die anderen: die räumen nicht mal auf wenn die fertig sind!

Ein Hinweis was uns allen dient: wenn Du fertig bist mit Kapitalismus bekämpfen, schmeiss die Müll nicht auf den Boden, sondern in die Eimer die überall für euch platziert sind!

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Früher dachte ich immer, Angst haben nur Menschen ohne Selbstbewusstsein und Typen, die voller Verunsicherung durch’s Leben huschen. Und ich meine damit nicht die Angst, die man hat, wenn man dem Tod ins Auge schaut, während man schlimme Achterbahnen fährt oder sich Sorgen vor ärztlichen Diagnosen macht.

Ich meine diese Alltagsangst, die man spürt, weil einem plötzlich die Luft weg bleibt, das Herz rast, man Sternchen sieht und die Beine unter’m Körper wegknicken. Hyperventilieren heißt das dann oder Kreislaufkollaps. Das wird einem jedenfalls immer gesagt und man denkt dann an schlechte Luft, heißes Klima, whatever. Dass der Auslöser dabei aber Angst sein könnte, hätte ich bei mir selbst nie gedacht!

So landete ich bei einem Diskobesuch mal im Krankenhaus, weil ich in der Menschenmasse das Bewusstsein verloren hatte. Während des Grönemeyer-Konzerts musste mein Freund mich halb aus dem Besucherstrom schleppen und reißen, weil ich mich weder auf den Beinen halten noch bewegen konnte. Auf Konzerte gehe ich seit diesen Erfahrungen nur noch mit Pässen, die auch für Publikumsbefreite Zonen gelten. Mir unbekannte Großraumdiskotheken, deren Fluchtmöglichkeiten und Notausgänge ich nicht kenne, meide ich komplett. Und seit meiner Flucht nach dem 2-Sekunden-Besuch vom Esprit-Lagerverkauf, von dem ich blaue Flecken und keine Poloshirts mit nach Hause brachte, habe ich selbst vor dem Shoppen in den großen Malls oder eben einfach Samstags ordentlich Respekt!

Ich bin kein kuschendes Mädchen, dass sich mit scheuem Blick vor dem Leben versteckt. Umso außergewöhnlicher für mich die Erkenntnis, ein Angsthase zu sein.

“erzähl mir was schönes!”
“hm, was denn?”
“irgendwas, damit ich besser einschlafen kann und dabei deine stimme höre.”
“na gut. hm… mein erstes auto war ein ford fiesta. hellblau. an dem haben wir mit kollegen gebastelt. dann hat der kein verbleibt mehr gebraucht. und an der (?)-düse haben wir rumgeschraubt. das war schon schön (…)”

wieso hab ich eigentlich blumenwiesen- und urlaubsgeschichten erwartet?

Von des Freundes Exfreundin’s Mutter bei einem mit allen beiden sowie dem aktuellen Freund genossenen deftigen Schweinsbraten, yummy Semmelknödeln und hervorragendem Blaukraut einen Schlüsselanhänger mit dem Wahrzeichen der Stadt aber nichts zu trinken bekommen, “damit Ihr mich hier nicht vergeßt, ja?”

Jetzt sind doch tatsächlich schon 88 Tage meiner Nichtraucherkarriere vergangen, was wiederum einer Ersparnis von rund 350€ entspricht und ca. 1.700 verqualmten Glimmstengeln. Cocktails trinken, private SitInns, Arbeiten, Autofahren, … all das funktioniert ganz prima ohne Zigarette.

Mit ein bisschen mehr auf’s Essen achten, sportlicher und anderweitiger Bewegung habe ich es sogar geschafft, zum Jahresbeginn die Weihnachts- und Nichtrauch-Kilos wieder abzunehmen. Die Jammerei als Raucherin “Ich hab Angst zuzunehmen!” war sowas von hinfällig! Andererseits hätte es keine bessere Motivation gegeben, um wieder Pünktchen zu zählen, beim Aerobic und Walken mitzumachen und die Treppen zuhause mit mehr Leidenschaft zu erklimmen.

Jippie, ich bin Nichtraucher :-)

Und hier findet man dann auch Nichtraucherfreundliche Etablissements - nicht nur für Deutschland!

Als Nachtrag zu dem Artikel “Gerade habe ich ein Mädchen gesehen” (und weil die Originalheldinnen gerade sowieso nichts schreiben), eine Frage an die Leser:

Ist euch das schon mal passiert, dass euch ein Mensch spontan fasziniert hat? Irgendjemand, der eigentlich mit euch und eurem Leben gar nichts zu tun hat? So eine besondere Verbindung, die sich auf Minuten oder manchmal nur Sekunden beschränkt hat?

Mir passiert so etwas öfter, mit Menschen aus allen Altersstufen und Geschlechtern. Ich saß zum Beispiel mal in einem Wartesaal am Bahnhof, und dann setzte sich eine ältere Frau neben mich. Ich merkte, dass sie gerne mit jemandem reden würde, also legte ich meine Zeitung zur Seite, und wir erzählten. Sie sprach von ihrer Familie, von ihrem Sohn, der Marathons läuft und von der Bandscheibenoperation ihrer Tochter, die sie gerade besuchen fährt. Ich erzählte von meinem Studium und von meiner eigenen Großmutter. In den fünfzehn Minuten, die wir redeten, war eine Sympathie spürbar, die sonst sehr selten ist. Dann kam ihr Zug, und wir sahen uns nie wieder.

(more…)

“Erm…Schätzchen, du weiss daß ich nie deine Computer-skills kritisieren würde; und du weisst daß ich viel Respekt für deine Arbeitsgewöhneiten habe. Aber wär es nicht langsam Zeit daß du, vielleicht, deine Email-Inbox aufräumst?”

Sscrop

UPDATE:

Youvegotmail

Sie fiel mir auf, weil ich mich zuerst völlig verschätzte, was ihr Alter anging. Auf den ersten Blick sah ich eine sehr kleine, etwas seltsam gekleidete junge Frau; erst, als sie direkt vor mir stehen blieb, bemerkte ich, dass dieses Mädchen höchstens vierzehn Jahre alt war.

Sie hatte rot gefärbte, lange Haare, die sie ungekämmt in den Nacken fallen ließ, trug eine weiße, viel zu große Winterjacke. Ihre Jeans hatte sie in schwarze, spitze Lederstiefel gesteckt, die mit kleinen Glitzersternchen beklebt waren. Sie schlenkerte immer leicht mit einer Stofftasche. Sie hatte auch so eine Art, den Menschen ins Gesicht zu schauen. Sehr direkt, mit einem Schein von Lächeln um die Mundwinkel. Ohne einen Anflug von Aggression, Neugier oder Anteilnahme. Einfach nur: Hallo, hier bin ich, und du bist auch da. Guckuck.

An der Bushaltestelle stand sie vor mir, dann stiegen wir in den selben Bus. Ich saß im hinteren Teil, sie blieb weiter vorne. Sie schien müde zu sein. Stand die ganze Zeit direkt an der Tür, schaute hinaus. Achtete nicht darauf, dass die Leute sich an ihr vorbeidrängeln mussten. Einer von den Jungs, die von der Schule kamen, schubste sie etwas rüde zur Seite, als er sich durchschob. Sie schaute nur kurz rüber, warf ihm einen von diesen rätselhaften Blicken zu.
Später wurde sie müde, setzte sich auf den Platz vor mir. Sie ließ ihren Kopf zur Seite fallen, an die Lehne ihres Sitzes. Ließ sich von den langsamen Bewegungen des Busses schaukeln. Schaute weiter nach draußen, auf die Straßen, die an uns vorbeizogen. Irgendwann stiegen wir aus, an der selben Haltestelle. Dort war ich dann schneller als sie. Wir hatten noch eine Weile den selben Weg, aber ich habe mich nicht umgedreht und zurückgeschaut.

Wirkungsvoller Schönheitstipp einer Freundin für schönere Beine:
Von den Füßen bis zu den Oberschenkeln (und wer’s kann auch noch höher) nach jedem Duschen eiskalt abbrausen. 3mal die Woche an den Beinen bis hoch zum Po ein Peeling machen und direkt danach die nasse Haut mit Körperöl einreiben, einwirken lassen und erst danach anziehen.

Haarspray vs. Haargel:
Meine Friseurin sagt, damit die Haare nach dem Frisieren und Stylen nicht verklebt und strähnig aussehen, Haarspray in die Hände sprühen und wie Gel verwenden. Hält genauso gut und sieht - grade am Pony - viel besser aus!

Selbsterprobter Super-Tipp für schönere Haut:
Mit dem Rauchen aufhören ;)

Höchst motiviert Wohnung und Keller auf- und umräumen - sich darüber freuen, dass ihn das Vermieter-Ehepaar so nett willkommen heißt - gegenseitig trösten, weil das Kätzchen nicht einziehen darf - gemeinsames Kochen, gegenseitiges Verwöhnen und liebevolles Bemuttern genießen - lernen, sich in Ruhe zu lassen - das neue gold gravierte Klingel- und Briefkastenschild mit beiden Namen bewundern - über unterschiedliche Gewohnheiten und Macken lachen

Sich freuen, dass alles so toll weitergeht.

was tatsächlich vorletzte Woche passiert ist:

Server Ausfall Cut

Ein paar Tage waren wir offline, vielleicht habt ihr gemerkt. Der neue Server ist da, bei einem neuen Provider, und Server4You ist bald nichts mehr als eine schlechte Errinerung. Was die in zwei Wochen nicht lösen könnten hat irgendwelcher random Typ aus Server Support Forum, was eigentlich nichts mit S4Y zu tun hat, in 13 minuten gefixt.

Also, als Admin muss ich mich für den Ausfall entschüldigen. Jetzt: Los Sistas! On with the show!

(PS: Komments von gestern wurden beim Umzug überschrieben – nein, Kayfea, du warst leider nicht “First Post”. Sorry.)

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* Eine Webseite, die der Dokumentation wundersamer, früher gern in Zirkussen und auf Volksfesten bestaunter Menschen gewidmet ist. Wie zum Beispiel das anatomische Wunder Martin Laurello, auch genannt “Die menschliche Eule”.

* Andy McKee, auch ein wundersamer, vielleicht eines der größten Gitarrengenies unserer Zeit! Wer zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, hat vielleicht die Gelegenheit, folgendes live zu sehen:

* Pssst… noch was schönes… :)

* Über die Hundekuh, seinerzeit das geheime Maskottchen der Apple-Entwickler. Und wohin sie heute verschwunden ist:

You all know “Clarus the Dogcow”!
Of course you do! You see her almost every day…if you’ve been using a Macintosh before 2003.

* Whenever you bring up the “Page Setup…” dialogue for an Apple printer such as a StyleWriter or LaserWriter, she dances according to your settings… Not with MacOS X, but in all MacOS from 5.0 to 9.2.2 (Classic).
* When you mount a disk image with DiskCopy, she is the spinning cursor (Classic).
* When developpers get some Apple DTS sample Code, she can be found often as the Application icon
* She was the star of some of the first QuickTime movies realized in Apple QuickTime Labs (more).

* 404 FILE NOT FOUND - in Dutzenden von Sprachen. 100 alternative Such-Maschinen. Prominente und Flugzeuge. Und Flugzeugabstürze. Die 10 Worst Rock Star Plane Crashes aller Zeiten.

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