September 2006


Guten Morgen E-Heldin-1

Dank an E-Heldin, die mich inspiriert hat.

das erste mal bio-äpfel gekauft.

und prompt grinst mich ‘ne made schief aus dem inneren an.

Einem armen Hascherl gleich lag es da im Staub, auf dem Spazierweg an der üppig begrünten Stadtmauer, ein paar Meter rechts vom träge dahinfließenden Herbstkanal. Beliebter Treffpunkt gleichgeschlechtlichen und so Verkehrs, hatte dieser gerüchteumwitterte Ort in der vergangenen, lauen Nacht anscheinend überhaupt nicht zur Erfüllung der eigentlichen Bestimmung des armen Dingens beigetragen: Zwar war es ausgerollt und, wie es schien, arg gedehnt worden, mußte es schon von dutzenden Paar Schuhen achtlos getreten worden sein. Doch das geschlossene Ende des hauchdünnen Schlauches sah aus, als wäre es eben frisch aus der Verpackung genommen worden, vielleicht aus der “mit Geschmack” oder der mit “extra klein”. Nix Ausstoß von 2 bis 6 ml Sperma (Ejakulat) mit von Mann zu Mann oder Ejakulation zu Ejakulation sehr unterschiedlicher Geschwindigkeit über koordinierte Kontraktionen des Nebenhodengangs (ductus epidedymidis), des Samenleiters (ductus deferens), der Bläschendrüse (vesicula seminalis), Prostata und Harnröhre (urethra) sowie über die Kontraktionen der Beckenbodenmuskulatur über die äußere Harnröhrenöffnung meist in mehreren Fraktionen - entsprechend der reflexgesteuerten Muskeltätigkeit oder so. Das arme Verhüterli.

Hier im gemütlichen Wohnzimmer lächeln sich alle an und trinken Kaffee und Tee miteinander. Andererseits werden die Gesprächsthemen weniger, oberflächlicher, man schweigt sich an und verlässt entschuldigend nach dem letzen Stück Donauwelle die gelangweilte Runde. Weil ich aber nicht nur Kaffeeklatsch halte und gern mal Cocktails in mich hinein kippe, Jungs von hinten antanze und dabei die Arme gröhlend in die Höhe reiße, gibt’s hier keine Selbstzensur mehr.

Also, liebe Realität, vertraue darauf, was du weißt. Nicht darauf, was du auf einer Seite im Internet lesen kannst.

… damit’s im Tag der E-Heldin heut’ ein bisserl bunter zugeht, als am vergangenen Samstag, an dem sie morgens um sieben noch in Klamotten auf dem Bett aufgewacht war, der Fernseher immer noch an, das Nutellaglas halbleer gelöffelt und der Aschenbecher nebendran - Gott sei’s gedankt - im unruhigen Schlaf nicht überrollt… wie sie mir gestern zu gestehen in der Laune war.

(Besser als Katzen- oder Zahnarzt-Content, oder? :-D )

… aber irgendwie lassen sich einige Gewohnheiten aus der Zeit in der Online-Redaktion nicht mehr abschütteln. Wie beispielsweise zeitökonomisches Arbeiten.

(Hier handelt es sich zwar tatsächlich um ein “Halbe”-Glas, aber nein, werte Leser, der in unseren Landen munter konsumierte Gerstensaft - und das niemals nicht aus den im mittleren Deutschland gebräuchlichen Sempftgläsern! - steht nicht immer auf Platz eins unserer Prioritätenliste.)

lärm samstagabend auf meiner straße. kurzer blick aus dem fenster: drei jugendliche laufen lachend und grölend von auto zu auto und treten sportlich die seitenspiegel ab. weil ich ja ein wachsamer nachbar (!!!) bin, ruf ich die polizei. die kommt auch gleich und kann die jungs einsammeln (natürlich nur dank meiner exklusiven täter- und fluchtortbeschreibung).

vorher noch lustig durch die straßen randalierend sitzen die jungs jetzt kleinlaut im streifenwagen, wo ich sie natürlich höhnisch angrinse.

“pech gehabt, jungs. das ist mein revier!” ;)



Wie am Ende erwähnt, der zweite Teil kommt nächste Woche!

Die Gestalten, die sich wie ich in Erwartung ihrer Lieben am Gate C tummelten, kannte ich so bisher nur als Bösewichte aus dem Fernsehen. So hielt dank meiner TV-Sozialisation auch das Terminal 1C des Flughafen München Franz Josef Strauß, zu dem Zeitpunkt Ankunftsplattform für Dubai, Varna, Moskau, Luxor, für einen billigen Schauer über den Rücken her.

Shirt

allerdings mit inhalt und mindestens einer stunde live unterhaltung!

via

* Beispiel für eine vereinfachte Kausalkette: Warum gibt es Krieg? Wer hätte etwas dagegen unternehmen können? Monica. Monica L. Seinerzeit Praktikantin im Weißen Haus. Wird schmerzlich vermißt: I miss Monica.

* Photographien aus Tschernobyl. Wieder mal.

* Wenn man heutzutage eine Firma gründet, sollte man ihr einen Namen geben, der leicht zu merken ist, gut klingt oder mit dem das Produkt der Firma assoziiert werden kann. Was sich die Leute dieser Laptop-Firma wohl gedacht hatten?

* Für Fantasy-Freaks oder Leute mit der Sehnsucht nach der “alten Welt”: In Bend, Oregon werden im Moment modernste Häuser nach altem Muster gebaut, deren Bewohner sich ins mittelalterliche England zurückversetzt fühlen dürfen. In der Community The Shire soll es 30 dieser Häuser geben, zwischendrin hobbitähnliche Hölen, die als Aufbewahrungsraum genutzt werden können, und ein Amphitheater.

* Die Mutter Der schlechteste aller Trailer.

Ich bin ein monogamer Typ. Und das schon seit sechs Jahren. Zumindest in Sachen Mobiltelefon. Ich mag’s nämlich einfach, mit Herrn B. aus Augsburg zu quatschen, mich wegen eines neuen Telefons beraten zu lassen und mich insgeheim über seinen ausgeprägten Dialekt zu amüsieren. “I sog eana ganz ehrlich, des woin’s jetz alle hom, aber zehne von zehn kemma mit Reklamation wieda her. Da tuan’s eana koan G’falln.”

Gespannt warte ich jetzt auf das Paket aus der Heimat und noch gespannter auf seinen Inhalt!

In dreckigen, verschwitzten Jogginghosen saßen die gestern in einem der angesagtesten Clubs in Augsburg, tagsüber Frühstückscafe und chillout Ratsch-Place, abends Bar und loungiger Club. Waren auf ‘ne Runde Bier aus und schwatzten über den unfairen Coach, der sie niemals hat spielen lassen in dieser Saison, obwohl sie immer im Training waren.

Mehr als Fisimatenten, kommentierte schließlich der eine der beiden Jungspunde. Selbiger sich nach acht Semestern aktuell den Prüfungen der Juristerei unterzogen hat und der andere den Elitestudiengang Financial Engineering abzuschließen im Begriff.

Kann jetzt auch nicht mehr so genau rekonstruieren, wie sich die zu dem Zeitpunkt freischwebende Aufmerksamkeit ihren Weg zu folgenden Gedanken schlug: Bei so Typen, also ja… Ob die später auch mal so geschniegelte Geschäftsmänner werden, die tagsüber in der Firma einen auf pikobello machen und ansonsten die Sau rauslassen? Japanische Schulmädchenphantasien und so inbegriffen.

… war ich schon froh, daß ich trotz der Hitze gscheit angezogen war…

was macht mann, wenn frau sich nicht so einfach beeindrucken lässt? wenn sie selbst die autowartung übernimmt, handwerklich geschickt ihren haushalt unter kontrolle hat und im restaurant das essen selbst bezahlt.

verstößt das gegen den lady-modus oder lässt sich gentleman für den liebesbeweis dann mal was schöneres einfallen?

Verkaterter Morgen.

Schuld ist Uwe, der seit drei Monaten das Meilenstein in Neuss führt und einfach phantastische Longdrinks mixt. Schöne Athmosphäre, leckeres Essen (auch Frühstück!) und die persönliche Beratung durch den Besitzer zeichnen das neue Neusser Lokal aus. Außergewöhnlich ist seine exklusive Whiskey- und Wein-Karte und das alles zu fairen Preisen!

Hingehen & Weitersagen!

Meilenstein, Münsterstraße 12, 41460 Neuss, Telefon: 02131 523 17 65

(…) Unglaublich auf der Weltenbühne derweil:

Dienstags wurde das World Trade Center und Pentagon in den USA angegriffen, zerstört. Ausnahmezustand all over USA + Europe, verschärfte Sicherheitsmaßnahmen. Und Bayern will das Oktoberfest absagen.

Ansonsten alles auf Halbmast: Gedenkminuten in Politik, Wirtschaft, Schulen, Radio- und Fernsehangebot um 80% auf Moll runtergefahren… ach, ich kann jetzt nicht mehr schreiben. Crazy genug, das alles. Mit gekaperten Flugzeugen + Selbstmordattentätern den Nerv der westlichen (?) Zivilisation (und ihrer Defizite, eigentlich) treffen.

Warum dies Schlagwortgetöse? Weil noch zu viel zu sagen wäre.

Aber Fantasy scheint ein einziges Amerika-Tribute-Radio geworden zu sein. Im musikalisch-trauernden Sinne. So viel langweilige Musik, nur weil Betroffenheit gezeigt werden muß, hätt’ ich auf so einem Sender nie erwartet. Uni-alternativ-Mist. Der Texte wegen? Welcher Auswahlkriterien wegen? Jedes Lied, das trouble enthält, geeignet für die Playlist? Muhaaar…

Ob T*** heute abend auch entsprechend dj-en muß?

vor fünf jahren hab ich in der schule blau gemacht. es war ein dienstag. normalerweise haben wir - die drei azubis aus augsburg - immer montags blau gemacht, weil da immer sport war. aber vor genau fünf jahren war’s ein dienstag.

ich lag faul in meinem wg-zimmer rum, als mich am frühen nachmittag mein schwuler sitznachbar aus der klasse anrief: “mach’ den fernseher an! es ist was schreckliches passiert!”

Meine Gäste sollen doch bitte keine Stöckelschuhe tragen und wenn sie nach 22h durch’s Treppenhaus laufen, mögen sie sich doch bitte für einen schleichenden Stil entscheiden und in Schweigen versunken den Heimweg antreten. Dabei habe ich sie durch das Haus zu begleiten, damit die Haustür auch immer auf- und wieder zugeschlossen wird.

Den Müll möchte ich doch bitte - kurz vor entgültiger Entsorgung - niemals vor meiner Wohnung platzieren. Das sieht nicht hübsch aus. Auch nicht dort, wo’s maximal meine fette, alte, nackte Nachbarin stören könnte. Wenn’s nach ihr ginge, dürfte ich auch nicht in meiner Wohnung rauchen. Auch meine Gäste nicht. Sie bildet sich nämlich ein, dass sie “meinen” Rauch bis in ihre Wohnung riechen kann. Und es ist ausdrücklich “mein” Rauch, der da stört. Nicht etwa der meines im Treppenhaus rauchenden Nachbars.

Es gibt Momente, da sehne ich mich nach einer schicken Wohnung mit unkomplizierten Nachbarn, denen es einfach nur egal ist, wann ich mit wem nach Hause komme!

… nachdem wir um halbdrei ins Bett gegangen sind… Yeah!

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