So, da wären wir wieder, gentle readers! Looks as you all are well and fine and getting exactly what each of you deserve… Und vielen lieben Dank an die Herren Simon und MannQuadrat for holding down the fort while we were away… these men are talented men among talented men!

Der Wäscheberg nach einer Woche dringendst benötigter Auszeit schrumpft Stück für Stück und uns steht ein guter Wohnungsgroßputz bevor. Das Thema Putzen scheint ja grad nicht nur hier en vogue zu sein; meinen Beitrag dazu möchte ich auf die Aussage beschränken, daß Fenster- und Badputzen sowie den Boden wienern zu meinen Lieblingsputzereien gehören. Und Wäschewaschen, -aufhängen, -zusammenlegen. Noch Fragen?

Ansonsten die vergangene Woche, sagt Ihr? Jaaa… was gibt es da nicht alles zu erzählen! Holland, werte Daheimgebliebene, ist definitiv eine Reise wert! Und ich schreibe jetzt nicht von Amsterdams Coffeeshops und einem speziellen Muffin, der - statt als space cake deklariert seine vielgepriesene Wirkung zu entfalten - ausschließlich Dein linkes Ohr heiß glühen läßt. Und sonst nichts. Nein, es geht hier vielmehr um ein paar abwechslungsreiche Tage, die wir wider Erwarten mit einer Menge Rumlaufen statt am Strand Liegen verbracht haben; Texel, der ursprüngliche Plan.

Roermond, so der Name des vortreffliche Städtchens, genauer gesagt dessen Hafen, ward mit unserer Anwesenheit die ersten Nächte beehrt. Ausgezehrt, hundemüde und durstig wie Sau von der Autofahrt da dorten angekommen, richteten wir es uns auf einem uns freundlich überlassenen Boot häuslich ein. Unserer an sich ortskundigen Führerin mußte die Hitze auf’s Gemüt geschlagen haben - stellt Euch vor: da oben waren es nochmal zehn grad mehr als hier in Bayern! - so daß wir den eigentlich nur einen Steinwurf weit wegliegenden Campingplatz richdisch feddisch erst nach einem dreiviertelstündigen Umweg erreichten. Und uns in die kühlen Fluten des platzeigenen Sees stürzten.

Nach einem Schläfchen und noch ein paar jugendlichen Arschbombenversuchen vom Floß in der Mitte des Sees machten wir uns auf in die Stadt, unseren mittlerweile ins unermeßliche gestiegenen Durst zu stillen. Doch Fehlanzeige. In der Stadt wüteten zwar allerlei Musiker, Touristen, Gaukler, Straßenhändler, Antiquitätenhändler und sonstige Verkaufsleute auf einem riesigen Straßenfestival - doch von einem Supermarkt, der um 17.30h noch geöffnet hatte, war weit und breit nichts zu sehen.

Schließlich wurden wir doch noch fündig. Am Rathausplatz, auf dem abenteuerliche Fahrradkonstruktionen verliehen und Waffeln verkauft wurden. Der Waffelmann hatte sicher schon lange keine Kundschaft mehr gehabt, die für sechs Euro fünf 0,3l-Wasserfläschchen und eine Coladose erwarb - und innerhalb von zwei Minuten leergetrunken hatte.

Schwurbelkurbel… wie wär’s mit Amsterdam ein paar Tage später?

Durch Zufall hatten wir dort einen recht zentral gelegenen Campingplatz gefunden. Aber um’s gleich vorweg zu sagen: die Geschichte mit dem Zeltaufbauen ist nur eine der vielen kleinen Unannehmlichkeiten, die, wer ein rechter pessimistischer Choleriker ist, hätte vorzüglich als Grund für griesgrämiges Verhalten den ganzen Urlaub lang nutzen können.

Ein Freund der E-Heldin nämlich hatte dieser einen Rucksack und zwei Taschen voller Zeltmaterial mitgegeben. Die Sachen sind ein bißchen durcheinander, hatte er gesagt, aber Ihr werdet schon zurechtkommen.

Ein bißchen durcheinander war, wie sich später herausstellen sollte, stark untertrieben.

Und ich mach jetzt ein Päuschen, damit der Eintrag nicht so lang wird. Und morgen geht’s weiter. Noch ein paar Photos gefällig?


Im Hafen von Roermond.


Die E-Heldin beim Umgebungsauschecken.


Besuch von einer Killerente.


Auf der Suche nach Flüssignahrung am zweiten Tag in einem Supermarkt, der tatsächlich offen hatte!


Ungewöhnlicher Wandbehang in der Roermonder City.