Beim Suchen der Ursprünge von in der Arbeit verwendeten Zitaten auf einen ein Jahr alten Notizzettel stoßen. Überrascht sein ob der präzisen Formulierung der augenblicklichen Erkenntnis aus dem Textabschnitt, jetzt ein Jahr alt. Schmunzeln über

- Analogie für Globalisierung: “Suchen nach Globalisierung”
- “globale Mythik”
- modernes Tagebuch = Gespräch mit Unbekanntem => Netzanonymität!
- Aion = Zeitfigur auf MAG-Titel –> S. 493

–> Der Leser als DJ oder was Internetliteratur mit Hip Hop verbindet
- Abfall für alle
- Konsument wird gleichzeitig zum Produzenten von Bedeutungen (Netzliteratur)

- Spezifische Leistungen und Funktionen einer Literatur (Blogs sind Literatur??), die für digitale Medien gedacht bzw. extra dafür konzipiert sind

- Spannungsfeld zwischen Innovation und Tradition (Avantgarde)
- Netzästhetik
- vernetztes Problemhandeln

- Festhalten der Sau(r)ftour durch’s Internet
- sich Betrinken an Texten
- Wer ist Jorn Barger? (hat den Begriff weblog erfunden)
- Brechts Radiotheorie: Ermächtigung des Einzelnen, aus der Rolle des reinen Empfängers herauszutreten und öffentlich sein Publikum zu finden

und

Viele Tagebücher Europas haben im besten Falle einen nur dokumentarischen Wert. (New Historicism in der NDL!) Andere, bedeutendere, vor allem persönlichere Tagebücher enthalten Massen toten Stoffs.

(G. R. Hocke, Das Europäische Tagebuch, Wiesbaden 1978)