May 2006


Ich bin übrigens der andere Gastblogger. So lange Rube hier so viel Content reinsteckt, bleibe ich aber lieber auf meiner faulen Haut liegen und lese interessiert mit. Trotzdem möchte ich darauf hinweisen, dass der 31. Mai 2006 aus gleich zwei Gründen in die Geschichte dieses Blogs eingehen wird:

1. Heute ist der erste Tag, an dem das Sistaweb mehrheitlich von Jungs kontrolliert wird. Die X-Chromosomen haben die Macht übernommen. Das bedeutet, ab heute gibt es maskulinen Content: Tittenbilder, dicke Autos, Bierwerbung. “My boyfriends quote of the day” aus erster Hand. Ihr wisst schon.

2. Ich weiß nicht ob es so was nicht irgendwo schon mal gegeben hat, aber zumindest für mich ist Rube der erste US-Amerikaner, den ich auf deutsch bloggen sehe. Das ist nicht nur eine Premiere, sondern hat auch Respekt verdient, finde ich!

Ein kleines Bärchen, in der Tat ein Bärlein, wandert jetzt in Bayern rum. Was der will oder vor hat weiss niemand. Aber die Sorgen um eine Bärenplage steigern. In Georgia wissen wir wie man mit Bären umgeht. The only good bear is a dead bear.


Claytoun [sic] County Police Assistant Chief Jeff Turner says an officer shot and wounded the bear as it began coming down the tree to protect the dogs who were at the foot of the tree.

The bear climbed higher into the tree and was killed by a state wildlife biogogist [sic] who shot it with a rifle.

Johnson says it’s NOT the outcome officials would have liked to see. He says people are asked — if at all possible — to take pets and food inside and give bears some space and some time to move on.

Es klingt als hätten die eine Mid-life Crisis. Die fressen Katzen, die Bären. Meine Tante hat schon ein paar Katzen so verloren. Ich kann mir gut vorstellen daß die als die absoluten Helden in Katzen-Walhalla gesehen werden. Die sind mit Ehre gestorben in dem ewigen (und ein Bisschen einseitigen) Kampf mit dem Schwarzbär, Naturfeind der Katzen.

Guckst Du hier, wie sich das Bild aufbaut… oh, wie schön! (Bei mir ging’s nur im IE, im Firefox blieb das Bild weiß.) Tippst Du hier Deine eigene URL ein.

So sah mein alter Blog aus:

So sehen andere Seiten visualisiert aus.

What do the colors mean?
blue: for links (the A tag)
red: for tables (TABLE, TR and TD tags)
green: for the DIV tag
violet: for images (the IMG tag)
yellow: for forms (FORM, INPUT, TEXTAREA, SELECT and OPTION tags)
orange: for linebreaks and blockquotes (BR, P, and BLOCKQUOTE tags)
black: the HTML tag, the root node
gray: all other tags

Popular Science schreibt über 10 Jobs die keine Wisschenschäftler machen wollen. Zum Beispiel:

10. Orangutan-Pee Collector

Have I been pissed on? Yes,” says anthropologist Cheryl Knott of Harvard University. Knott is a pioneer of “noninvasive monitoring of steroids through urine sampling.”

Harvard University? Meine Güte, $50.000 Dollar pro Jahr in Studiengebühren um Wassersport mit einem Orang-Utan zu machen. Komischerweise steht dieser Job nicht in der Liste.

Also, du kaufst dir einen geilen Laptop bei eBay. 2GB Arbeitsspeicher, DVD-RW Brenner, voll funktionsfähig, alles super. Und für €600, ein Schnäppchen. Du überweist schnell das Geld, und wartest auf deinen neuen Rechner. Und du wartest. Nach zwei Monaten, kommt er endlich an, und hat 512MB RAM, kein DVD-Brenner, und lässt sich nicht mal einschalten. Der Verkäufer reagiert wochenlang nicht auf deine Emails. Was machst du?

Du bloggst dem Verkäufer seine persönlichen (und peinlichen) Daten, natürlich!

the broken laptop i sold on ebay (vielleicht NSFW)

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Despite polite requests from the seller, I denied anything was wrong and refused to refund his money, then i agreed to but of course didn’t. Then I claimed to have moved to Dubai and hoped he’d forget about it.

But he didn’t forget about it. He took the hard disk out and behold! one laptop crammed with pictures that I really should have deleted before trying to sell it!

Der Blog ist ein absoluter Kult-Erfolg in England, und hat inzwischen über 800.000 Besucher, die jetzt alle wissen daß der Amir eine merkwürdige Sammlung von Gay-Porn auf seinem alten Laptop hatte. Mehr zum Thema hier. Und nicht vergessen die Comments zu lesen. Priceless.

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dank franzis wöchentlicher fernsehübersicht habe ich gestern die erste folge von the l-word verpasst. man will ja schon wissen, was da auf pro7 als großer sex and the city nachfolger gehandelt wird und ob jetzt wieder mädchenabende zu tv-serien-terminen ins leben gerufen werden müssen. zum glück hat franzi die folge nicht verpasst und setzt sie hoffentlich kommende woche in ihre übersicht!

43.800 zigaretten - 8 jahre - 7.500 €

erschreckende zahlen, die ich zum heutigen weltnichtrauchertag überschlagen habe. und alles fing an einem samstagmorgen mit der aus der schublade meines bruders geklauten zigarette an. ich steckte sie mir an, musste nicht wie die meisten anfänger in meinem alter husten und kaufte mir ein paar tage später meine erste schachtel. keiner hat’s mir verboten und die üblichen warn-reden habe ich als dickköpfiger teenie überhört. und plötzlich war ich so cool.

heute bin ich süchtig und das ist grade in urlaubsländern, in denen rauchverbot auch in kneipen und cafés herrscht, wirklich eine große macke. in barcelona haben wir den ein oder anderen hübschen laden links liegen lassen, weil im fenster oder an der tür ein schild hing: prohibe fumar!

und wenn ich dran denke, dass auch in deutschland irgendwann das strengere rauchverbot kommen wird, dann empfinde ich das zwar auch persönlich als diskriminierung, weiß aber, dass ich als wieder 15-jährige unter diesen umständen nicht mehr damit anfangen würde. und nun steht auch bei mir eines tages die abgewöhnung an und wird hoffentlich so erfolgreich wie bei björn.

Nachdem ich in vier Wochen mein opus magnum abzugeben habe, werden sich meine Postings in der nächsten Zeit nahe null bewegen. Wie ich es von meinen Jekyll-Bloggern Eric, Jim, Dax, Yabu oder Velociman (Siehe A-Links rechts unten; das unglaublich amüsante Gastbloggen von Jim, der im Mai die “Schlüssel” von Eric bekommen hatte, kann man ab hier nachlesen.) her kenne, werde ich jedoch die Schlüssel zu meinem Heim dem liebenswerten Rube übergeben, der mit der Tradition des Gastbloggens bekannt ist.

Ich erwarte von ihm, daß er hier seine Spuren hinterlassen wird und dann und wann, wenn nicht einen Comic, so doch ein paar unkonventionelle Postings machen wird. Rube ist bekennender Mac-Fan, kann ganz ordentlich mit Stiften umgehen und kommt aus einer Familie von Moonshinern. Moonshinern! Ist das nicht ein tolles, poetisches Wort für Schnapsbrenner? Für schwarz brennende Schnapsbrenner?


(Bild dankend von hier.)

Wir werden jedenfalls sehen, was aus dieser Mac-Moonshiner-Mal-Kombination hier auf Sistaweb entstehen wird. Aber Rube, the man is a talented man among talented men

Damit sage ich jetzt schon danke und gebe ab an die E-Heldin und Rube, die das Kind schon schaukeln werden!

Achja, und hat sonst noch jemand, hier ab und an nach dem rechten zu sehen? Olgy? Simon? Sonst irgendwer?

Zum Wetter:


Toni Mahoni - 35: Winde drehen

Als ich vorgestern eilig ins Arbeitszimmer kam und ihm etwas lauter um den Raumteiler rum zurief, wie lange denn die Brezen noch im Ofen zu sein hätten… dacht’ ich, mich quakt ein Teenie an, der die große Liebe seines Lebens an der Strippe hat:

Hey, Frau F., wie wär’s mit ein bißchen privacy!? Ich telefonier’ mit meiner Mutter!!

Söhne… jüngste Söhne… hahaha.

6h30: der erste wecker reißt mich aus meinen träumen und wird umgehend abgeschaltet.
6h40: eine sanfte melodie aus meinem handy erinnert mich daran, aufstehen zu müssen.
6h50: bitte, nur noch zehn minuten liegen bleiben!!!

7h55: scheiße! in 35min muss ich bei der veranstaltung mit einem wichtigen kunden sein.
7h56: was war das noch mal für eine veranstaltung? hochkarätig. also schwarze hose, schwarze bluse, schwarzer blazer, flache schuhe.
7h59: mist, meine haare sehen unmöglich aus. schnell hochstecken, ein bisschen gel, fertig.
8h05: ungeschminkt nehm ich dankbar den kaffee meines bäckers in empfang.
8h25: stau!!! zeit, sich zu schminken und zu frühstücken.

8h55: guten morgen, frau f. schön, dass sie jetzt auch schon da sind. ich hatte sie eigentlich erst in einer halben stunde erwartet.

Steck ich meine kalte Nase heute doch noch hier rein… und was muß ich da sehen? Auf dem Wohnzimmertisch Chips- und Popcornreste… leere Flaschen… zerrissene Platikfolien von DVDs… Hershey’s Chocolate Almonds und Peanuts… nur mehr Überbleibsel… und dann, was haben wir denn da unter dem Sofa? Ein Weight-Watcher-Kochbuch… mit der Punktezähltabelle von letzter Woche… oho! In der Küche sieht’s auch nicht viel besser aus… Geschirrstapel und alte Sektgläser… und auf der verbröselten Arbeitsfläche zwischen Bananenschalen und Pfirsichkernen eine Broschüre über Zehenprothesen… hmm… scheint ja ein tolles Wochenende gewesen zu sein, das die E-Heldin verbracht hat… Womit ich wieder raus bin… hier… Sagt mal, hat’s bei Euch innerhalb der letzten fünf Stunden draußen auch um ACHT Grad abgekühlt? Unglaublich, oder?

Und so muß es wohl bei der E-Heldin schon am Wochenende gewesen sein… sonst hätte das Wohnzimmer nicht so ausgesehen… und die Küche… und sie wäre viel mehr an der frischen Luft gewesen…

* Du wolltest schon immer einen Ohrwurm schreiben? Willkommen im Club! Das Problem mit einem Hit ist, daß man dafür richtig Talent und eine ordentliche Portion Glück braucht. Trotzdem kann so gut wie jeder ein gutes Lied schreiben - wenn man nur weiß, wie das funktioniert. Hier gibt es eine Anleitung dazu - mit ein paar wertvollen Tips.

* Wenn es Graphikern langweilig ist, kann sowas rauskommen. Oder sowas. Bei Luftballonkünstlern sieht das dann so aus.

* Sexy oder scary? Du entscheidest! (Da weiß ich dann wieder, warum ich froh bin, daß die E-Heldin sich an die Weight Watchers hält - und kein Bodybuilding macht…)

* Eine Liste mit Musikvideos aus den 80ern auf YouTube. Matador, anyone?

* Alles außer Apple-Produkte. Eine Webseite, die sich der Kampagne gegen die so bezeichnete iTatorship verpflichtet hat.

The time has come to rise up against iTatorship. To resist the monotony of white earbuds and reject the oppressive forces of cultural conformity.

So sieht das aus, wenn man in Deutschland eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung beantragt: da wird sogar der Wohnungsvermieter miteinbezogen. Wie sehr der daran interessiert sein sollte, ob sein Mieter genug frische Luft und Sonne bekommt? (Klick auf das Bild für die deutsche Originalversion)

Die Mondfähre, Augsburgs feinste Adresse für Design, visuelle Kommunikation und Werbung, verkauft kurz vor WM-Beginn noch Restexemplare ihrer begehrten, in limitierter Auflage erschienen Fan-Leiberl. Für modebewußte und stilsichere Sportliebhaber entwickelt, bilden die T-Shirts die große Ausnahme zu den herkömmlichen Fußball-Shirts - und sind damit nicht nur für WM-Fans in diesem Sommer ein Muß.

Für nur 5 Euro zzgl. Versandkosten sind sowohl die Ladies als auch die Gents mit dabei. Die Fan-Leiberl der Mondfähre - garantiert ein Hingucker!

Bestellt werden können die WM-Shirts hier.


Ladies:
Motiv Damen: Weltmeisterin
Größen Damen: s, m, l


Gents:
Motiv Herren: Weltmeister
Größen Herren: s, m, l, xl

Qualität:
Siebdruck: waschmaschinentauglich
Shirt: Fruit of the Loom

“wir könnten da eine prothese drauf machen, damit sie im sommer offene schuhe tragen können.”
“eine zehennagel-prothese?”
“ja richtig, wenn wir die über drei stunden anfertigen, kostet das auch nur 120 euro.”

ich hab mir die füße “machen lassen”. sprich, ich habe einer podologin (unterschied zur kosmetikerin) geld dafür gezahlt, damit sie meine füße wäscht, massiert, die nägel schön feilt und poliert und nach alledem dick eincremt. und ich sage euch, auch ohne krüppel-zeh ist das wirklich ein luxus, den man sich zur entspannung mal gönnen kann.

Hahaha! Eben Christoph Driessens Artikel “Deutschland für Dumme”: So überleben Amerikaner die WM überflogen - und mich schlapp gelacht. Wie zieht sich denn nun ein richtiger Deutscher an?

(…) Die Bücher enthalten viele praktische Hinweise, auf die ein normaler Amerikaner nie kommen würde. Zum Beispiel: “Lehnen Sie sich nie gegen ein fremdes Auto - Autos sind in Deutschland heilig. Vermeiden Sie biologisch nicht abbaubares Verpackungsmaterial. Setzen Sie sich nie mit Badehose in die Sauna. Rufen Sie niemanden zwischen 20.00 und 20.15 Uhr an - dann läuft die Hauptnachrichtensendung im Fernsehen.” (…)

Und dann noch ein letzter Tipp aus dem “Insiderführer”: “Versuchen Sie nie, einen Witz zu erzählen. Überlassen Sie das einem gewissen Harald Schmidt oder Deutschen, die zu viel getrunken haben. Deutsche haben zwar Sinn für Humor, aber mit der amerikanischen Variante hat er nichts zu tun.”

(via Hermann)

So sicher bin ich mir nicht mehr, wie ich auf die Webseite der Nacktphotographin gekommen war. Es mußte irgendwie damit zusammenhängen, daß ich an einem kühlen, regnerischen Samstag mit der Mutter aller hangovers und dem Vater aller Kater aufgewacht war und nun auf dem Sofa durch die Werbesendungen und Wurfzeitungen ging, die jeweils am Wochenende unseren Briefkasten verstopfen. Letztere sind ein wahres Kontaktanzeigen-Paradies, in dem ich immer wieder gerne über die Exotik und Kreativität der Damennamen oder Dienstleistungen staune.

Die Kontaktanzeigenseite hat jedoch auch mit regulären Werbeanzeigen aufzuwarten. Und in genau diesem Bereich war mir ein Satz aufgefallen, der schwangere Frauen dazu einladen sollte, ihren Mann mit der besonderen Aktphotographie zu beglücken. Wie hätte es anders sein können, als daß ich als alter Hase im Recherchegeschäft mich im Nu auf der angegebenen Webseite befand und mich - voyeristisch, wie wir alle veranlagt sind - durch die Galerie der Photographin klickte!

Abgesehen davon, daß die Bilder handwerklich wirklich sehr ansprechend waren, weiß ich jetzt im nachhinein, daß mich auch noch eine andere Motivation als der Konsum photographischer Kunst trieb, mir möglichst alle der zahlreichen Aufnahmen anzusehen. Bei dem Photostudio handelte es sich nämlich um ein in der Nähe gelegenes, so daß es doch kein Zufall sein könnte, fände ich in der Galerie der schwarzen Handschuhe, transparenten Stolas und spitzenbesetzten Still-BHs ein auch mir bekanntes Gesicht.

Und tatsächlich! Schon nach wenigen Minuten tauchte der Umriß einer jungen Frau auf, die - ja unglaublich! Die mit mir zusammen Abitur gemacht hatte! Schwer von ihrem erstklassigen Babybauch nach unten gezogen, kniete sie auf allen vieren und blickte mit ihren unverwechselbaren Eskimoaugen in die Kamera.

Von soviel exklusiver Intimität überwältigt, dachte ich an diesem tristen Samstagvormittag noch lange darüber nach, wie die stille, schüchterne, keramiktöpfernde Jungmutti eigentlich zu diesem Mordsdrum Bauch gekommen war. Die mit drei Geschwistern aufgewachsen war. Die nach dem Abi in einem Blumenladen jobbte, um schließlich europäische Kulturgeschichte zu studieren. Ob sie ihr Studium abgeschlossen hat?

Monate später kam mir zu Ohren, daß sie während ihrer Unizeit einen Engländer kennengelernt hätte, der mit ihr mittlerweile stolzer Papa zweier Kinder sei. So schnell kann’s gehen!

Ob sie noch zum Töpfern kommt? Ob sie noch Zeit hat zu malen, zu schneidern, zu basteln? Und ob er sich im Paradies befand, nachdem er die exotischen kreativen Photos zu Gesicht bekommen hatte?

neulich im caruso - düsseldorfs bestem fisch-restaurant in bilk:
die räume hatten sich am samstagabend gefüllt und der sympathische kellner hatte alle hände voll zu tun, seinen assistenten mit den richtigen fisch- und salattellern an die richtigen tische zu navigieren. der wein floss in rauhen mengen, wozu die lockere italienische athmosphäre in diesem etablissement noch ihr übriges tat. plötzlich ging die musik aus und ein kleiner dicker schmalzlöckiger italiener im schicken smoking stellte sich auf einen stuhl und und trällerte begleitet von seinem mittelalterlichen sony-ghettoblaster - ganz der opernstar - ein liebeslied nach dem anderen. er zog von tisch zu tisch, um dort die männer zu necken und mit den frauen zu flirten - immer mit seiner begleitungsmusik in der hand und weiterhin klar, laut und wunderschön singend.
wer versuchte, ihn zu ignorieren oder gar sein tischgespräch in ähnlich intensiver weise wie zuvor weiterzuführen, der bekam eine extraportion seines italo-charmes zu spüren. kurzerhand stand er am tisch, schenkte sich vom dort stehenden wein ein und stieß mit den gästen an. dann sang er dem ältesten herrn am tisch solange ins ohr bis er nach entsprechender entlohnung weiterzog und allen gästen fröhlich zurief: “buon appetito!” und “salute!”

Caruso
Friedrichstr. 145 (neben Bilker Bahnhof)
Unbedingt reservieren: 0211 33 61 92

Die zwei - an sich guter Dinge. Vor sieben Monaten waren sie in ein Vier-Parteien-Haus in das Kulturvorstadt-Viertel ihrer Stadt gezogen. Doch in wenigen Wochen soll das jährliche Grillfest der Mieter stattfinden.

Sektchen?, hatte ihnen ein paar Tage nach dem Einzug in die von Grund auf renovierte Nachkriegswohnung das Hausmeisterpaar im Treppenhaus zugerufen. Es war nachts um halbelf und die beiden waren überrascht, das ältere Ehepaar noch so spät anzutreffen. Es ist der Moment, mit dem sie, von letzten Umzugsarbeiten ermattet, überhaupt nicht gerechnet hätten. Aber es ist nett. Und weil sie müde waren und nicht mehr vorgehabt hatten, als sich nach einer heißen Dusche sofort ins Bett zu legen, sagen sie, ja, klar, danke, das ist aber nett von Ihnen!

Ein halbes Jahr später hängt an der Innenseite der Haustüre ein Zettel. Er liest sich so, als ob er von Beamtenhand geschrieben wäre, ein Hinweis der uns allen dient! In einer Mischung aus Höflichkeit und Anbiederung weist er darauf hin, daß sich die Türe auch ohne zugeschlagen zu werden schließen ließe. Vielen Dank für das Verständnis, mit freundlichen Grüssen.

Im selben Stil taucht vier Wochen später ein buntes Papier an der hauseigenen Merktafel auf. Nach Beamtenmanier mit Abstimmungsliste für’s Datum und Grillfest regeln kündigt es das alljährliche Hausgrillfest an. Und schlägt vor, daß jeder sein eigenes Fleisch, seinen eigenen Salat, seinen eigenen Stuhl, sein eigenes Geschirr und seine eigenen Getränke mitbringt. Und was man sonst so braucht.

Die beiden hatten in der Liste nur einen Samstag angegeben, an dem sie keine Zeit haben würden. Nachdem die anderen Mitbewohner in den nächsten Wochen nachgezogen hatten, kristallisierten sich die Wochenenden Anfang Juni als mögliche Grilltermine heraus. Eine gute Sache. Denn nach den stürmisch-nassen Wochen Mitte/ Ende Mai wäre es schön, mal wieder einen warmen Abend im Freien verbringen zu können.

Umso erstaunter waren sie dann jedoch, als sie vor ein paar Tagen einen neuen Zettel im Treppenhaus vorfanden, der den Tag als Grilltag vorsah, an dem sie keine Zeit hatten. Ein Mißverständnis? Ein Versehen? Die beiden konnten sich nicht erklären, wie es zu dem Termin gekommen war. Hatten die meisten Parteien doch einen Großteil vom August und einzelne Tage im Juli durchgestrichen, so daß die ersten Juniwochenenden die einzig verbleibenden für ein gemeinsames Grillen zu sein schienen. Und der nun feststehende Samstag war der Tag, an dem jeder, außer ihnen, offensichtlich Zeit hatte.

Wie sollen die zwei jetzt reagieren? Wurde der Grilltermin absichtlich auf das Datum gelegt, an dem sie nicht kommen können? Weil die Hausmeister glauben, daß sie es sind, die die Türe zuschlagen? Die Besuch haben, der auf der Hausmeister Parkplatz im Hof parkt? Oder haben die Hausmeister ein schlechtes Gewissen, ebenso wie eine andere Partei im Haus, weil sie nur schnell, für höchstens fünf Minuten, regelmäßig auf dem Parkplatz der beiden parken?

War die Hausmeisterin von der Form des Putzeimers geschockt, mit dem die zwei neulich den Keller gewischt hatten? Weil diese Form eher einer Schüssel und nicht einem alltäglichen Putzeimer gleicht? Und vermeintlich weniger Wasser hält, als nach Hausmeisterratschlag ein Putzwassergefäß beim Wischen eines Kellers haben sollte? Es bleibt ein Rätsel.


(Zum Vergrößern jeweils draufklicken!)

Die Lösung dessen wird hoffentlich nicht lange auf sich warten lassen. Wohnen in dem Nachkriegshaus doch nur vier Familien, was die ganze Situation an sich weniger anonym macht, als die Kommunikation via Zettel im Treppenhaus vermuten läßt.

Doch Beamte können eigen sein. Vor allem wenn sie schon mehr als drei Jahrzehnte ihren Dienst versehen. Und, wie sie den beiden damals beim Sektchen erzählt hatten, seinerzeit sogar eine schriftliche Bestätigung der Eltern benötigten, daß sie heiraten würden. Denn anders hätten sie die Wohnung damals nicht bekommen. Damals, vor genau dreißig Jahren. Als sie sicher noch keine Ahnung davon hatten, wie sehr das seinen Dienst tun aus ihrer Beamtensphäre in ihre Privatshäre übergreifen würde. Im Frühjahr 2006.

Die zwei jedenfalls - an sich guter Dinge - könnten sehr gut verstehen, wenn die Familie im Stockwerk unter ihnen - genauso wenig wie die beiden an stundenlangem Treppenhausgetratsche und Kellerwischpflichtaustaschgebaren interessiert - die Situation ebenso überzogen findet. Und ihre kleine, eineinhalb jährige Tochter aus genau diesem Grund zum Schreien ins Treppenhaus stellt. Täglich.

900 gramm! ladidadida!!! es funktioniert tatsächlich. die tägliche schinderei mit punkte zählen, für teuer geld obst & gemüse einkaufen, ein bisschen sporteln (danke für deinen tip, a-heldin! ;-) ), regelmäßige nach rezepten kochen, zwei und mehr liter leitungswasser in sich kippen, weniger alkohol trinken, … es kommen schon die ersten erfolge! und ich bin diesmal auch nicht enttäuscht (wie beim letzten mal), sondern eher stolz, dass ich jetzt schon in der zweiten woche mehr abnehme, als der wochendurchschnitt der anderen teilnehmer ist.

es gibt bei meiner abnahmegruppe hilfestellungsversuche wie “positive zielformulierungen”, “ankern” (sich beim anblick eines bestimmten gegenstands über erfolge bewusst werden) usw.
meine persönliche motivation für jede woche ist es, meine in excel angelegte und mit diagrammen (!!!)visualisierte tabelle mit wochenangaben und “was sein könnte”-kg brav einzuhalten oder sogar zu unterbieten. insbesondere weil die tabelle auch termine enthält, bei denen ich einfach schlanker sein möchte: ende juni das segel-wochenende mit meinen vertriebskollegen (ziel: insgesamt - 4kg), mitte august einladung zu einer hochzeit, ende august neusser schützenfest, …

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