February 2006


Hier! In Kürze! Ist seine Agentur nicht clever? (Nur mit den Schrägstrichen, nö, das ist blöd. Guckst Du: wenn in einem Posting oder Kommentarfeld Html erlaubt ist, gib z.B. folgendes ein: (a href=”http://3000forlasse.blogspot.com/” target=_blank)Lasse bloggt(/a). Dann kannst Du auf “Lasse bloggt” klicken und kommst direkt auf den Weblog. Und wichtig: die runden Klammern gegen eckige (die kleinen Pfeilspitzen auf Deiner Tastatur unten links) austauschen, sonst geht’s nicht (mußte ich hier ändern, sonst hätte es das hier nicht angezeigt, sondern als Html-Befehl verstanden).

Und dann noch eye candy. Go here, Mädels!

ich. bin.
frustriert.
mein bb-schrei-lock
ging auf.
und damit fort.
sagte nicht mal,
ade!
jetzt schrei ich bb!
bäh!
schreib, block, ade!
schreibblockade.

und links sind manchmal nur sozial.

UPDATE 17.45h:

Guck ich mir dann immer nette Sachen im Netz an. So wie das hier. Wovon ich echt Fan von bin. Und das nicht erst seit dem detiswatjanzverrücktet-Statement. Haha.

Oder… ich sag mir… lecker Hilton-Fütchen hier…

… mmh… zu gern wüßte ich, was die Herren da in ihrer vorgeblich eleganten Konversation zu besprechen hatten…

Vergangene Woche stand ich als Zeugin vor dem Amtsgericht München. Es ging um eine Schlägerei während meines Türkeiurlaubs letzten Jahres, in dem sich ein Münchner mit einem Nordeneyer in die Haare bekommen hatte und dabei verabschiedete sich ein Vorderzahn. Es geht um einen Streitwert von 1.200€. Dank der insgesamt drei Zeugen des Klägers (Frankfurt, Norden, Neuss) kommt ein Zeugengeld (Reise-/Hotelkosten, Verdienstausfall, Kosten f. Haushaltsführung, Kinderbetreuung usw.) von rund 1.500€ zusammen. Weiterhin muss der Verlierer des Prozesses die Kosten für Richter, Anwälte und Raumnutzungsgebühr übernehmen. Da sind wir mal ganz schnell bei rund 8.000€. Weil der Angeklagte und als Täter identifizierte Typ aber alles abstreitet, uns alle noch nie gesehen hat und er mit seiner Frau wie ein anständiges Ehepaar lebt, könnte für die beiden noch ein hohes Bußgeld wegen Falschaussage drauf kommen. Wir sprechen hier von Kosten in Höhe von 10.000€ wegen eines im Urlaubs-Suff ausgeschlagenen Zahns (=1.200€)!

Heiko sitzt an der Quelle. Und damit gibt’s neues von Lasse. Der heute erhöht. Als wär’ er ein Quizmaster.

Vielleicht heißt das aber auch, daß er und sein Genosse für 6.000 Euro zu haben sind? Haha…

Ihr seht die Bildzeitungsmeldung am rechten Rand? Wofür braucht dieser junge Bengel denn 3000 Euro?

UPDATE 18.07 PM:

Lasse himself! Ließ u.a. folgendes verlauten!

daten zur tour,reiseberichte,informationen zum genossen,aufklärung.
bald kommt was zum lesen.
ich danke im vorraus fuer jede spende und idee.
dies ist erst der anfang…

Super! Ich sach ja immer, Sozialpädagogik-Studenten sind gar nicht so. Nur kiffen und wasnichalles. Fieses Vorurteil.

Ob ich für’s Bloggen jetzt am Tour-Umsatz beteiligt werde? Das wär sozial, oder? So für’s spread the word oder so? Haha.

… by Rube.

List seven songs you are into right now. No matter what the genre, whether they have words, or even if they’re any good, but they must be songs you’re really enjoying now. Post these instructions in your blog along with your seven songs. Then tag seven other people to see what they’re listening to.

Today of all days! I mean hey, it’s Fasching over here and I can’t get these silly carnival songs out of my head. Did he expect me to post something serious?

1. Viva Colonia
2. Mer loss d’r Dom in Kölle
3. Hallo, guten Morgen Deutschland, warum habt Ihr so viel Problem
4. Unsent - Alanis Morissette
5. Be somebody - 3 Doors Down
6. Perdido - Duke Ellington
7. Louisiana Bayou - Dave Matthews Band

Well, for to tag someone… don’t dare doing that… I usually hate being tagged, too… So anyone who’s interested in doing this tag thingy - go ahead! Olgy? Ute? Siggi? Johannes? Toben?

Es ist doch kein Verbrechen, eine alte Dame zu sein! In Wirklichkeit ist doch einer der großartigen Vorteile des Alters, daß wenn man Sex hat, man sich keine Sorgen darüber machen muß, schwanger zu werden! Es ist so, als ob man schwul wäre. Nur nicht so cool.”

Und einen Haarschnitt?


Heikos Bild

Ja nu, bis Mitternacht hat er ja noch ein paar Stunden, der Lasse… Aber wofür braucht er denn nun das Geld? Ob die Bildzeitung mehr weiß? Cool jedenfalls, daß Ute angerufen hat… aber warum schreibt sie nicht, wofür er die Kohle braucht?

Heiko hat zum Flyer auch so seine Ideen

Ob Lasse Soziologie studiert und empirischen Input für seine Abschlußarbeit sammelt?

UPDATE 20.27 PM:

Die Ute hat den Riecher schlechthin und mir damit ein weiteres Mosaiksteinchen im Lassepuzzle beschert. Täterätä: Der Lasse. Da isser nochmal. Der Lasse, der in dreieinhalb Stunden dreitausend Öcken braucht.

So. Und jetzt schaut ihn Euch nochmal genau an. Kommt er Euch nicht vielleicht von irgendwoher bekannt vor? Der Lasse ist nämlich gar nicht so. Der traut sich schon mal was. Einfach so, in der Öffentlichkeit. Hat er gar kein Problem mit, so öffentlich einen Geldaufruf zu starten. Mit der Öffentlichkeit hatte der Lasse nämlich noch nie ein Problem. Wie wir hier sehen:

NSFW

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Sterns Bild

Tjaha, da schaut Ihr, hm? Ach, gell, da grinst Ihr, was? Wie kann denn der Lasse, fragt Ihr Euch… ja, sag ich da nur, ich auch. Ich frag mich auch, was er da eigentlich… anders gemacht hat… oder… falsch? Oder… hm… sprachlos…

Laß Lasse erklären:

(…) Vergleicht man eine Erektion mit einer Banane, dann scheint mir meine Potenz wie eine ganze Staude zu sein. (…)

Auch wenn ich mich eigentlich immer potent fühle, ist meine Libido launisch. Schlechte Stimmung oder ernste Probleme verringern meine Lust auf Sex. Aber wenn ich erst einmal dabei bin, kann mich nichts mehr stören, dann meldet sich der Urmensch in mir, der mit Keule und behaarter Brust seinen Trieben freien Lauf lässt und seine Gene weitergeben will.

Der arme Mann, herrjemine! Soll so einem süßen Früchtchen das Ausleben seiner urmenschlichen Triebe verwehrt bleiben, einzig durch ernsthafte Geldprobleme! Kinder, ich sach Euch was: einen Euro von jedem - das isses wert! Für Lassööö - und seine Libido hat wieder Klassö!

(Womit die Frage nach dem wofür und warum zwar immer noch nicht geklärt ist… hmm… Ist er noch Sozialpädagogik-Student? Muß er mittlerweile Studiengebühren zahlen? Oder Unterhalt? Weil er ja fremdschläft, wie man in dem Sternartikel unter anderem lesen kann… Die Idee mit der Abschlußarbeit… ja mei… das wär’ halt eine Meta-Erklärung, gell… der eher langweiligen Art…)

E-sissy posted mine here and I forgot to link to Velociman’s. So there you go. No butcher offers here, please. Rube’d kill me.

Eben in meiner Inbox gesehen:

Draufgeklickt, dabei sinnierend, daß ich selten Spam mit so expliziten Betreffs bekomme. Wiewohl die Schreibweise - verdächtig aussieht.

Geöffnet - und das hier gesehen:

Alter Schwede! Was wird da in einen Zusammenhang gebracht! Assoziationsfetzen wie: paramilitärische Viagra-Schlucker aller Länder - vereinigt Euch! Mit der Kraft der zwei Herzen!

Muhaaar… is ja total verquer hier alles…

Zu Mißverständnissen und folglich unfairen Behauptungen kann es kommen, wenn das englische to be a republican mit dem deutschen ein Republikaner sein übersetzt wird. Beides verhält sich zueinander wie Wasser zu Öl. Hat v.a. im Deutschen einen negativen Beigeschmack, der bisher glücklicherweise immer noch vor den Bundestagsschwellen kehrt machen mußte. Geht ja auch nicht, Ölteppich im Bundestag. Is schlimm genug in der See. Auch kleine grüne Fußbälle. Haben gar nichts mit Öl zu tun. Wär ja sonst schwer, was mit ihnen anzufangen. Mit kleinen, öligen Fußbällen. Fies für Geschmacksrezeptoren. Simma froh, es is nicht so.

Aus den Mitteilungen der Stadt Augsburg:

Stadtweiter Leinenzwang für Hunde auf Grund der Vogelgrippe wird geprüft
23.02.2006

Bürgermeister Klaus Kirchner lässt gegenwärtig bei den Fachdienststellen der Stadt Augsburg prüfen, ob als Vorsorgemaßnahme gegen die mögliche Vogelgrippe in Augsburg befristet ein genereller Leinenzwang für Hunde auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen im Stadtgebiet angeordnet werden sollte.

Anlass ist die Gefahr, dass freilaufende Hunde mit H5N1-infizierten Vögeln in Kontakt kommen könnten und daraus eine zusätzliche Übertragungsgefahr resultieren kann.

Und wie ist das mit Katzen, Herr Kirchner? Die an sich, schätz’ ich mal, viel näher an Vögel rankommen, als laute, ungestüme Hunde… Deren Herrchen bei tatsächlich angeordnetem Leinenzwang jetzt mit zum Scheißen hinter die Büsche gehen müssen… uh-oh-ah…

UPDATE 02. 03.

Was man als Tierhalter beachten sollte (Auszug von vogelgrippe-update):

Wer also nicht ausschließen kann, dass seine Katze einen Vogel reißt, sollte das Tier lieber in Haus behalten (in einer Sperrzone ist dies ohnehin vorgeschrieben). Wo ein Einsperren nicht möglich ist, hilft zum Beispiel ein Glockenhalsband. Die Ansteckung durch eine andere Katze kann damit natürlich nicht ausgeschlossen werden.

Ein Wellensittich, Kanarienvogel oder anderer Ziervogel im Haus hat keine Ansteckung zu erwarten. Das gilt auch für Kleintiere wie Nager und Echsen, Reptilien etc. Tauben sind nur selten betroffen, ihre Rolle als Verbreiter der Viren aber unbekannt. Besonders anfällig sind Hühner und Wasservögel: Die Viren werden in gleichzeitig von Wildvögeln frequentierten Gewässern leicht übertragen.

Das Füttern von Wildvögeln wird übrigens schon seit Jahrzehnten nur im Winter bei dichter Schneedecke geraten. In diesen Tagen, so die Behörden, sollte von Fütterungen allerdings ganz abgesehen werden, da eine Ansammlung von Vögeln die Übertragung untereinander erleichtert.

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat eine Hotline für besorgte Tierhalter eingerichtet. Sie ist von Montag bis Freitag, 9 – 17 Uhr erreichbar unter den Telefonnummern 01888-529-4601, -4602, -4603, -4604, -4605. Internationale Vorwahl nach Deutschland: +49, die erste Null auslassen.

Und hier aktuelle Mitteilungen aus dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit.

Sitz ich mittwochs mit dem Spatzerl in einem Café in Neuss, das einen Hotspot hat und kostenlos Laptops ausleiht. Kommt der junge Mann herein, schüttelt in deren Designerbrillen grinsend erst den besackoten Textilverkäufer-Herren vier Tische weiter die Hände und steuert dann auf unseren Tisch zu. Eine neue Schick-Brille hat auch er, der mindestens 20 Kilo verloren hat, seit ich ihn das letzte Mal gesehen habe und damit, wie er mir gleich erzählen wird, wieder sein altes Gewicht hat, sogar etwas darunter. Guck, sagt er, die Hose hier, die hat mir an Weihnachten noch nicht gepaßt. Sprachs und zieht seinen Pulli hoch, öffnet den Gürtel, um ihn, während er die Hose für seine privates extrem beengend nach oben zieht, demonstrativ enger zu schnallen. Und, fährt er fort, wie gefällt’s? Und, er weiter, wie geht’s? Und, er schließlich, was macht der x (insert ex-boyfriend’s name). Woops… das war zu viel… Klappe zu… Konversation tot.

Das gehört sich nicht.
Als angeblicher Freund meines Ex-Freundes.
Und als Ex-Freund meiner Schwester schon gleich gar nicht.

Der genau was noch einmal damit bezwecken wollte, daß er uns treffen wollte?

Auf meine Frage, was denn einen guten Weblog ausmache, antwortete mir ein Besucher der Düsseldorfer Bloglesung, Lebendigkeit. Auf meine Frage, was denn das Lebendige an einem Weblog ausmache, antwortete er, Neon, Sie kennen doch das Neon-Magazin. Einfache Themen, Subjektivität, lebendig und gut. So viel Cola hatte er nicht getrunken, die ihm zu Kopfe hätte gestiegen sein können, dachte ich mir. Und grüble seither, was er mir mit dieser wie ich finde drückebergerischen dialektischen Antwort sagen wollte.

- Was findest Du sexy und warum? (Courtesy of the current issue of Neon-Magazin)
- Halbnackte Frauen. Weil ich keine Phantasie habe. (Courtesy of You Bitch)

Noch’n Bier?

Welche Bedeutung hat es eigentlich, wenn man diesen Satz hört:
“Wird ja eh dein Schlüssel, so dass du dann in Zukunft auf ihn aufpassen kannst…!!!” (es ging um den zweiten Wohnungsschlüssel, der im Efeu verschollen war)

Aber wofür braucht man denn eigentlich diesen Zweitschlüssel? Würde ich seine Wohnung ungefragt oder in seiner Abwesenheit betreten? Das einzige Mal wäre, wenn ich etwas vergessen hätte oder ihn überraschen wollte, aber auch da gibt’s andere Wege, um in eine fremde Wohnung zu kommen.
Ist die Aushändigung des Wohnungs-Zweitschlüssel so etwas wie die sinnbildliche Einladung im Leben des Partners zu bleiben?

Update: Heute morgen überreicht er mir mit einem liebevollen Lächeln seinen Schlüssel. “Da ist ein afrikanischer Glücksbringer dran. Pass gut auf ihn auf.”
:-)

chef: “e, du willst karneval feiern obwohl du eh schon krank bist?”
e: “chefe, ich bin nicht krank. das ist doch nur mein raucherhusten.”
chef: “jaja, die raucherei solltest du auch endlich mal aufhören.”
e: “eins versprech ich dir. ich hör sofort auf zu rauchen, sobald ich schwanger bin.”

Grüß Euch Gott, liebe jensscholz- und bazblog-Besucher!

UPDATE 18.22 : … und wirres-Besucher! Et it so spannend, wie dat hier allet in der Blogosphäre verwurschtelt wird… wie ein jeder so seine ganz eigenen Probleme und Problemchen mit der Veranstaltung hatte… oder auch mit dem Gedächtnis… les’ ich beispielsweise gerade auf dem Weblog eines Mittwoch-Gesprächspartners, der mir erzählt hatte, daß er gar keinen Weblog habe - vielleicht, weil ihm das peinlich gewesen wäre? In seiner Position… weil man dann erwartet, er schreibt was Sinnvolles… oder so… -, daß ihn die Fülle meiner Fragen erstaunt habe… Hm, denk’ ich mir jetzt, wie stellt er sich das denn vor, eine empirische Abschlußarbeit über Weblogs ohne einen Haufen Fragen… Und dann: hätt’ ich noch mehr von mir erzählen sollen, weil mein Spiralblock nicht nur ihn irritiert hat (”Sind Sie Simone vom Kölner Stadt-Anzeiger?”)… z.B. daß ich drei Jahre als Onlinejournalistin gearbeitet habe… mit Kindern eine Kinderzeitung gestalte… oh… ah… herrje… dafür ist doch mein Weblog da… zum Hosenrunterlassen und vermeintlich Wichtiges festzuhalten…

Nochmal Stichwort Stichredensart zu seinem Weblog stehen: Ich bin echt erstaunt, bei wie vielen Bloggern ich im nachhinein jetzt lese: Ooh, Du warst auch da? Ich hab Dich gar nicht bemerkt! Hättste doch was gesagt, Du! Und der Ruf nach einem T-Shirt, das von den Blogger-Besuchern hätte getragen werden sollen. Der ist mir ja schon auch zuwider. Hätten die sich nicht einfach ansprechen können? So wie ganz normale Leute, die einander kennenlernen wollen? Denn deshalb gab es doch die Veranstaltung. Oder irre ich mich da?

Schön, daß mein toller Name (Danke, Jens! Das Vergnügen und der Oho-Effekt waren ganz auf meiner Seite!) Euch zum Lesen von Sistaweb motiviert hat, einem kollaborativen, noch in den Kinderschuhen steckenden Weblog, auf dem Ihr hier gerade einen bayrisch motivierten Eintrag lest. Die Sache ist nämlich die, daß Sistaweb mit BAY- und NRW-Content gefüllt wird, lebt doch die E-Heldin im Großraum Düsseldorf/ Neuss (und würde es wohl lieber lesen, daß ich Köln/ Neuss schriebe) und die A-Heldin im Großraum Augsburg/ München. In dieser Reihenfolge.

Warum wir Sistaweb einen Weblog nennen (und nicht: ein Weblog), werden wir später einmal erläutern; und nein, es hat nichts mit Emanzipation zu tun; oder damit,daß wir nicht so auf Metrosexuelles stehen. Wir sagen einfach, wie es ist. Es ist: der Weblog.

Aber worum es hier eigentlich gehen sollte: Ich war am Mittwoch auf einer Bloggerlesung in Düsseldorf. Extra aus Augsburg angereist. In eine Location, in der, wie ich es auf einem ausliegenden Flyer lesen konnte, ab 31. Januar eine Düsseldorfer Schriftsteller- und Dichtergruppe namens “AutorINNengruppe M8WORTE” regelmäßig Lesungen veranstalten wird. Oder besser: Literarische Menüs… das Essen derselben… anregt? Mit Stimmrauschen untermalt? Der Titel jedenfalls: Feinschmecker & Zeitschmecker. Für - und jetzt haltet Euch fest - FÜNFUNDDREISSIG Euro! Tischreservierung exklusive. Wir sprechen hier von einem: Gourmet-Restaurant. M8WORTE in einem Gourmet-Restaurant. Kunst, Kommerz und Masochismus. Mir bleibt noch jetzt der Atem stehen, wenn ich an diese Verknüpfung denke. Und an meine Assoziationen dabei. Denn derer hatte ich da unten im Gourmetkeller etliche.

Der Veranstaltungsort also mehr als kurios, die Catering-Umstände erstaunlich - ich mein’: Hallo?? Wer bitte spendiert denn Freibier und Freiwein und ein Buffet in einem Gourmetrestaurant, wenn hier Berliner Subkultur auf der Düsseldorfer Kö’ etabliert werden soll? Können die Düsseldorf nur mit solch einem Rahmen für etwas so Lebendiges wie Weblogs und allem, was dazugehört, gewonnen werden, wußten die Vorleser überhaupt, in welchem Rahmen das stattfinden würde und wenn ja: warum haben sie dann zugesagt?

Mir schwirrt der Kopf vor lauter Fragen und ich werde dem Abend, bei dem mir zu Beginn fünf der besten, meist gelesensten und schönsten Weblogs Deutschlands versprochen worden sind, zudem noch in einem religiösen Kontext und dem Schlagwort Luther, der zu Beginn der Lesung als erster Blogger bezeichnet wurde (can you say: name dropping?)… ich komme jedenfalls nicht umhin, diesem Abend noch einen gesonderten Beitrag zu widmen. Und bis dahin verweise ich auf unser live blogging, das wir während der Veranstaltung gemacht haben.

Ich war ja etwas unsicher, ob sich das denn geziehmt, bei all dem Tamtam und Pipapo - im Gourmetkeller… Aber dann hab’ ich vorhin Siggis Eindruck von der Veranstaltung überflogen. Lichtblick, dachte ich mir. Da paßt was.

alaaf
gleich geht’s auf die rolle in den kölschen karneval!

noch mehr infos gibt’s hier.

Beim Schlendern durch die Altstadt der Landeshauptstadt Düsseldorf auf der Suche nach einer vernünftigen Nahrungsaufnahmelokalität stolperte ich in Begleitung über ein großes Schild: Bauchtanz ab 21h. Die libanesische Speisekarte, die neben der Tür hing, versprach interessante Gourmetgenüsse und so zog es uns hinein, in das nach ungewöhnlichen Gewürzen duftende Innere.

Gemütliche Tische, spannende Deko (grüne Beleuchtung der Pflanzen, Mosaik-Spiegel, überdimensionale goldene Teekannen, …) und starre männliche Bedienungen prägten den ersten Eindruck. Die Lust auf was Anderes war groß - genauso wie unser Mut - und wir bestellten.
Als der Kellner in Plastikfolie eingepacktes Fladenbrot und eingelegtes Gemüse brachte, knabberten wir an dem interessanten Diät-Food. Ist das schon die Vorspeise? Zwei Minuten vor dem „Hauptgang“ kamen unsere spinatgefüllten Hefeteigtaschen, die hervorragende Knoblauchpaste und eine witzige Bauchtänzerin. Die Musik wurde laut, die Kellner grinsten über’s ganze Gesicht und die überwiegend männlichen Messebesuchs-Gäste wurden immer lockerer und winkten die junge Frau an ihre Tische, tanzten mit ihr auf der Bühne und ließen sich mit ihr fotografieren. Wenn die Lady an einzelnen Tischen nicht beachtet wurde, tanzte sie einfach mit ihrem Spiegelbild, lächelte sich selbst an und schwang genussvoll ihre Hüften.

Zum Essen: Für die Altstadt übliche Preise. Sind Pommes als Beilage tatsächlich libanesischer Herkunft? Überraschend milde Würze. Große Portionen.

Zum Abiente: Wie gesagt, grüne Beleuchtung! Ansonsten gemütlich eingerichtet. Freundliche Bedienung.

Fazit: Wer mal was anderes ausprobieren, in der Düsseldorfer Altstadt ein bisschen mehr Geld ausgeben will und auf schlechten Bauchtanz steht, sollte den Libanon Express besuchen.

ich hab eine hübsche freundin. nur manchmal nicht so photogen

für tobonelle:

ich sach ja nur: die rubrik muss stimmen ;)

“wir sollten mal in urlaub fahren und männer aufreißen!”

ja, a-heldin, is klar…

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