Mon 19 Dec 2005
heute nach dem weihnachtsgeschenkeshopping wollte ich mit meiner großen schwester den vorteil eines fremden kfz-kennzeichens nutzen und illegalerweise unter dem vorwand der unwissenheit in die fußgängerzone der schönen fuggerstadt einbiegen. etwas zögernd und fasziniert von dem blauen licht, das vom neuesten beleuchtungstrend am großen weihnachtsbaum auf dem rathausplatz ausging, hielt ich kurz vor der zufahrt.
plötzlich winkte ein mann uns zu und meine schwester öffnete das fenster. “sie sind jetzt nicht von hier, gell”, “wo wollen’s denn hin?”, “hier können’s nicht durchfahrn. des is a fußgängerzone”, “der chrischtkindlmarkt hat eh nur bis um acht auf”, … einige minuten lang gab uns der einheimische tipps und tricks, wo man am besten parken könnte, wie man wieder in die city käme, … vielleicht wäre auch irgendwann noch der vorschlag zu einem gemeinsamen kaffee gekommen, hätten wir nicht irgendwann höflich auf wiedersehen gesagt, die fensterscheibe hochgekurbelt und wären mit vollgas davongerauscht.
wir outeten uns natürlich nicht als ortskundige - im nachhinein hätte ich allerdings gern sein gesichtsausdruck bei der wahren geschichte gesehen.

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